Final Cut Pro X

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    • Final Cut Pro X

      Einige in diesem Forum sind ja auf Macs unterwegs und arbeiten mit Final Cut Pro X. Bekannt sein dürfte da wohl @skyscope, der sich ja auch beruflich mit befasst, also auch ein sehr gutes Wissen über Film und Co. hat.
      Nun frage Ich mich, wieso Leute auf FCP X setzen? Was sind die Beweggründe und Vorteile von FCP X gegenüber anderen Programmen (vor allem Adobe und DaVinci)? In Verbindung mit welchem Setup wird FCP X genutzt? Wenn überhaupt, wie werden Videoeffekte, Animation, o. ä. erstellt? Wird Motion 5 oder Compressor in Kombination mit FCP X gerne gewählt? Wenn ja, welche Plug-ins werden benutzt?
      Soweit mir bekannt ist, lässt sich mit Adobe ja weit mehr (insbesondere wenn wir um Effekte usw. reden) mehr machen.

      Ich dachte, es wäre interessant zu sehen, wer was, wie und weshalb benutzt.

      JuG
    • Hallo JuG,

      ich arbeite beruflich mit Final Cut Pro X und kenne Premiere aus der Vergangenheit. Für die gebotene Leistung ist das Programm sensationell günstig. Die Bedienung finde ich, wie bei Apple üblich, sehr einfach und intuitiv. Man kommt sehr schnell zu einem Ergebnis und hat trotzdem alle Möglichkeiten zur professionellen Bearbeitung. Motion und Compressor habe ich früher ab und zu benutzt. Heute brauche ich die Programme nur noch selten, da es andere Möglichkeiten gibt. Videoeffekte und Animationen setze ich selten und sparsam ein. Letztendlich ist es wohl eine Frage der Gewöhnung, welches Programm man benutzt.

      ich verwende verschiedene Plugins von FxFactory Pro und Crumble Pop. u.a.
      • better Stabilizer
      • Denoiser
      • Motion-Tracking

      sehr gut finde ich in FCPX:
      • den Multicamschnitt
      • die zusammengesetzten Clips (wie eine Gruppierung bei Adobe, verschachtelte Clips wie bei Flash)
      • die Möglichkeit zum Schneiden mit verschiedenen Geschwindigkeiten (Zeitraffer und Zeitlupe)

      Gruß,
      Ralf.
    • Hi JuG

      Bevor Du Geld für Final Cut (o.ä.) ausgibst, solltest Du erst mal mit iMovie auf dem Mac anfangen, das reicht zum Einstieg ja völlig aus. Erst, wenn Du dann wirklich in den Pro-Res Bereich willst, solltest Du auf Final Cut (oder Premiere/DaVinci) umsteigen. 90 % meiner Produktionen mache ich mit iMovie und die Ergebnisse sind gut.

      LG, Lutz
      DJI Phantom 4 Pro, DJI Mavic Air, DJI Spark - EyeEm Foto-Portfolio: www.eyeem.com/u/luha68 - Ausnahmegenehmigung von Betriebsverboten für unbemannte Fluggeräte nach Gz. 25-3747-18
    • Grundsätzlich, wenn es um Vor- und Nachteile in der Postproduktion geht:

      Nicht zu viel in einen Topf werfen, eine Unterscheidung bei der Betrachtung von eigenen Anforderungen und somit Programmen nach den Bereichen Schnitt, Farben/Grading, und Effekten macht Sinn, und bei den Effekten nochmal zwischen 2D-Effekten und -Tracking und 3D-Effekten und -Tracking.

      Dann gibt es - wie in vielen anderen Bereichen (Kameras, Copter, usw.) nicht die eierlegende Wollmilchsau, also das beste Schnittprogramm für Jeden und alle Anforderungen.

