Der große DJI Spekulations- und Gerüchte-Thread

    ACHTUNG: Mit der neuen EU Drohnenverordnung muß sich jeder Drohnen-Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren und seine Drohne mit der e-ID kennzeichnen! Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier im Shop. Außerdem benötigst Du eine Drohnen-Versicherung. Hier geht es zu unserem Drohnen-Versicherungsvergleich. Informationen zum neuen EU Drohnenführerschein gibt es hier.

    • Im FAQ des SDK steht ja, dass man sich damit in Zukunft auf professionelle Drohnen konzentrieren will. Damit ist die Marschrichtung klar. Ich würde auch bei den nächsten Mavics nicht mehr damit rechnen. (Ich würde bei DJI grundsätzlich niemals -damit rechnen- dass ein feature nachgereicht wird, sondern bestenfalls darauf hoffen. ;))

      Das SDK war für DJI ein Mittel zum Zweck. Damit konnten Brainstorming und Entwicklung für neue Features in die Comunity ausgelagert werden. Das macht DJI ja gerne, siehe alles was bisher für den DIY Markt hergestellt wurde.
      Nun ist man an einem Punkt angekommen an dem die Frage nicht mehr ist, welche neuen Features man entwickeln möchte, sondern welches man in welche Drohne integriert, um sie im Sortiment untereinander abzugrenzen. Zwischen der Mini 2, Mini 3 und Mini 3 pro ist es ja mittlerweile ziemlich eng geworden. Dabei kann sich DJI langsam nicht mehr leisten die Kontrolle über die Features in Form eines SDK aus der Hand zu geben.
      Zudem hat man es einfach nicht nötig ein SDK anzubieten, wenn sich die Drohnen auch ohne verkaufen.

      Ich glaube nicht dass die Zertifizierung etwas damit zu tun hat. Die Drohne wird ja nicht wirklich von einer anderen Software gesteuert, diese wird nur auf das frontend aufgesetzt. Die Kontrolle darüber wie die Drohne deren Input umsetzt, und dass sie sich an ihre Beschränkungen und Sicherheitsprotokolle hält, liegt ja weiterhin bei DJI. Und auch eine radikale Lösung, die Schnittstelle einfach zu sperren wenn sich die Drohne in der EU befindet, wäre eine Kleinigkeit.
      "If I go home with a single Drone still working, I have not done my Job."
      - Botgrinder 2021
    • _Markus_ wrote:



      Betreibt man den Kopter mit einer anderen Software, müsste diese ebenfalls zugelassen werden damit die Zertifizierung bestehen bleibt.
      Nö, eigentlich nicht - denn an der Software des Copters ändert sich ja nix. Auch nicht an der RC selbst.

      Ein SDK ist lediglich eine Befehlsbeschreibung für eine Steuerungssoftware auf dem Handy, bzw. dem Androidrechner in der RC/RC pro. Die muss m.M. keineswegs zertifiziert sein. Kannst Du jetzt im Grunde auch sehen: Über 500m über Startpunkt steigen aktuelle DJI-Drohnen nicht, egal was Du machst. Da spielt es keine Rolle, ob Fly, Go4 oder Litchi hinter der Funke hängt.
    • Ich glaube, dass Waypoints im Laufe dieses Jahres in der FlyApp für alle Drohnen freigeschaltet werden. Denn warum nicht?
      Eventuell wartet DJI noch, bis einer der Hauptkonkurrenten sowas liefert. Aber dass es kommt, steht für mich eigentlich außer Frage.

      Spekuliere ich mal.
    • MajorGriffon wrote:

      _Markus_ wrote:

      Betreibt man den Kopter mit einer anderen Software, müsste diese ebenfalls zugelassen werden damit die Zertifizierung bestehen bleibt.
      Nö, eigentlich nicht - denn an der Software des Copters ändert sich ja nix. Auch nicht an der RC selbst.
      In der DJI Konformitätserklärung der Mavic 3 wird die App-Software explizit als Bestandteil geführt. Das spricht schon dafür, dass eine Software auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss.
    • Warten und hoffen kann man auf ein SDK für die Mavic 3, Mavic 3 Cine und Mavic 3 Classic, Chance meiner EInschätzung nach allerdings auch nur bei wohl gemeinten 25%, und sicher nicht in den nächsten 6-9 Monaten.

