Fisheye Fotos bearbeiten

    • Fisheye Fotos bearbeiten

      Hallo zusammen!
      Sicher schon oft diskutiert aber ich konnte auf Anhieb nichts finden:
      Kennt Ihr eine kostenlose Software, um den Fisheye-Effekt zu entfernen?

      Und, bei der Gelegenheit: Haben die Fisheye-Fotos (.dng) auch Geoinformationen?

      Viele Grüße, Halweg
    • Das kannst du mit Gimp machen, diese Funktion gibt es... hmm naja, das Programm ist sehr vielseitig, etwas beschäftigen muss man sich schon damit, aber das Programm ist auch sehr gut um alle anderen Fotobearbeitungen zu erledigen, was sonst nur teure Software kann. Es gibt dazu auch ein deutsches Handbuch als Dowload:

      chip.de/downloads/GIMP-Handbuch_15547915.html

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    • Moin
      Ja Gimp kann das, unter Filter Objektivkorrektur oder so ähnlich. Ich empfehle Gimp meinen Fotoschülern als äquivalent zu PS.
      Einfach mal Herrn Google mit fishey+Gimp+entzerren quälen da wirst so sicher was finden. Wenn es dir allerdings nur um die Panorama/Fisheye Entzerrungen oder Verzerrungen geht schau dir ruhig mal Hugin an.
      Contra Mortem Diabolumque
    • Jepp, wenn man nur entzerren will, geht es mit Hugin sogar noch einfacher, aber anschließend will (muss) man das RAW (DNG) ja auch noch optimieren und dazu ist Gimp wieder gut. Man kann ja auch beide Programme verwenden. Logischerweise geht es mit gekaufter (teurerer) Sofftware natürlich noch einen Tick besser, aber wichtig ist ja was hinten raus kommt und das bekommt man mit Gimp auch zufriedenstellend hin.
    • Danke für Eure Hilfe!

      Hab nun GIMP 2 installiert (nachdem ich bereits alle möglichen anderen Tools probiert hatte) und leider muss ich auch dort wohl basteln, die .dng-Dateien werden erst mal gar nicht geladen bzw. ich begreif das nicht...

      So langsam habe ich aber Zweifel am Aufwands-Nutzen-Verhältnis:
      So ein dng-Bild ist ja eigentlich nur deshalb so groß, weil es unkomprimiert ist und das gesamte Sichtfeld der Kamera beinhaltet. Wenn ich daraus nun einen Ausschnitt bilde, ist doch die Frage, ob der, bezogen auf seinen Inhalt, wirklich mehr liefert, als das beim Videografieren geschossene Full-HD Bild (was ja auch einen Ausschnitt darstellt).
      Die Quali scheint mir einfach nicht so groß, dass das dng-Bild viel mehr hergeben würde.
      Oder sehe ich das falsch?
    • Nun, halweg und ich scheinen die gleichen Anliegen zu haben- schön langsam schaut's so aus als würde ich ihn verfolgen...

      Ich möchte *.dng Fisheye Fotos entzerren. Von Nachbearbeitung träume ich erstmal nicht... Hab mir dazu das von biber vorgeschlagene UFRaw heruntergeladen und kann die *.dng öffnen - zwar nicht als Gimp Plugin aber mal im UFraw direkt.

      Wie bekomm ich UFRaw als Gimp Plugin (mein Gimp 2 Verzeichnis hat keinen Plugin Ordner) beziehungsweise brauch ich UFRaw überhaupt als Plugin um die *.dng dann als *.jpg exportieren zu können oder geht das auch ohne Gimp?

      Jetzt bräucht ich bloß eine(einfache Schritt für Schritt) Anleitungen zum Entzerren, was muss ich in UFRaw einstellen um den Fisheye Effekt korrekt zu entzerren?