      Man muss sich dabei also selbst erst mal folgende Fragen stellen, um für sich die grundsätzlichen Anforderungen abzustecken:
      • Muss ich im Team arbeiten, oder mache ich die Postproduktion eigentlich nur allein.
      • Spielen 3D-Effekte und 3D-Tracking (nicht 2D, und ausserhalb von 3D-Titeln) für mich eine wesentliche Rolle, dahingehend, dass sie in fast jedem Projekt verwendet werden?
      Bevor es also zu FCPX geht, kurz einmal, die möglichen Vorteile von Adobe Premiere (die jedoch auch gleichzeitig für einige Nachteile verantwortlich sind).
      • Es ist ein Multi-Plattform Schnittprogramm, also für Mac und Windows gleichermassen erhältlich.
      • Es hält an dem Schnittparadigma fest, alles in einzelnen Spuren zu organisieren -- etwas, was Cutter seit den analogen Tagen gewöhnt sind. Für alteingesessene Cutter ein vermeintlicher Vorteil, für alle anderen ist es ein Nachteil.
      • Adobe Premiere wird seit der Einstellung von FCP 7 heute von den meisten Post-Häusern hauptsächlich verwendet, und auch von freien Cuttern, die in größeren Teams arbeiten oder mit Post-Häusern Daten austauschen müssen.
        Eigentlich ist Adobe Premiere erst seit 2011 wegen dem o.g. Punkt wieder von den Toten auferstanden, denn davor spielte es im professionellen Bereich eigentlich keine Rolle mehr, denn in Post-Häusern wurde überwiegend Final Cut Pro 7 genutzt (neben AVID, das hier aber keine Rolle spielen soll).
      Das bedeutet nicht, dass man mit FCPX nicht inzwischen genauso gut in größeren Teams arbeiten kann. So gehen seit 2, 3 Jahren auch viele Post-Häuser vor allem in den USA und viele Sender - beispielsweise die BBC - wieder dazu über, auf Final Cut zu setzen, wegen der unbestrittenen Vorteile.

      Wie auch immer, beantwortet man für sich zur Zeit eine der oben gestellten Fragen beide mit Ja, dann sollte man Adobe Premiere einsetzen, hinsichtlich des 3D-Trackings deshalb, weil sich After Effects besser in den Workflow mit Premiere über "Dynamik-Link" integriert.
      Selbstverständlich kann (und wird) man After Effects aber auch mit FCPX einsetzen, hier sind nur ein paar Schritte mehr erforderlich, die FCPX-Anwender angesichts der sonstigen Vorteile aber gerne in Kauf nehmen.

      Das alles wird 99,9% der hier Mitlesenden nicht interessieren, denn a) sie arbeiten allein und b) sie sind an aufwendigen Effekten und Korrekturen gar nicht interessiert, sondern wollen ein Schnittprogramm, was möglichst schnell und einfach zu den besten Ergebnissen führt. Und spätestens dann kommt eben FCPX ins Spiel.

      Schnitt - Vorteile von FCP X gegenüber anderen Programmen (vor allem Adobe und DaVinci)

      Geht es um die Vorteile von FCPX, sind m.E. hauptursächlich dafür zwei grundsätzlichen Punkte:

      FCPX setzt bekanntlich auf ein anderes, neues, Schnittparadigma auf, zentriert um die "magnetische Timeline" und "Storylines". Das ermöglicht es z.B., bei Änderungen im Ablauf oder Zeitumfang des Film/der Geschichte/der Story oder auch einzelner Szenen oder Clips, ein Verschieben oder eine Änderung in wenigen Sekunden durchzuführen, einschließlich aller dazugehörenden weiteren Kameras, Einstellungen, Titel, Effekte, Sound, und so weiter, während solche Änderungen im Schnittablauf beim Konzept der einzelnen Spuren viel Handarbeit und somit Aufwand bedeuten.

      Ein Beispiel unter vielen: Das Trimmen von Clips in der Timeline, also das Verkürzen oder Verlängern.
      Im Spuren-Paradigma entstehen beim "Verkürzen" Lücken in der Timeline, da alle nachfolgende Clips der Verkürzung nicht folgen. Analog dazu entstehen beim "Verlängern" von Clips Überlappungen, da auch hier andere nachfolgende Clips nicht automatisch nach Hinten geschoben werden. Das alles muss man manuell erledigen. Wenn man nun eine ganze Szene aus vielen Clips besipielsweise von Hinten nach Vorn umstellen möchte, wird es mit Spuren sehr kompliziert. Mit der "magnetischen Timeline" gibt es diese Probleme nicht.

      Daher wird auch im professionellen Bereich - selbst wenn später mit anderen Programmen gearbeitet wird - inzwischen der Rohschnitt nicht selten zunächst mit FCPX erstellt und dann gegebenenfalls exportiert.