      Das MSDK 5.x ist für Nicht-Fly App Drohnen - sprich Enterprise - ausgelegt (kein Active Track usw.), für Fly App Drohnen ist aktuell noch nicht mal mehr was geplant. Und für die Minis sehe ich die Wahrscheinlichkeit generell bei 0.

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      Mal allgemein spekuliert zu einer Mini 4 bzw. kommenden Sub250g Drohnen von DJI (Bezug nehmend auf den Thread Wünsche für eine DJI Mini 4 Pro):

      Sub-250g Drohnen hatten ihre Zeit, zumindest in der EU. Die Frage ist aber, ob DJI in den großen Märkten jetzt weiter die Marketing-Welle der Sub250g Klasse reitet, und wie. Sub 250g hat ja auch für Konsumenten ein paar Nachteile abseits des Feature-Sets, bspw. hinsichtlich Stabilität, Haptik und Wertigkeit - stellt man ja spätestens schnell fest, wenn man als ausschließlicher Mini-Besitzer mal eine Mavic in die Hand nimmt. (plus C0-Höhen-Nachteil, siehe unten)

      Marketing deswegen, weil mit Verfügbarkeit von C1 Drohnen bis 900g (Mavic 3, vermutlich kommende Air 3, usw.) die Sub-250g Drohnen weder in der EU nun nennenswerte Einsatz-Vorteile haben, noch in den USA. Dort müssen sie lediglich nicht registriert werden, müssen aber sonst unter gleichen Bedingungen wie alle anderen betrieben werden (Ken Heron hat eine interessante Talkrunde dazu bei YouTube).

      Und in der EU liegen zukünftige Sub-250g Kameradrohnen in C0, mit dem Unterschied zu C1, dass sie lediglich ohne Kompetenznachweis betrieben werden können, und man in Kategorie A1 mit Vorsatz über einzelne Personen fliegen kann, statt mit C1 Drohnen nur "versehentlich". Das war es. Recht unerheblich, oder?
      Kommt aber noch ein für manche Regionen (Berge usw.) nicht unerheblicher Nachteil von C0 Drohnen ins Spiel: Harte Limitierung auf 120m Höhe.

      Also wie gesagt, zwei Möglichkeiten:
      1. DJI meint (aufgrund ihrer Marktdaten, die nur sie kennen), dass es weiterhin einen Markt für Sub-250g gibt, weil oben Gesagtes noch nicht alle wirklich mitbekommen haben. Im Vergleich der Abverkäufe von Mini 3 Pro und Mini 3 sehen sie, was Mini-Kunden priorisieren: Features oder Preis.
        Bei Ersterem wird es dann hier und da vermutlich bei einer Mini 4 noch etwas mehr Features geben, wobei seitens der Hardware einfach das geringe Gewicht das Limit vorgibt. Was nützt einem bspw. ein größerer Sensor, wenn die Linsen immer scherbiger werden (müssen)? Aber wie gesagt, selbst das könnte da auch funktionieren, ist eine Marketing-Klasse mit Consumer-Fokus.
      2. DJI sieht Sub-250g als reine EInstiegsdrohnen, was sie nun reell ja auch sind, dann bleibt es mehr oder weniger beim bisherigen Hardware-Feature-Set, und die Mini 4 wird lediglich (deutlich) günstiger. Wer mehr haben will, muss eben ein Regal höher greifen, zur vermutlich in diesem Jahr heraus fallenden Air 3.
      Ich spekuliere, 2. wird es werden, und nicht vor Mitte/Ende 2024.


