Erstflug meiner Bugs 2W

    ACHTUNG: Ab Oktober mußt Du Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Erstflug meiner Bugs 2W

      Guten Abend,

      es ist geschafft. Endlich ist das 11 Minutenvideo vom heutigen Erstflug meiner "MJX Bugs 2W" (mit WiFi-FPV-Übertragung - die Bugs 2C hat keine WiFi-FPV Übertragung) online. Es ist nicht gelistet und damit ohne Link nicht bei YT zu finden.

      Das Wetter war zum Zeitpunkt des Fluges recht mau. Es war neblig trüb, die Sichtweite entsprechend gering und daher fehlte auch das Sonnenlicht, um die Landschaft ansehnlich aussehen zu lassen. Aber egal, ich wollte schließlich die Bugs2 testen, wie sie fliegt. Und das tut sie mit GPS-Unterstützung sehr gut. Sie kann sich gut in der Luft halten und ist im GPS-Modus auch sehr Standorttreu und driftet nur wenig ab. Richtig gefallen hat mir der "Return to Home" Modus. Sie kommt sehr zuverlässig zu ihrem Startpunkt zurück und landet dort. Die "Return to Home" Funktion leitete die Bugs heute auch schon von alleine ein. Grund war, dass das Kompassmodul offenbar fehlerhafte Werte lieferte, die der Flugkontroller nicht mochte. Ich hatte schon vor dem Start erhebliche Probleme den Kompass zu kalibrieren. Während es zuhause binnen 20 Sekunden und 3 mal drehen je Achse klappte, habe ich draussen Minuten zugebracht, um den Kompass zu kalibrieren. Ich vermute, dass unter dem Weg, von dem ich gestartet bin, ein Stromkabel entlang geht, welches den Strom der nahen Windräder ins Netz abführt. Dieses dürfte ein starkes elektromagnetisches Feld abgestrahlt haben, welches das Kompassmodul der Bugs verwirrt hat. Als ich diese Fehlermeldung (Fernsteuerung piepte unentwegt) längere Zeit ignorierte, ging die Bugs selbst in den "Return to Home" Modus und landete vor meinen Füßen.

      Und nun zum Video. Es wurde mit der Onboard-FullHD Kamera der Bugs aufgenommen. Da diese Kamera kein Mikrofon hat, gibt es lizenzfreie Musik. Wer sich das Video nicht bis zu Ende anschaut, den kann ich verstehen. Viel spektakuläres gibt es nicht zu sehen. Nur 11 Minuten lang herumgefliege aus Drohnenperspektive. Eine richtige Präsentation der Bugs werde ich später noch nachreichen. Heute war erstmal Testfliegen angesagt. Und hier nun das Video:


      Kritiken und Anregungen sind willkommen. Aber denkt bitte daran, dass es mein erstes Video dieser Art ist. Von daher weiss ich jetzt schon, dass großes Verbesserungspotenzial besteht ;) .
      Zugehöriger Ort

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      Es grüßt der Stefan. Neuling bei den Fliegern und immer offen für Neues und Wissenswertes.

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    • Nabend,

      ich hatte meine Bugs2 heute nochmal bei rund 20-25km/h Wind in 10m auf 100m Höhe geschickt. Wenn ich da die Videos der Mavic, Spark und Phantom hier im Forum so sehe, dann sind die Videos der Bugs2 in keiner Weise damit vergleichbar. Deutlicher Fischaugeneffekt, Jelloeffekt, Bild trotz 1080p leicht unscharf und was sehr stört: ständig wackelnde Kamera, wodurch die Aufnahmen nahezu unansehnlich werden. Die Aufnahmen sehen aus, als hättest einem 4 Jährigen einen Camcorder in die Hand gegeben. Ständig musste sie dem Wind entgegen steuern und entsprechend kam die Kamera wieder in Schieflage. Jetzt überlege ich, im neuen Jahr mir noch über Ebay eine Link zum eBay-Produkt (Firefly Q6) zu ordern. Diese nimmt Videos mit bis zu 4K auf (12MP Bildsensor) und hat ein elektronisch auf Gyroskop basierten Bildstabilisator. Gegenüber Konkurenzprodukten, welche ebenfalls elektronisch stabilisieren, macht die Firefly das wohl am besten. Leider ist dann nix mit Fotos vom Boden aus auslösen und die Aufnahme muss auch vor Abflug gestartet werden. Aber mit 4K aufgenommen, sollten sich auch gut Bilder aus dem Video schneiden lassen.

