LRTimelapse

    ACHTUNG: Ab Oktober mußt Du Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.



    • So. Hier ist mal ein Beispiel von mir, bei dem ich mich an die ideale Belichtungszeit und das ideale Intervall (zeitlicher Abstand der Einzelauslösungen) herangetastet habe. Am besten ist es mir in der Sequenz ab 0:17 min gelungen. Ganz einfach war das nicht, weil die Aktion zumindest genau an diesem Ort nicht mehr reproduzierbar war. Zusammengesetzt habe ich den Zeitraffer noch mit LRTimelapse 4. Am besten im Vollbild (fullscreen) angugga. Wenn es hakelt, bitte bisschen am Zahnrad drehen. Ist nämlich in Auflösung max. UHD.

      @Crystex
      Ich denke, jetzt ist es etwas klarer, was ich oben geschrieben habe. :)

      Wenn ich die Belichtungszeit kürzer gewählt hätte (ohne ND-Filter) dann wäre der Zeitraffer extrem unangenehm, zappelig und anstrengend zum Anschauen. Wenn ich das Zeitintervall länger gewählt hätte, dann wäre die Abspielgeschwindigkeit zu hoch und die bewegten Objekte würden springen (wegen zu langer Dunkelzeit, in der nicht belichtet wird).

      Tipp: Belichtungszeit möglichst lang (aber nicht zu lang) und Intervall möglichst kurz (kürzer als Belichtungszeit geht natürlich nicht und ganz ran kommt man auch nicht, weil die Kamera dann die RAW-Daten nicht mehr schnell genug wegschreiben kann).

      Hier ist ein 100%-Ausschnitt aus der Original-Foto-Aufnahme (ohne Video-Filter, nur mit Lightroom entwickelt in Original-Größe):


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    • wow. echt flink, das Pflänzchen.

      nochmal zum Thema Belichtungszeit und Intervall, denn das ist meiner Meinung nach mit das Wichtigste beim Zeitraffen: Was legt man zuerst fest? Intervall oder Belichtungszeit?

      Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil es zusammenhängt. Was möchte man zeigen? Wie lange dauert das? Wie lange soll die Sequenz im Film werden? Wie viel Bewegungsunschärfe sollen die bewegten Objekte im Einzelbild haben?

      Mein Ansatz im Gewächshaus war zuerst das Intervall festzulegen. Als ich bei der Aufnahme gemerkt habe, dass die Einzelbilder nicht perfekt waren, habe ich die Strategie umgeändert und habe die Belichtungszeit zuerst festgelegt und dann das Intervall so kurz wie möglich eingestellt.

      Gut ist es auf jeden Fall, wenn man vorher ungefähr weiß, wie lange die Aktion dauert. Einfacher hat man es, wenn die Aktion dauernd stattfindet (z.B. ziehende Wolken). Schwieriger ist es, wenn man mehrere sehr unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeiten hat und diese Bewegungen auch noch willkürlich gestoppt werden (z.B. Baustellenzeitraffer).

      Letztendlich ist man dann beim Filmschnitt auch noch etwas flexibel und in LRTimelapse kann man bei der Ausgabe der Sequenz auch noch eine Art Bewegungsunschärfe in drei unterschiedlichen Stufen erzeugen. Das ist aber keine echte Bewegungsunschärfe. Den Unterschied sieht man deutlich. Es macht das Spielen mit der Zeit flexibler.

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    • Ralf Neverland schrieb:

      ...seit ein paar Tagen gibt es von LRTimelapse die Version 5.
      LRT 5 ist für mich eines der besten Updates überhaupt, mal anhand von 2 Features erläutert, wobei mein Einsatz allerdings manchmal etwas speziell ist, da ich auch sehr viele Langzeit-Zeitraffer aus den Aufnahmen von hochauflösenden Baustellenkameras aus manchmal 12 Monaten erstelle.

      Dabei müssen immer 2 Filme ausgespielt werden: Einmal natürlich in Vollauflösung zur Verwendung für weitere Filmprojekte, einmal aber auch als niedrig aufgelöste Version zur direkten Ansicht/Kontrolle/Archivierung für das Bauunternehmen und den Bauherren mit eingeblendeten Zeitstempeln.
      Bisher war das insofern sehr aufwändig, vor allem zeitlich, da jede Sequenz im Prinzip von Grund auf doppelt prozessiert werden musste. Einmal normal, und ein weiteres Mal, um eben in Lightroom die Bilder noch mal mit eingeblendeten Zeitstempeln zu versehen (Plugin LR/Mogrify 2) und noch mal für LRT zu exportieren.

      In LRTimelapse 5 kann man nun einfach die normale Sequenz zusätzlich mit Zeitstempel versehen und als Video rendern lassen, es entfällt also ein weiterer Export aus Lightroom. Bei bis zu 60.000 Bildern pro Sequenz ist das eine immense Zeitersparnis!

      Das weitere Feature ist das Rendern von mehreren Sequenzen bzw. das verbesserte Batch Prozessing. Man kann mehrere Seuenzen vorbereiten und dann einen gemeinsamen Export aus Lightroom und LRT anstossen. Dadurch kann man die Rechner unbeaufsichtigt über Nacht arbeiten lassen, ohne jeweils nach Beendigung einer Sequenz eine weitere händisch anstossen zu müssen - ebenfalls eine immense Zeitersparnis.