      ... hoffnungslos, oder... und das nur für ein paar Fotos meiner Baustelle für die nachfolgende Erinnerungswand... ich hoffe biber hat starke Nerven...
    • Es kommt darauf an, was du mit dem Bild vor hast und wo du es dir Anschauen wills. Für ein normales Bild zum Beispiel für 600 dpi Ausdrucke bis DIN-A5 oder um es dir ausschließlich auf dem Handy anzuschauen reicht meistens auch schon ein JPEG in Full-HD. Bei einem Bebop-DNG hast du allerdings die volle 180 Grad Totale, die begradigt und quadratisch beschnitten immer noch ein Restformat von mindestens 12 bis 13 Megapixel hat. Wenn du diese Totale nicht als Ganzes verwenden willst, sondern ein Full-HD Format aus dem Ganzen ausschneidest, hast du natürlich auch die gleiche Auflösung, als wenn du ein JPEG gemacht hättest. Du hast aber darin die volle Bildinformation, ohne dass die Kamera das Bild automatisch beeinflusst (geschönt) und komprimiert hat. Bei der Komprimierung wird vieles glattgebügelt und vermatscht, was beim RAW (DNG) nicht passiert. Du hast also viel mehr Möglichkeiten das Bild mit einem Bearbeitungsprogramm selbst zu optimieren, was bei einem JPEG nicht mehr geht, weil viele Bildinformationen fehlen. Und nicht täuschen lassen, JPEG's sehen auf den ersten Blick manchmal schöner aus als ein RAW... aber.

      Guck mal dieses @MST Video, da erklärt er es ganz gut

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    • halweg schrieb:

      gesamte Sichtfeld der Kamera beinhaltet.
      hat damit nix zu tun. Sondern es werden alle Bildinformationen abgespeichtert/bzw bleiben erhalten. ein Jpg - egal in welcher Qualität- ist eine Komprimierung, dh wo in einem RAW/DNg ein dunkler/schwarzer Bereich ist sind noch Infos gespeichert, die man Pimpen kann(z:B aufhellen) bei JPG ist schwarz schwarz ohne jegliche Info undkann nicht weiter gepimpt werden. Und ein JPG wird mit jeder Bearbeitung und abspeicherung ein weiteres mal komprimiert und weitere Informationen gehn verloren, deswegen soll man ja auch eine Kopie bearbeiten und niemals das Original, damit eine Chance besteht einen Bearbeitungsirrweg entspannt zu betrachten und nicht das Bild zerstört zu haben.
      Die oben erwähnten 600DPI halte ich persönlich für Quatsch, 300DPI sind absolut ausreichen für normalo Drucker und billig Fotopapier. Wer mehr macht und entsprechendes Papier im Drucker hat sollte sich beim Kostenfaktor überlegen es nicht doch dem Labor zu übergeben da es wahrscheinlich billiger ist(gehen von 1-2€ im Heimdruck aus)Aber natürlich ist das alles IMHO
      Contra Mortem Diabolumque
    • Zuhause mache ich schon mal ein 600er. Gar nicht mal wegen der Auflösung, sondern die Farbtreue ist besser ist als bei einem 300er oder 400er. Dann aber auch auf gutem Fotopapier, sons ist das ganze Perlen (Tinte) vor die Säue. Zum Glück habe ich einen älteren Canon, der noch alternative Tinte frisst, die sogar besser ist als die originale, aber nur ein Zehntel kostet. Aber Papier kommt eher selten vor. Meistens verbleiben die Fotos ja doch in der Elektronik.

      Wenn ich Fotos mache, die später in Büchern gedruckt werden, haben die in der Endauflösung 400 dpi, bevor sie im Grafikprogramm als TIFF eingebettet werden. Die werden ja später in CMYK aufgerastert. Da habe ich sogar schon bearbeitete RAW's von der Bebob verwendet. Die sind dann allerdings im Druck meist kleiner als eine Postkarte. Aber ich habe auch schon mal Halbseitenfotos (A5) gemacht... mit gutem Licht geht es. Ansonsten muss der Hexa mit der DSLR ran... aber die Bebop ist so schön handlich. Deswegen habe ich ja für Kleinkram auch mit der Mavic geliebäugelt, natürlich bessere Kamera, aber gerade zum Fotografieren gefallen mir die starken Flares bei seitlichen Lichteinfall von dem Ding nicht.

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    • Speziell für Fisheye-Effekte aus Action-Cams (in diese Kategorie zählen auch Drohnenkameras) gibt es von proDAD das kostenpflichtige Program Prodreanlin.

      prodad.com/Handycam-Actioncam-…z-lnRkm-BU8ozERoCh8_w_wcB

      Auch mit dem kostenlosen Program "GoPro-Studio 2.1"

      shop.gopro.com/softwareandapp/…desktop/Quik-Desktop.html

      lassen sich Fisheye-Effekte entfernen.