      Ansonsten, abgesehen von der Kamera macht die Bugs2 ihren Job recht gut. Wenn schon am Boden bis zu 25km/h waren, dann hatte die Bugs in 100m sicher gut zu tun, um ihre GPS-Position zu halten. Aber sie hat es geschafft und das nichtmal schlecht. In 100m Höhe gab es dann auch erste Bildstöreungen auf dem Smartphone (FPV). Hier wurde das WiFi der kleinen Kamera offenbar nicht mehr zu 100% empfangen. Und auch heute meldete sich bei etwa 50% Akku wieder der Kompass. Scheint, als wenn das Kompasmodul irgendwo einen erhöhten Leitungwiderstand hat, sprich, der Kontakt nicht richtig sitzt. Da werde ich das Gerät demnächst mal öffnen und den Stecker nochmal fest rein drücken. Im Gegensatz zu gestern, klappte die Kompasskalibrierung heute vor dem ersten Abflug, auf Anhieb.

      Hier 3 Bilder vom Flug heute (Da Video, als auch Foto mit 1080p aufgenommen werden, heute 3 Bilder aus dem Video):





      Nun denn, stets guten Flug und eine Hand breit Luft unterm Propeller gewünscht :D .
      Es grüßt der Stefan. Neuling bei den Fliegern und immer offen für Neues und Wissenswertes.
    • Neu

      Ich habe mir mal bei YouTube ein Video des Herstellers angeschaut. Der Fehler, der bei mir auftrat, hatte nix mit der Kompasskalibrierung zu tun. Es war schlicht der Akku runter und der Kopter ging irgendwann in ein "LowVoltage-ReturnHome". Da das Display der Fernsteuerung zu dieser Zeit noch 2/4 Balken zeigte, glaubte ich, der Akku wäre noch etwa halb voll und dachte daher nicht an einen leeren Akku. Also, bei den nächsten Flügen kommt der Akku während der Fahrt zum "Flugplatz" in die Jacken-Innentasche, um dass er einigermaßen warm bleibt.

      Im übrigen ist nun eine Firefly Q6 Actioncam unterwegs. Diese hat einen 12MP Sensor und zeichnet angeblich 4K Videos auf. Stimmt allerdings nicht wirklich, da der Chipsatz nicht mehr als 2,5K unterstützt. Die 4k sind also interpoliert. Was für eine Mogelei :rolleyes: . Reicht aber auch. Zudem ist ein elektronischer Bildstabilisator auf Gyrobasis mit drin. Damit sollten wesentlich bessere und weniger wacklige Videos als mit der Bugs2-Onboardkamera machbar sein. Im Zweifel werden die Videos noch mit dem VirtualDub Plugin "Deshaker" zusätzlich stabilisiert. Im Lieferumfang der Firefly ist ein kleines USB-FPV Adapterkabel enthalten, mit dessen Hilfe ich später die Onboardkamera der Bugs gänzlich entfernen und mir das Livebild der Firefly über Androidfähigen 5,8GHz Empfänger aufs Handy streamen werde.

      Tja, Bastler durch und durch eben. Macht Spaß sich alles so selbst zusammen basteln zu können, wie man es gern hätte, statt unveränderbare Fertiggeräte zu kaufen.
      Es grüßt der Stefan. Neuling bei den Fliegern und immer offen für Neues und Wissenswertes.