      Was eine vermutlich bald kommende C1-klassifizierte Air 3 angeht:

      Wenn ich DJI wäre, würde ich die kommende Air 3 so (software-) ausstatten und einpreisen, dass sie nicht nur für Neukunden letztlich viel interessanter und preiswerter (im Wortsinn) wird als eine Mini 3 Pro (bspw. 30% teurer, dafür 60% besser, so wie die Mini 3 Pro heute auch viel preiswerter ist als die Mini 3), sondern dass sie auch für heutige Mini-Flieger als Upgrade richtig schmackhaft wird. Denn Drohne mit höherem Preis = logischerweise höhere Marge für DJI.

      Die Air 3 könnte für die folgenden Jahre also wieder die neue C1 Standard-Drohne von DJI werden, mit dem preissensitiven Segment von eher klamm ausgestatteten Minis darunter und dem Hochpreis-Segment der nochmals höherwertigeren und besser (software-) ausgestatteten Mavics darüber. Beispielsweise glaube ich nicht, dass eine Air 3 Waypoint-Missionen abseits Hyperlapse bekommen wird, usw.

      Soviel auch dazu, ob denn in der Mini-Klasse mit markanten Feature-Upgrades zu rechnen ist, was ich eben auch aus diesen Gründen der vertikalen Differenzierung kaum vermute.

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      Du vergisst dabei jedoch die anderen Vorteile einer Mini-Drohne wie:

      - leise und damit unauffälliger
      - leichter zu transportieren, notfalls in der Hosentasche
      - auch über Powerbanks unterwegs nachladbare Akkus
      - weniger bruchgefährdet
      - weniger Gefährdung Außenstehender im Falle einer Kollision
      - zufällige Passanten fühlen sich deutlich weniger bedroht als mit einem schwereren Brummer

      Für mich jedenfalls genügend Gründe, um auch in Zukunft eine Sub-250g Drohne zu betreiben.
      Und wenn ich an meine FPV-Kopter denke, da will ich auch nichts schwereres mehr als ca. 250g.

      Gruß Gerd
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      Ich sehe im Sub-250g Segment noch richtig viel Potential. Ich finde das ist vergleichbar mit Kompaktkamera vs Systemkamera. Letztere sind halt neben Profis nur etwas für Leute die aus dem Fotografieren ein Hobby machen, und dann kein Problem damit haben das Equipment herum zu schleppen. Es gibt aber viel mehr Menschen bei denen die Frage lautet, ob sie auf einen Ausflug überhaupt eine Drohne mitnehmen (überhaupt eine kaufen), oder es sein lassen. Für die ist eine Mini viel attraktiver als eine Mavic. Bei einem großen Teil der Bevölkerung findet eine Mini Platz in der Handtasche, ganz ohne zusätzliches Gepäck. ;)
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      - Botgrinder 2021
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      gsezz wrote:

      Es gibt aber viel mehr Menschen bei denen die Frage lautet, ob sie auf einen Ausflug überhaupt eine Drohne mitnehmen (überhaupt eine kaufen), oder es sein lassen. Für die ist eine Mini viel attraktiver als eine Mavic.
      Sofern der Preis wirklich in dem Rahmen bleibt... und das sehe ich leider nicht mehr. Wir werden wohl wie überall deutliche Steigerungen sehen.
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      gsezz wrote:

      Es gibt aber viel mehr Menschen bei denen die Frage lautet, ob sie auf einen Ausflug überhaupt eine Drohne mitnehmen

