Datensicherung mittels Cloud

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Datensicherung mittels Cloud

      Hallo,

      ich habe zu Hause eine Synology Diskstation laufen mit 2x2TB gespiegelt. Die Platte ist mit etwa 800GB wichtiger Daten (Bilder, eigene Filme und Daten) belegt.
      Falls etwas zu Hause passiert oder der Blitz einschlägt und beide Platte ruiniert, hatte ich meine Daten noch bei Amazon im Cloud gespeichert.
      Die Daten wurden von der Synology automatisch synchonisiert. Ich habe neue Dateien einfach auf die Diskstation geschoben und kurz danach waren sie synchron mit dem Cloud.
      Ein weiterer Vorteil ist das ich die Daten problemlos über Handy, Tablet oder wenn ich mich bei Amazon einlogge abrufen kann.
      Unbegrenzter Speicherplatz gibt es für $59,99.

      Jetzt hat Amazon diesen Speicherplatz aufgekündigt und bietet mir für 99,99€/Jahr 1TB an.

      Irgendwie bin ich noch unschlüssig was ich machen soll.

      Ich geniesse die einfache Möglichkeit der Sicherung durch die Diskstation und die Möglichkeit auf meine Daten bei Amazon zugreifen zu können.

      Anderseits ist halt 100€ aucht nicht so wenig.

      Alternativen habe ich kostenmäßig nicht gefunden. Nur kleine Clouds oder eben z.B. Strati dases zwar für 7,50€/Monat 1TB anbietet, wenn man aber die Daten mit der Synology synchronisieren möchte dann noch mal 5€ verlangt.

      Es gibt noch die Möglichkeit einen anderen Server irgendwo einzurichten und die Daten dann zu synchronisieren. Dazu benötige ich aber jemandem bei dem ich es machen kann. Und dazu benötige ich nochmals eine Diskstation oder vielleicht auch einen Rasberry (hab ich noch rumliegen). Das ist sicherlich die günstige Alternative, aber eben auch aufwendig zum Einrichten.

      Lange Rede - kurzer Sinn:
      wie macht ihr es eigentlich?
      Es geht mir um die Sicherung der Daten bei Blitzschlag, Einbruch oder Brand.
      cu Jürgen

      Ich bin nur hier weil mich die Klapse nicht wollte....
    • Wichtig ist immer, dass Backups offline gelagert werden, sprich, nicht dauerhaft erreichbar sind (physikalisch getrennt! wirklich wichtig!)

      Im Falle von Fehlkonfiguration, Ransomware Befall, Viren, irrtümliche Löschung, pleite des Anbieters, gehackte Accounts, Beschlagnahmung der Server, sonstige kaum vorsagbare Ereignisse, sind Cloudspeicher, RAID Systeme und sonstige dauerhaft angeschlossene Speicher leider nicht sicher.

      Im privaten Bereich empfehle ich mehrere USB Platten, somit hat man auch eine Historie auf ältere Datenbeständen.
      Zum Beispiel nützlich, wenn man unbemerkt etwas löscht, es aber erst nach einem halben Jahr bemerkt.

      Der Vorteil von USB Platten, günstig, eine entferne Aufbewahrung ist problemlos möglich und alles ist physikalisch getrennt.
      Verschlüsselte Datensicherungen empfehle ich wiederum nicht, hier ist sonst wieder ein weiterer Fallstrick aktiviert.

      Noch ein kleiner Tipp, Festplatten benötigen alle 1 bis 2 Jahre eine kurze Aktivierung. Vergessene Festplatten, die erst wieder nach 10 Jahren reaktiviert werden, sind in 70% der Fälle defekt (Probleme mit dem Lager). Wenn man das beachtet, kann man super lange freunde mit diesem Datenspeicher haben. Wie gesagt, unbedingt mehrere USB Platten nutzen, auch um eine zeitliche Historie zu bekommen. Ein Zyklus sollte mindesten ein Jahr betragen.

      Das sind alles Anregungen und können natürlich auch kombiniert werden, z.B. für das Generationenprinzip, auch Großvater-Vater-Sohn-Prinzip genannt.
    • Datensicherung in einer Cloud? Bietet viel Comfort aber Sicherheit? Niemals für sensibele Daten. Ich verstehe nicht, wenn Du eine Synology hast, warum Du Dir den Comfort nicht darüber holst. Synology hat hier geniale Apps. Mit QuickConnect bekommst Du Online-Zugriff auf die Daten. Das ist schon mal sicherer als eine OnlineCloud. Mit DynDNS und entsprechender Konfiguration geht es sogar noch sicherer. Wobei es auch hier keine 100%ige Sicherheit gibt.