      Für Neueinsteiger in Filmschnitt ist das FCPX-Paradigma auch völlig natürlich, da es keine Arbeitsabläufe voraussetzt, die letztendlich noch aus Zeiten des Analogfilms und der Schere stammen. Für Leute, die das Arbeiten mit Spuren gewöhnt sind, bedeutet es jedoch natürlich ein Umdenken. Hat das aber einmal wirklich stattgefunden, eben indem man sich wirklich mal drauf einlässt und mit FCPX wirklich mal ein Projekt durchgängig bearbeitet hat, kommt einem das Arbeiten mit Spuren vor wie ein Relikt aus einer anderen Zeit - was es ja auch ist.

      Der zweite wesentliche Vorteil von FCPX gegenüber anderen NLEs ist die Geschwindigkeit, sowohl beim Handling während des Schnitts, als auch beim Rendern des finalen Projekts. Beispielsweise lassen sich mehrere 4K Stream auch mit mehrere Jahre alter Hardware in voller Auflösung mit Basiseffekten und Titel gleichzeitig in der Timeline berabeiten und abspielen. Darüber hinaus ist es extrem einfach, Proxies - also schnittoptimierte heruntergerechnete Clip-Varianten - zu erstellen und zu verwenden.

      Kurz zu Davinci Resolve als Schnittprogramm: Blackmagic erweitert Resolve seit ein paar Versionen massiv um den Schnitt-Teil und in der neusten Version auch um einen Audio-Bereich. Allerdings setzt auch Resolve grundsätzlich auf Spuren, hat aber den Vorteil, mit dem Farbteil quasi das Grading-Standard-Tool mit an Board zu haben. Man spart sich also das "Roundtripping" (s.o.), wenn man hauptsächlich Resolve zum Graden verwenden will. Mit geeigneten Plugins ist das Graden in Davinci Resolve bei Verwendung von FCPX allerdings auch selten - wenn überhaupt - nötig.

      Farben und einfache Effekte

      Einfache Basis-Korrekturen lassen sich in allen Programmen durchführen, auch Adobe Premiere bietet inzwischen mit Lumetri dazu geeignete Werkzeuge und Scopes (Waveform, Vectorscopes) an.
      Adobe hat aktuell von Haus aus die Nase dahingehend vorn, als dass in Premiere ein einfacher 2D-Tracker mit eingebaut ist, mit dem sich Masken tracken lassen, die also Motiven im Video folgen können. Hier muss man bei FCPX auf Plugins zurückgreifen, die dann allerdings auch wesentlich flexibler sind und mit besseren Algorithmen arbeiten ("Mocha").

      Wenn es komplexer wird und man einen Grading-Workflow vornehmen möchte, kommt man entweder um ein Roundtripping nach Davinci Resolve nicht herum, oder um die Verwendung geeigneter Plugins. Für FCPX sind dabei Tools erhältlich, die sich perfekt integrieren und die ein Arbeiten in Resolve in 99% der Fälle nicht notwendig machen.

      Titel und komplexere Effekte / Compositing / 2D- und 3D-Tracking: Apple Motion und After Effects

      Motion ist wie After Effects ein Compositing Tool und für FCPX Anwender auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung, da die meisten der mitgelieferten Effekte, Übergänge und Titel letztlich Motion-Projekte sind, die man kopieren und für sich selbst in Motion anpassen kann. Darüber hinaus lassen sich in Motion dann eigene, auch sehr komplexe Effekte, Titel und Übergänge bauen, und diese dann unabhängig von Motion in Final Cut verwenden, quasi wie native FCPX-Effekte (Übergange und Titel), einschließlich zu verändernder Parameter - unglaublich flexibel und mächtig (Google: "Motion Rigging Publishing").

      In Motion ist aber kein wirkliches 3D-Compositing möglich (nur s.g. 2,5 D). Will man besipielsweise auf eine gefilmte Wiese nachträglich ein 3D-Modell (kann auch Text sein) stellen, kommt man mit Motion nicht weiter - hier kommt dann gegebenenfalls auch für FCPX-Anwender After Effects ins Spiel, dass auch einen 3D-Tracker mitbringt (Motion nur 2D). Die Frage ist: Braucht man das als Copter-Hobbyist (siehe oben)? Und wenn, wie häufig? Denn den Clip, auf den es ankommt, kann man auch in After Effects exportieren und nach dem Compositing wieder in FCPX ersetzen.