      de.gopro.com/support/articles/…ye-effect-in-gopro-studio

      In wie weit auch GoPro-fremde Aufnahmen sich bearbeiten lassen müsste ausprobiert werden.
    • Danke noch mal für die ganzen Hinweise.
      Mir ist schon klar, dass eine RAW-Datei mehr Bildinformationen, Farbtiefe, keine Artefakte usw. beinhaltet.
      Sie kann aber auch nicht die Technik überlisten, d. h. mehr Informationen / Auflösung liefern als der Sensor hergibt.
      Nun hat wohl das Full-HD-Video (bzw. das in diesem Modus geschossene Foto) die gleiche Auflösung , wie das RAW-Fisheye-Bild. Full-HD-Bilder kann ich bei einem Flug recht viele machen und zum Beispiel zu einem Panorama zusammensetzen (was mir irgendwie leichter fällt, als Fisheyes zu entzerren). So sind auch 360° Rundumbilder möglich.
      Zum Schluss wird zum Betrachten auf Handy und Co bei mir ohnehin alles nach jpg exportiert. Und 600 KB sind nach meiner Erfahrung nicht zu wenig für ein HD-Bild mit 2 Megapixel.

      Es bleibt also die Frage, wie viel Bildqualität ich durch die Verwendung der in der Drohne eingebauten Entzerrung/Komprimierung im Vergleich zu einem externen Programm verliere. Da geht es um jpg-Artefakte und die richtige Ausleuchtung, d. h. die richtige Verwendung der Farbtiefe für das jpg-Bild. Hier sollten ein-zwei Beispielbilder die Antworten bringen, also ein Vergleich Full-HD-Bild, direkt mit der Bob erzeugt, und dann der gleiche Ausschnitt, zum gleichen Zeitpunkt fotografiert, aber durch Verarbeitung des Fisheye-Bildes gewonnen.

      Sofern das hier nicht jemand bereitstellt oder bereits bereitgestellt hat, wäre das die Aufgabe für mich, wenn ich dann irgendwann mal die Zeit gefunden habe, mich erfolgreich mit der Umwandlung zu beschäftigen.

      Viele Grüße, Halweg
    • @halweg deine Aussage "wenn ich dann irgendwann mal die Zeit gefunden habe" gilt leider auch für mich. Ich bin gern bereit zu helfen wo es nur geht, aber (schriftliche) Grundkurse für mehrere Bildbearbeitungsprogramme mit Bildbeispielen etc. kann ich leider nicht leisten, dafür fehlt mir auch die Zeit. Ich würde an deiner Stelle trotzdem mal mit den verschiedenen Programmen wild herum experimentieren und wenn die Auflösung für deine Zwecke ausreicht, kannst du natürlich auch mit JPEG's arbeiten. Es kommt immer darauf an, was du mit den Fotos machen willst und in welcher Größe und womit sie später dargestellt werden sollen. Das doofe ist nur, dass man gratis durchaus gute Programme bekommt, aber die Performance z.B. mit festgelegten Linsenkorrekturmasken die Entzerrung automatisch vorzunehmen, bieten leider nur Programme die auch etwas kosten.
    • Hallo,

      habe inzwischen mit GIMP (genauer GIMP 2) gearbeitet (nachdem ich die dng Bilder mit UFRAW in ppm Bilder umgewandelt habe).
      In Gimp benutzt man nach gängigen Empfehlungen den Objektivfehler-Filter. Allerdings ist es mir nicht gelungen, damit das Bild gut zu entzerren, ohne das ich größere Randbereiche "abschreiben" musste. Ich hoffte eigentlich auf eine Entzerrung des gesamten Bildes (mit ein paar Rändern), aber das scheint wohl nicht so einfach zu sein...
    • Moin zusammen,

      mal aus dem Off gesprochen und nur laienhaft: Für die "schnelle Bearbeitung" unterwegs nutze ich direkt auf Android "SKRWT". Kostet sowas um 1,50€. Die App bearbeitet immerhin auch .dng und entzerrt ziemlich einfach, aber effektiv. Was qualitativ wirklich rauskommt kann ich schlecht beurteilen, da fehlen mir die professionellen Ambitionen. Mir reicht es jedenfalls.

      Grüße,

      Oliver
    • qphalanx schrieb:

      Für die "schnelle Bearbeitung" unterwegs
      Klingt interessant.
      Aber ich bin ganz froh, dass inzwischen meine Bilder fast automatisch auf dem PC landen, das Handy wäre dann ein Umweg.
      Genaugenommen geht es mir darum, anhand einer möglichst optimalen Entzerrung feststellen zu können, ob das Entzerren gegenüber der Qualität des Bildschirmfotos in HD etwas bringt.