      O.K., für einen eigenen Online-Cloud-Service solltest Du schon eine Upload-Bandbreite habe, da Du aber Deine Syno mit der Amazon-Cloud Syncst braucht Du auch schon Bandbreite.

      Mit RAID1 hast Du ja schon eine rel. gute Sicherheit. Für den Blitzeinschlag gibt es auch zuverlässigen Überspannungschutz. Dennoch sind Daten-Backups wie sie @S t e f a n beschrieben hat, unerlässlich. Auch bei einem Online Cloudservice nicht.

      Bei sensible Daten Synce ich ständige direkt im Betrieb die Drives meiner Rechner mit meiner Synology. Alles andere wird auf externen Platten (inzw. nur noch 2,5“) gesynct bzw. gesichert.
    • Es gibt natürlich verschiedene individuelle Strategien, aber das hier von Stefan ist - was Cloud-Speicher angeht - dreimal zu unterstreichen, und sollte auch nicht unterschätzt werden:

      S t e f a n schrieb:

      Im Falle von Fehlkonfiguration, Ransomware Befall, Viren, irrtümliche Löschung, pleite des Anbieters, gehackte Accounts, Beschlagnahmung der Server, sonstige kaum vorsagbare Ereignisse, sind Cloudspeicher, RAID Systeme und sonstige dauerhaft angeschlossene Speicher leider nicht sicher.
      Cloud-Speicher kann man für den Komfort nutzen, auf seine Daten von Überall zugreifen zu können, und als zusätzliches Backup. Die Cloud ersetzt aber aus oben genannten Gründen keinesfalls eine eigene Offline-Backup-Strategie, egal, was irgendwelche findigen Marketing- und vermeintliche Experten raten.

      Grundsätzlich ist ein NAS oder auch ein DAS (Direct Attached Storage) mit mindestens 4 Bays für Festplatten in einer Raid 5 - Konfiguration vor allem bei höherem Speicherbedarf schon mal eine gute Ausgangslage. Eine der Festplatten kann dabei ausfallen, ohne Datenverlust zu erleiden, und durch die Verteilung von Daten auf mehrere Platten ist zudem die Schreib/Lesegeschwindigkeit höher, als wenn man Single-Drives anschließen und verwenden würde.
      Wer noch mehr will, betreibt ein 6-Bay NAS (oder DAS) mit Raid 6, dann können gleichzeitig auch zwei Festplattenausfälle ohne Datenverlust verkraftet werden, und die Geschwindigkeit ist noch mal höher.

      Aber gleichgültig, ob man ein NAS/DAS betreibt, oder auch einzelne (interne/externe) Festplatten oder SSDs, wichtig ist immer auch eine Offline-Offsite-Backup. Offsite bedeutet, dass man seine Daten zusätzlich ausser Haus archiviert - nur so ist man auch für die Eventualitäten des Datenverlustes durch Diebstahl, Brand, Kurzschluss, und so weiter, abgesichert. Ich habe da schon Pferde in meinem Bekanntenkreis kotzen sehen: Vom Verlust von Arbeitsergebnissen der letzen paar Monate bis zum Verlust von zigtausenden Familienfotos aus über 10 Jahren war alles schon dabei. (Häufiger Grund ist übrigens die irrtümliche Löschung der Backup-Festplatte, bspw. weil man ein frisches eingerichtetes System mal eben auf einer vorhandenen Backup-Platte grundsichert, oder bei einem frisch installierten Mac ein TimeMachine-Backup anwirft)

      Wie man das alles macht, ist wie gesagt individuell, ebenso, wo man die Festplatte/n mit den Backups hinterlegt. In meinem Fall sind die Daten vierfach auf verschiedenen Laufwerken gesichert: 1 x natürlich regulär auf dem Arbeits-"Laufwerk", 1 x als lokales Backup (täglich mittels Carbon Copy Cloner), 1 x als Backup für die Offsite-Hinterlegung, und 1 x bereits Offsite-hinterlegt.
      Offsite heißt in meinem Fall, dass ein Satz mit allen Daten im Safe im Keller meiner Eltern liegt. Die beiden Offsite-Sätze werden in zyklischen Abständen (in meinem Fall alle 3 Monate) durchgetauscht. Betreibt man kein DAS/NAS/SAN im geeigneten RAID mit dementsprechend eigener Ausfallsicherheit, oder hat man eine hohe Aktualisierung vieler verschiedener Daten, sollte dieses Durchtauschen entsprechend häufiger erfolgen. Zusätzlich habe ich ausgesuchte wichtige Daten noch in einer eigenen Cloud-Lösung (siehe unten) auf einem eigenen dediziertem Webserver (Server-Housing) liegen.