      Compressor

      Via FCPX kann man bereits in viele Standard-Formate exportieren, die man danach immer noch mit Handbrake transkodieren kann. Compressor braucht man eigentlich nur, wenn man jegliche Kontrolle beim Export haben will, mehrere Formate gleichzeitig ausspielen will, oder sich eigene Profile anlegen möchte.

      Empfehlenswerte FCPX-Plugins, alle in eigener Verwendung.

      Für Jeden:
      Für Ambitionierte, je nach Grad:
      Kurz noch zum Preis:

      Die Adobe-Suite muss man für einen monatlichen Obolus mieten. FCPX (als auch Motion und Compressor sowie die Plugins) kauft man einmal, danach waren bisher (und sind wohl auch zukünftig) alle Updates kostenlos, egal wie massiv sie sind. Ich habe es bspw. in 2011 gekauft, kann man ja mal monatlich umrechnen. Letztlich muss man die Rechnung also für sich selbst aufstellen. Für Schüler, Studenten oder Bildungsmitarbeiter gibt es übrigens ein drastisch preisreduziertes Bundle.
      Mein Lieblingsgemüse im Winter: Die Marzipankartoffel.

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    • Neben den weiter oben sehr gut beschriebenen "Verdächtigen" gibt es sehr bald (Juni) auch den Avid Media Composer First für den
      "Normal-Sterblichen", nämlich kostenlos:
      film-tv-video.de/event/2017/04…totgesagte-leben-laenger/

      Ich verwende beruflich bedingt den Avid (Newscutter 11) und bin immer wieder über die Übersichtlichkeit und klare Struktur begeistert.
      Auch mein Sohn (15 Jahre) kommt damit klar.

      Grüße Marian
    • Ja, die müssen was tun, und kostenlos ist immer gut. :) Und vier Videospuren reichen im privaten Bereich ja auch völlig.
      Ob es aber Sinn macht, sich privat jetzt noch in den Media Composer einzuarbeiten, lasse ich mal dahingestellt, schaden tut es aber sicher nicht.
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    • Vielen Dank für die Antworten!
      Nun vorneweg, Ich benutze Final Cut Pro X selbst, habe mich aber immer gewundert, ob das die richtige Entscheidung war. Mir war "damals" nur FCP X für Mac bekannt, neben iMovie. Aus iMovie war Ich "herausgewachsen" ("brauchte" mehr Spuren, mehr Effekte,...), sodass Ich mich seit langem gefragt habe, ob Ich da überhaupt das richtige gekauft hab'.
      In letzter Zeit lehne Ich immer mehr in Richtung VFX und so, hab' aber auch nur begrenzt Zeit und komm deshalb nur schleppend voran. Insbesondere das Thema Tracking und "Zeug im Nachhinein einfügen" interessiert mich da, aber mit Motion komm Ich nie weit und finde auch nicht viel auf YT. Einfachere Dinge wie simple Titel erstellen o.ä. sind alles kein Problem, aber 3D ist sehr umständlich (und Ich checks nicht so ganz).

      Meint Ihr es lohnt sich da auf Adobe (After Effects) zu setzen? Und lässt sich das gut mit Final Cut integrieren?

      Das mit den ganzen Plug-ins habe Ich schon seit einiger Zeit nun ins Auge gefasst, die kosten aber alle einen stolzen Preis und als Schüler...
    • Ich pack das mit Eurer Erlaubnis mal hier rein, da FCPX ja wohl nur von sehr wenigen Leuten benutzt wird, und das auch darüber hinaus nur für einen noch kleineren Kreis interessant sein dürfte (wenn hier überhaupt):

      Im Zuge des Black Fridays gibt es ordentliche 40% Rabatt auf die Color Finale Versionen bis Montag (Code: blackfriday2017), und immerhin 30% Rabatt auf Chromatic (Code: FRIBLK17XX).

      Auch wenn FCPX in Kürze mit Version 10.4 auch ein massives Update hinsichtlich des Farbmanagement erhalten wird (siehe unten), bekommt man mit Color Finale u.a. eine sehr gute LUT-Verwaltung und ColorChecker Unterstützung und mit Chromatic das geniale Tracking von Farbmasken mit Mocha-Power.

