Kompass - Magnetfelder

    • Kompass - Magnetfelder

      Hallo Gemeinde,

      hat jemand Erfahrungen mit extremen “Stahlgewittern“ in der Umgebung?

      Ich war auf der Hansesail und wollte ein paar Aufnahmen machen. Die Aufforderung, den Kompass zu kalibrieren, war permanent, denn alle Versuche dies zu tun schlugen fehl. Zu viel Interferenzen.

      Abgesehen davon, dass sich auch gleich ein paar Ordnungshüter einfanden und auf ein angebliches (vorweisen konnten sie nichts) Drohnenverbot hinwiesen, hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und wie bekommt man Start und Landung auf einem fahrenden Stahlschiff hin?

      Bitte: ich möchte hier nicht die Verbote von irgendwelchen Veranstaltern diskutieren!
    • Zumindest zum Thema Kompass kalibrieren:
      NIEMALS versuchen, ihn in einer magnetisch unsauberen Umgebung zu kalibrieren! Das macht man AUSSCHLIESSLICH auf einem freien Feld unter idealen Bedingungen.

      Spätestens in der Luft würde sich eine fehlerhafte, aber am Boden zwischen Störern als korrekt angezeigte Kalibrierung negativ auswirken, wobei der Mavic vermutlich in den Atti-Modus fallen würde.

      Wenn man in einem magnetisch verseuchten Gebiet fliegen will, dann sucht man sich eine halbwegs neutrale Start- und Landestelle aus und startet den Kopter notfalls aus der Hand, damit er gleich mal an die 2m Abstand zum störenden boden hat.

      Gruß Gerd
    • Danke @GerdSt , das war auch eine der Fragen, die sich mir auftat. Kann er, wenn ich ihn schnell auf Höhe und Abstand schicke (50m) sich selbst wieder kalibrieren? Am Boden hatte ich extreme Probleme ihn nur auf einer Stelle zu halten. Teilweise ein Abdriften trotz Gegensteuern. Hatte nur Glück, dass das nicht in Richtung Wasser ging.
    • yoshi98 schrieb:

      Abgesehen davon, dass sich auch gleich ein paar Ordnungshüter einfanden und auf ein angebliches (vorweisen konnten sie nichts) Drohnenverbot hinwiesen, hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und wie bekommt man Start und Landung auf einem fahrenden Stahlschiff hin?

      Das könnte bereits durch die Drohnenverordnung abgedeckt sein: Einzuhalten sind 100m Abstand von Menschenansammlungen und ebenfalls von Bundeswasserstraßen. Solange du vorbereitet bist und begründen kannst, weshalb diese Verbote hier nicht zutreffen, so ist das alles kein Problem - meiner Erfahrung nach. Da bedarf natürlich einer guten Vorbereitung, aber genau das sollte auch selbstverständlich sein, wenn man auf einem Event wieder Hansesail rumfliegt.


      yoshi98 schrieb:

      Ich war auf der Hansesail und wollte ein paar Aufnahmen machen. Die Aufforderung, den Kompass zu kalibrieren, war permanent, denn alle Versuche dies zu tun schlugen fehl. Zu viel Interferenzen.


      Abgesehen davon, dass sich auch gleich ein paar Ordnungshüter einfanden und auf ein angebliches (vorweisen konnten sie nichts) Drohnenverbot hinwiesen, hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und wie bekommt man Start und Landung auf einem fahrenden Stahlschiff hin?

      In solchen Situationen kann das Fliegen unangenehm werden, weil die Mavic nicht mehr stabil fliegt. Sie versucht mittels falscher Kompass-Werte ihren Flug zu stabilisieren. Du kämpfst quasi im GPS-Modus gegen die Mavic an, die in andere Richtungen fliegen will als du.

      Ich hatte bereits einen Flug auf dem der Kompass beim Start verwirrt war. Ganz offensichtlich war, dass die angezeigte Richtung der Drohne um ca. 30° von der Realität abwich. Es folgten Fehlermeldungen und - so vermute ich - irgendwann ein Reset der internen Komponenten. Der dauerte ca. 10 Sekunden und in der Zeit driftete die Mavic schwer kontrollierbar durch die Gegend. Nach dem Reset in der Luft, war es dann wieder gut.

      Auf einem fahrenden Schiff kannst du landen, wenn es ruhig genug fährt. Das ist aber eine "fliegende Landung", da die Drohne mit gleicher Geschwindigkeit fliegen muss, wie das Schiff fährt. Während der letzten Landephase musst du korrigierend eingreifen, wenn du keine 3m Platz hast. Auf Youtube gibt es ein paar Beispiele mit ruhigen und weniger ruhigen Schiffen:





      Die Kombination aus Magnetische Interferenz, Landung auf fahrendem Schiff und ggf. Bundeswasserstraße wären für mich genug Gründe, es nicht zu versuchen.
    • @resta - danke, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Der Stahlkahn hätte es ohnehin kaum möglich gemacht. Hier rächt sich der fehlende Atti-Mode. Außerdem war kaum eine mögliche Fläche größer als 0,5 Quadratmeter da. Das kriege ich in Ruhe noch hin, aber bei 6 Knoten???

      Mit einer P4 könnte man es wagen, da die sich gut mit der Hand fangen lässt, aber bei der Mavic hab ich mir da schon blutige Finger geholt. ;(
    • yoshi98 schrieb:

      Mit einer P4 könnte man es wagen, da die sich gut mit der Hand fangen lässt, aber bei der Mavic hab ich mir da schon blutige Finger geholt. ;(
      Dann machst Du etwas gravierend falsch. Ich pflücke den Mavic inzwischen fast nur noch aus der Luft anstatt zu landen und hatte trotz anfänglicher Sorge noch niemals Kontakt mit einem Propeller, selbst bei starkem Wind nicht, wo der Mavic nicht mehr ganz so ruig geblieben ist.
      Wichtig ist, "Landing Protection" abzuschalten. Ich greife dann von der Seite kommend kurz hinter den Front-Armen zu und halte mit der anderen Hand den Gasknüppel auf Null bis die Motoren aus sind.

      Gruß Gerd
    • Auf dem fahrenden Boot wäre es wichtig eine zweite Person zu haben, die beim Einfangen geübt ist, da man ja den Mavic nicht hovern lassen kann, sondern die Geschwindigkeit des Bootes halten muss.

      Alleine würde ich es in solchen Situationen auch nicht machen wollen. Ich hab's mal mit meinem Kajak versucht, keine Chance. Kaum fliegt der Mavic an, verbläst er mir das Kajak mit seinem Downwash und der Bug dreht weg, so dass man permanent nachsteuern muss und keine Hand zum Greifen frei hat.

      Gruß Gerd