      Abraten würde ich noch davon, sein gesamtes einziges NAS für einen Online-Zugriff zu öffnen, völlig egal, ob man das selbst via DynDNS handelt oder eine Hersteller-Infrastruktur etwa von Synology, Western Digital, oder andere nutzt - es ist einfach zu unsicher, wenn man nicht wirklich Erfahrung damit hat und sich nicht permanent über entstehende Lücken informiert und sich darum kümmert.
      Wenn denn unbedingt ein Online-Zugriff auf bestimmte Daten notwendig ist, schaltet man dazu ein eigenes kleines NAS mit ausgesuchten Daten im eigenen lokalen separaten Subnetz (bspw. ein WD MyCloud Single Drive) auf, oder betreibt einen eigenen Webserver mit einer kostenlosen Cloud-Lösung wie bspw. Nextcloud, deren Datenbestände sich automatisch mit ausgesuchten lokalen Ordnern synchronisieren (quasi wie bei Dropbox, aber eben in völlig eigener Datenhoheit), und auf die wiederum via Browser oder Apps dann online zugegriffen werden kann.
      Gebe ein paar DJI-Copter und sonstiges Zubehör ab --> mein Profil/Pinnwand

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von skyscope ()

    • Danke für die vielen Anregungen.
      Für Bilder habe ich noch den Amazon Prime Zugang, wo man unbegrenzten Bildspeicherplatz hat.

      Auch der Aspekt mit dem Virenbefall hat mir zu denken gegeben. Und klar, wenn einer hackt und die Daten löscht ist der Cloud und die Diskstation gelöscht.

      Ich denke ich werde es mit mehreren Festplatten machen. 1x 1TB habe ich noch rum liegen. Ich werde mir dann noch 2 Stück mit je 2Tb kaufen. Auf Dauer gesehen günstiger als der Cloud.

      Jetzt muss ich erst mal bei der Synology schauen welche Sicherungsmöglichkeiten es da gibt. Es ist sicher sinnvoller direkt an der Diskstation zu sichern als über den PC das zu machen.
      Wichtig ist natürlich das die Daten lesbar sind auch ohne Diskstation.
      cu Jürgen

      Ich bin nur hier weil mich die Klapse nicht wollte....
    • Was Stefan da zusammengeschrieben hat kann ich nur bestätigen. Von einer "Datensicherung mittels Cloud" kann ich aus eigener Erfahrung* nur abraten. Genauso ist es mit der Nutzung von Anwendungen, die in einer Cloud laufen und mit wichtigen Daten arbeiten wie z.B. Kalender und ähnliches.

      Und: es gibt auch ein Leben danach, auch wenn die Daten weg sind ;)


      *) kostenpflichtiger Gruppen-Kalender (Arbeitsberichte weltweit tätiger Mitarbeiter zu Abrechnungszwecken) bei 1&1 wurde von einem Tag auf dem anderen abgeschaltet. Eine Wiederherstellung der Daten war nicht mehr möglich. Angeblich hatte 1&1 ein Jahr vor Abschaltung per Telefon gekündigt. Einen Nachweis der Kündigung konnte 1&1 nicht erbringen.
      In dem 1&1 Angebot wurde besonders darauf hingewiesen, dass man sich selber nicht mehr um die Datensicherung kümmern braucht da diese in dem Angebot enthalten sei.
      Das Ende vom Lied: Klage am Sitz von 1&1 in Montabaur auf Wiederherstellung der Daten ohne Erfolg. Der Richter begründete sein Urteil damit, dass sich jeder um die Sicherung seiner Daten selber kümmern muss :(
      Gruß aus der Nordheide
      GThomas

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von GThomas ()

    • ich hab inzwischen ein ganzes Museum von externen USB-Platten (und ausrangierten Apfelkisten) :D

      Wichtige Sachen hab ich auch online an zwei Stellen gebunkert. Sachen, die einen Weltkrieg auslösen können und daher heikel sind, wenn sie gecloud werden, hab ich nicht. 8)

      Schöne Fotos lasse ich sogar manchmal entwickeln auf Fotopapier oder Aludibond. ;)