      ____

      FCPX 10.4 (kommt wahrscheinlich im Dezember):

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von skyscope ()

    • Ein paar kleine Tipps für das Update auf 10.4 (eigentlich auf jede Versuin) zur Sicherheit, solte es morgen zusammen mit dem iMac Pro rausfallen:
      • Die aktuelle eigene signierte Version von FCPX einmal sichern, damit man wieder darauf zurück kann, sollte irgendwas (oder ein dringend benötigtes Plugin) nicht unter 10.4 funktionieren. Dazu im Ordner "Programme" mit der rechten Maustaste auf "Final Cut Pro" und dann "Final Cut Pro komprimieren" anwählen. Es wird ein Zip-Archiv erstellt, dass man dan am besten auf eine externe Platte kopiert bzw. verschiebt. Das gleiche kann man gegebenenfalls auch mit Motion und Compressor machen.
      • Mediatheken erfahren in der Regel auch ein Update, und lassen sich danach nicht mehr mit einer Vorversion öffnen. Man sollte also zumindest von den Mediatheken, die man mit mit 10.4 beabsichtigt zu öffnen, vorher einmal eine Kopie anlegen.
      • Wenn man ganz sicher gehen will, legt man auch eine Kopie vom Ordner "Filme/Motion Templates" an, in dem Effekte, Titel und Drittanbieter-Plugins gespeichert sind.
      Dann kann man (vielleicht schon morgen) problemlos auf 10.4 updaten, und kommt auf jeden Fall einfach und schnell wieder auf 10.3.x zurück, falls es sein muss.
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    • Alles sehr gute Tipps von dir, Skyscope. Danke. Und bevor ich morgen irgendetwas mache, warte ich ab, bis du es als Betatester ausprobiert hast :D
      Besonders interessiert mich, ob du deine alten Mediatheken in der neuen FCPX-Version problemlos öffnen und weiter verarbeiten kannst. Denn auch das war in der Vergangenheit schon mal etwas problematisch.


      Ich denke, dass ich die aktuellen Filmprojekte erst mal fertig machen werde und dann im Januar das Update mache. Wenn die Kohle auf dem Konto ist :)
    • Ich werde einfach mit dem Update arbeiten, meine Mediatheken beinhalten eh kein Footage (verwalte ich extern), insofern sind die sowieso immer automatisch mehrfach gebackupt (über Automator Workflows). Ich bin zu gespannt auf die neuen Farbkorrektur-Tools, und ob meine Hardware damit funktioniert (Tangent Ripple usw.). Zur Not kann ich ja innerhalb weniger Minuten wieder zurück, aber ich bezweifle, dass das nötig sein wird.
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    • Die Color Grading Funktionen, sowie die Möglichkeit endlich eigene Lut's ohne umwege einzufügen sind super und waren schon längst überfällig.
      Das Update lohnt sich auf jedenfall.

      @skyscope:
      Könntest du mir weiterhelfen?
      Ich habe mehrere Clips in der Timeline zu einem Film aneinander gereit. Habe nun einen Clip angeklickt, alle Color Grading Einstellungen vorgenommen und möchte diese nun auf alle anderen Clips anwenden. Wie geht man da am besten vor?

      Muss dies als "Voreinstellung für Effekte sichern" abgespeichert werden und in jeden Clip geladen werden?
      Oder gibts es da einen einfacheren Weg? Zauberstab -> Farbe anpassen ist leider nicht befriedigend.
    • @CaseOne
      • Du wählst den Quell-Clip in der Timeline aus, und gehst im Menü auf Bearbeiten/Kopieren bzw. Shortcut [Befehl] - [C]
      • Dann wählst Du einen oder mehrere Ziel-Clips aus, und gehst auf Bearbeiten/Attribute einsetzen... bzw. Shortcut [Befehl]-[Shift]-[V]
      In dem Dialog kannst Du dann genau bestimmen, welche Attribute des Quell-Clips übernommen werden sollen, also die einzelnen Effekte/Color-Einstellungen, aber auch alles andere über die Effekte hinaus.
      Daher Achtung: Alles, was beim Quell-Clip verändert wurde, also beispielsweise auch eine Transformation / Skalierung, ein Bschnitt oder ähnliches, ist dort vorausgewählt, und sollte dann eben abgewählt werden, wenn Du nur Effekte übernehmen willst.
      Dafür kannst Du in dem Bereich "Videoattribute" mal nach unten scrollen, damit Du alles angezeigt bekommst, und siehst, ob da noch irgendwo ein (unwerwünschtes) Häkchen gesetzt ist, das nicht für den Ziel-Clip eingefügt werden soll.