      Exakt so einer bin ich. Größe und Gewicht sind für mich der wichtigste Faktor. Für (Semi-)Profis, die mit mehreren großen Alukoffern unterwegs sind, ist das natürlich eher unwichtig. Ich denke auch, dass es wesentlich mehr bequeme Amateure gibt, die mit der Ausrüstung möglichst wenig belastet werden wollen, als Professionals, die einfach nur das Beste rausholen wollen und sowieso kiloweise Ausrüstung mitschleppen. Da macht es natürlich keinen nenneswerten Unterschied, ob die Drohne 250 oder 900g wiegt.
      Gruß
      Peter
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      Echt, das ist das Argument? Dass man als Mavic oder Air 3 Käufer sowieso kiloweise Ausrüstung mit schleppt? Und nur mal am Rande, ich habe mir die Mavic 3 die letzten Wochen öfter in die Jackentasche gepackt, als sie im Case transportiert.
      Wie auch immer muss hier niemand seine Kaufentscheidung rechtfertigen, oder warum er persönlich so gern Sub 250 fliegt, Hier im Spekulatius Thread geht es um Zukünftiges.
      Und ich habe nun mal keine Erwartung an grosse Feature Upgrades bei Sub 250, nicht mehr und nicht weniger. Sollten Gründe und Überlegungen dazu interessant sein, wovon ich irgendwie nicht mehr wirklich ausgehe, oben sind sie zu finden.

      Ansonsten kann gerne jeder meinen oder hoffen, dass von irgendwo ja noch superleichter Feature- Feenstaub auf den Mini 3 Nachfolger fällt, und DJI auch ein Interesse daran hat, möglichst alles schon in seine Einsteigerdrohnen zu packen. Wäre ab und an nur schön zu lesen, was einen denn dazu führt. :)

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      Es summiert sich tatsächlich schon ganz schön auf, wenn es um Größe und Gewicht im prosumer Bereich geht. Größere Drohne bedeutet auch größeres case, größerer Akku, somit noch mehr Gewicht und noch weniger Platz. Für die allermeisten Unternehmungen lasse ich meine Air2s leider daheim, auch wenn die Vorteile was Stabilität und Bildqualität angehen, der der mini3pro deutlich überlegen sind (insbesondere die FlugStabilität).
      Toll wäre es natürlich wenn DJI mit einer kommenden air versucht, die bisherigen Qualitäten etwas kompakter hinzubekommen und somit in Richtung Reise/unternehmungsdrohne zu bekommen.
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      Ich spekuliere mal, dass DJI bei seinen Consumer Drohnen den vom Gesetzgeber gebotenen strikten VLOS Flug umsetzt, indem Übertragungsmässig, zumindest in eine Richtung, nur noch 5,8GHZ benutzt wird und bei CE mit 25mW der VLOS Bereich gut ausgeleuchtet ist, jedoch Fernflüge unter BVLOS unmöglich werden.
      DJI kann dann trotzdem mit hoher Reichweite werben, da 1,2W im FCC Mod schon ordentlich sind.
      Könnte mir auch vorstellen, dass Personen automatisch verpixelt werden, mit der Möglichkeit der expliziten Freischalten via Fly App.
      Verbunden mit einer Haftpflicht bei Kauf wären dass gute Vorraussetzungen für kleine, harmlose und sichere Fotodrohnen für den privaten Massenmarkt.
      weiblich: Immer und überall ein wunderschönes Drohnenflugerlebniss - männlich: Ausleger- und Gimbalbruch
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      skyscope wrote:

      Echt, das ist das Argument? Dass man als Mavic oder Air 3 Käufer sowieso kiloweise Ausrüstung mit schleppt? Und nur mal am Rande, ich habe mir die Mavic 3 die letzten Wochen öfter in die Jackentasche gepackt, als sie im Case transportiert.


      Nein, was andere mitschleppen oder nicht, ist mir natürlich egal. Ich spreche nur für mich (und vermute, dass einige bis viele so denken) und lieber eine Mini anstatt einer Mavic mit sich herumtragen. Zugegeben, der Unterschied, nur die Drohne betrachtet, ist nicht groß und macht sich noch weniger bemerkbar, wenn man ohnehin weitere Film- und Fotoausrüstung mit sich trägt.

      Für mich fühlt sich auf jeden Fall eine Mini 3 in der Jackentasche deutlich angenehmer an, als eine Mavic 3. Aber egal, vielleicht sind meine Jackentaschen auch einfach nur zu klein ...
      Gruß
      Peter