      Genau so kannst Du übrigens auch einzelne Attribute von mehreren Clips wieder entfernen, indem Du sie auswählst, und dann ins Menü auf Bearbeiten/Attribute entfernen... gehst. EInen Shortcut gibt es dafür Standardmäßig nicht, aber den kannst Du Dir bei Bedarf ja definieren (Menü Final Cut Pro/Befehle/Anpassen).
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von skyscope ()

    • Habe heute auch endlich das Update auf 10.4 gemacht. Die Farbräder, Farbkurven und Farbton-Sättigungskurven sind spitze. Endlich kann man direkt die Farbtemperatur anpassen. Die feinfühlige Einstellung der Farbräder ist Hammer.

      @skyscope
      so langsam muss ich meine Bildbearbeitung auch mit FCPX machen 8)
      Man sieht alles auf einen Blick und kann zwischen den Einstellungen hin und her springen. Diese Übersicht über die gemachten Anpassungen hat man so nicht einmal in Photoshop. Geniales Interface. :thumbsup:

      Hab grad mal versuchsweise ein RAW-Foto reingeworfen. Funktioniert. Aber leider noch nicht Lightroomlike.
    • @Ralf Neverland

      #FCPX 10.4 Farb-Werkzeuge

      Die Farbkurven und vor allem die Farbton-Sättigungskurven sind wirklich genial umgesetzt, meiner Ansicht nach noch besser als in Davinci Resolve. Vor allem, dass man beliebig viele Korrekturkurven einsetzen kann, die Möglichkeit zur Auswahl von Bereichen mit gedrückter Pipette, oder die Möglichkeit, die Kurven zu keyframen ist perfek umgesetztt, ich vermisse nichts mehr. Nur wenn sehr aufwändig getrackt werden muss, geht es noch ins Resolve, denn einfache Tracks (bspw. von Personen, Himmel, Fahrzeugen usw.) gehen auch gut mit SliceX in Verbindung mit Color Finale oder Chromatic.

      Dafür hat hat Apple meiner Meinung nach mit den Farbrädern einen schweren Bock geschossen, denn deren Umsetzung ist völlig inkosistent, sowohl zu anderer Grading-Software, zu etablierten Korrektur-Modellen und auch innerhalb von FCPX selbst.

      Ein wenig Detail, ich verspreche, ich fasse mich kurz: ;)
      Um Luma-Werte / Helligkeiten zu manipulieren, ist das üblich verwendete Standard-Modell "Lift / Gamma / Gain" für dunkle Bereiche / Mitteltöne / Helle Töne.
      Das bedeutet, dass wenn ich mit dem "Lift"-Regler die Schatten bearbeite, sich das zwar auch ein wenig auf die Mitteltöne auswirkt, die Helligkeiten und vor allem Weiss davon aber völlig unbeeinflusst bleibt. Oder der Gamma-Regler, mit diesem manipuliert man nur die Mitteltöne, auf 0 % Schwarz oder 100% Weiss hat Gain keine Auswirkung. So ist es überall woanders auch umgesetzt, bspw auch in Davinci Resolve und Premiere, denn es macht vollkommen Sinn.

      Nicht bei den FCPX-Farbreglern in der aktuellen Umsetzung: Eine Manipulation mit dem Schatten-Regler wirkt sich auf alle Luma-Werte aus, auch in den Helligkeitswerten. Probiere das mal aus: Ziehe die Schatten mal mit dem Regler ganz nach oben, dann fangen die Weisswerte an zu überstrahlen (zu clippen). Das ist ein ziemliches Unding, da man so gezwungen ist, permanent hin- und her korrigieren zu müssen - eine Manipulation der Schatten macht immer auch eine Korrektur der Helligkeiten erforderlich, dann müssen nochmal die SChatten nachkorrigiert werden, usw.

      Der Klopper ist nun, dass das nur im Rec.709 Raum so umgesetzt ist, im Rec.2020 Raum (HDR) nicht, dort funktionieren die Farbräder normal. Das deutet für mich schlicht auf einen Bug hin. Zumal auch die Terminologie "Schatten/Mitteltöne/Helligkeitswerte" etwas anderes bedeutet. Klar, es gibt keinen Industriestandard oder eine ISO-Norm, aber so umgesetzt ist das einfach nur Mist.

      Für mich persönlich ist das nun nicht weiter schlimm, da ich für Luma-Korrekturen bzw. Kontrast sowieso ausschließlich die Kurven verwende, ausserdem kann man das auch im Color-Board machen, das funktioniert nämlich "normal". Und für die Farbkorrekturen über die Farbräder nehme ich sowieso auch weiterhin Color Finale, da ich mit den Apple-Farbrädern (noch) nicht mit der Tangent-Hardware arbeiten kann.

      #Bildbearbeitung mit FCPX

      Nun ja, einen vernünftigen RAW-Converter (wie beispielsweise den von Capture One) kann FCPX nicht ersetzen, daher sollte man seine RAWs zumindest dort (oder in PS, LR etc) "entwickeln" und wenn dann als 16 Bit TIF in FCPX übernehmen. Für generell alle Bilder wäre mir das dann nun auch zu aufwändig, zumal die Programme (allen voran eben Capture One) auch selbst hervorragende Korrektur-Tools haben, die auch immer weiter verbessert werden. Es gibt auch sehr viele nützliche Tools, die FCPX, Resolve und Co. nicht mitbringen.

      Was es nicht gibt - immer noch nicht, denn die Support-Foren sind voll mit Anfragen von Nutzern - sind vernünftige Scopes abseits des hinsichtlich der Aussage ziemlich limmitierten Histogramms. Es fehlen mindestens RGB Parade und Vektorscope, letzteres ist unverzichtbar zur Beurteilung korrekter Hauttöne (Ein Fotograf, der nun versucht ist, auf kalibrierte Monitore und sein geschultes Auge zu verweisen, empfehle ich eine Google Suche, ein guter Startpunkt ist photo-mark.com/notes/color-grading-photography/ und vor allem auch psy.ritsumei.ac.jp/~akitaoka/color16e.html)

      Aber wie gesagt, der Workflow "Fotobearbeitung -> FCPX -> und zurück" ist aufwändig, daher gehe ich eigentlich nur bei 2 Gelegenheiten zur Bildbearbeitung von Fotos in FCPX (oder auch Resolve):
      1. Ich habe eine Portrait-Serie geschossen, und die primäre Korrektur (Weissabgleich, Kontrast, etc.) in Capture One, Photoshop oder auch nur LR vorgenommen. Dann gehe ich mit jeweils einem Bild jeder Person in FCPX und kontroliere anhand der RGB Parade noch mal den Weißabgleich und vor allem die Hauttöne mit dem Vectorscope. Passt was nicht, korrigiere ich (mit Color Finale) und erstelle mir eine LUT, die ich dann wieder in der Fotobearbeitung auf alle Bilder der Person anwende.
        Nun völlig Offtopic: EIne Alternative dazu ist, ein Bild live aus C1,PS oder LR über HDMI wieder zurück in Scopebox zu bringen (oder natürlich einen Vorschaumonitor, der Scopes beherrscht), dann hat man die Scopes direkt in der Fotoberarbeitung zur Verfügung und spart sich das Roundtripping. Divergentmedia arbeitet aber an einer direkten Anbindung von Scopebox zumindest an Photoshop.
      2. Ich shoote Portraits vor Greenscreen, mache ich gerade für Unternehmens-Portrais recht häufig. Dann gehe ich mit allen ausgesuchten Bildern nach der RAW-Entwicklung in FCPX, und nehme dort das Chroma-Keying mit dem genialen Hawaiki-Keyer vor. Da das immer häufiger vorkommt, teste ich aber gerade Photokey 8, um mir diesen Roundtrip vielleicht ersparen zu können.
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    • Zur Info, die Plugins von Coremelt gibt es momentan zur NAB bis 18.04. im Angebot mit 30% Rabatt, Promo Code 30VGS18P
      Empfehlenswert sind Lock&Load als Bildstabilisator, SliceX zum Tracken von Masken (cool in Verbindung mit Color Finale) und TrackX als Planar-Tracker.
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