Rechtliche Grundlagen zum Fliegen im Naturschutzgebiet Teck

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    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Rechtliche Grundlagen zum Fliegen im Naturschutzgebiet Teck

      DJIPHV+ schrieb:

      @quadle
      Was ist mit dem "Hörnle", wenn er z.B. DMFV-Mitglied ist, ist er dann nicht "in"?
      Übrigens ist ja wohl ganz in der Nähe ein "richtiger" kleiner Flugplatz!
      Nachdem ich in einem anderen Thread mit einem Video zur Burg Teck nach den eigenheiten zum Naturschutzgebiet Teck gefragt wurde, mache ich hier mal ein oaar Ausführungen zu den Regeln, die am „Teckberg“ beachtet werden müssen.

      Der „Teckberg“ ist ein bereits im Jahr 1999 von der Landesregierung Baden-Württemberg ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Entgegen zu vielen Naturschutzgebieten ist hier unter bestimmten Rahmenbedingungen das Fliegen von Modellfluggeräten möglich.

      Zum einen sollte man wissen, dass am Teckberg eine tolle Thermik herscht. Diese wird vor allem von (bemannten) Segelfliegern für den Aufstieg in Höhen bis hin zu Fernflügen genutzt. Aus diesem Grund haben sich im näheren Umfeld mit Hahnweide in Kirchheim und Segelfluggelände Teck in Bissingen zwei Segelflugplätze niedergelassen, die teilweise einen durchgängingen Betrieb haben. Hinzu kommt noch die Segelflugzeug herstellende Firma Wolff-Hirth in Nabern, die einen eigenen Flugplatz betreibt. Die Flugplätze Nabern und Bissingen tangieren mit der 1,5 km Grenze das NSG Teck nur an der Nordspitze. Die „Hahnweide“ ist da schon weiter weg. Dennoch sollte man infolge des hohen Segleraufkommens an der Teck immer mit manntragendem Flugverkehr rechnen und das tückische, einen Segler hört man oft selten sich nähern.

      Kommen wir zurück zum Flugmodellsport. Dazu gibt die Beschreibung des „Naturschutzgebietes Teck“ eindeutig Auskunft.

      Naturschutzgebiet Teck schrieb:

      §4 Verbote
      ...
      (5) Insbesondere bei Erholung, Freizeit und Sport ist es verboten:
      ...
      11. Luftfahrzeuge aller Art zu betreiben, insbesondere das Starten und Landen von Luftsportgeräten (z. B. Hängegleiter, Gleitsegel, Ultraleichtflugzeuge, Sprungfallschirme) und Freiballonen sowie das Aufsteigenlassen von Flugmodellen. Ausgenommen ist die Ausübung des Modellflugsports am Hohenbol und am Hörnle unter Beachtung der in Anlage 1, I. zu dieser Verordnung genannten Bedingungen; die Anlage ist Bestandteil der Verordnung. Weiterhin ist das Modellfliegen am Parkplatz Bölle auf dem in der Karte zur Verordnung sowie in der Natur markierten Start- und Landeplatz erlaubt;
      Jetzt scheint der Modellflugsport am „Hohenbol“ und am „Hörnle“ erlaubnissfähig zu sein. Jedoch sollte man dabei die Anlage 1 zu dieser Beschreibung beachten.

      Anlage 1 zum Naturschutzgebiet Teck schrieb:

      Für § 4 Abs. 5 Nr. 11 und 12 gilt nachrichtlich die Erlaubnis des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 13. Juni 1994 an das Bürgermeisteramt Owen (Az.- 27-3846-M-Teck/8)
      • für Segelmodellflugbetrieb und Steigenlassen von Drachen
      • gültig für Hörnle und Hohenbol
      • stets widerruflich
      • in und außerhalb der erlaubnispflichtigen Zonen am Hörnle und Hohenbol.

      Danach sind das Bürgermeisteramt Owen und der Modellsportclub Kirchheim/Teck befugt, Berechtigungsscheine für den Betrieb von Segelflugmodellen unter folgenden Auflagen und Bedingungen auszugeben:
      ...
      Also ist am „Hörnle“ sowie am „Hohenbol“ nur das Fliegen mit Model-Segelflugzeugen sowie zusätzlich einem Berechtigungsschein der vom Bürgermeisteramt Owen oder vom „Modellsportclub Kirchheim/Teck“(nicht nur die Mitgliedschaft im DMFV) erteilt wurde, der Flugmodellsport erlaubt.

      Darüber hinaus ist aber auch das Fliegen am Parkplatz Bölle und an den dafür ausgewiesenen Start- und Landeplätze erlaubt.

      Soweit mal zu den aktuell bekannten Regelungen. Ich werde demnächst noch eine Karte mit den erlaubten Plätzen hier einstellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von quadle ()

    • Die Burg Teck liegt nicht innerhalb der o.g. Flugsektoren des dort ansässigen Modellsportclubs modellflugteck.de/


      Um die Burg selbst gilt also das Naturschutzgebiet als Einschränkung zu beachten.
      Oder anders. Eine Erlaubnis über das Bürgermeisteramt Owen oder den Modellflugverein an der Teck gilt nicht für den Flug um die Burg.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von RC-Role ()

    • Nach der NSG-Beschreibung ist eben das Fliegen mit Modellflugzeugen generell verboten.

      Ausnahmen:
      • Für den Startplatz „Hörnle“ und“Hohenbohl“ mit der in Anhang I beschriebenen Einschränkung (Nur Segler und mit Berechtigungsschein). Der Berechtigungsschein schließt dabei auch die für den jeweiligen Startplatz beschriebene Flugzone sowie Flug-/Landebereiche mit ein.
      • Am Parkplatz Bölle sowie an ausgewiesenen Stellen.
      Natürlich gelten weiterhin die Regelungen der LuftVO und hier vor allem das Fliegen in Sichtweite des Steuerers. Somit ist mit den freigegebenen Startplätzen das Fliegen um die Teck nicht möglich. Darüber hinaus ist die erstgenannte Ausnahme für uns als Drohnen-Piloten (wie auch viele andere Modellsportflugzeuge) so oder so nicht anwendbar.

      Es handelt sich aber hier nicht nur um die Burg Teck selbst, sondern um die Betrachtung des gesamten NSG-Teck, dass den gesamten „Teckberg“ einnimmt.
    • DroneFuchs schrieb:

      quadle schrieb:

      Dennoch sollte man infolge des hohen Segleraufkommens an der Teck immer mit manntragendem Flugverkehr rechnen und das tückische, einen Segler hört man oft selten sich nähern.
      Als "verantwortungsbewusster" Pilot sollte man dort aufgrund der Segelgegebenheiten gar nicht fliegen
      Da bin ich etwas anderer Meinung. Natürlich sind die Segelflieger bemannt und bei einem Unfall ist da der Schaden groß. Meinem Freund, der Drohnenbauer, den ich schon paar Mal erwähnt hatte, ist sowas schon einmal passiert. Er war der Pilot des Fliegers: Segelflieger-Absturz

      Da einer Person, die sich an die Regeln hält, bewusst ist, dass man eine Erlaubnis braucht, wird diese auch vorsichtig sein (davon gehe ich mal aus). Ebenso zeigt ein Blick in die App der DFS den Flugplatz auch an. Ich würde zwar rumfliegen, aber aus Rücksicht auf die Segelflieger nicht unbedingt mit FPV-Brille sondern LOS. So sieht man nicht nur den Bereich vor sich, sondern vom Boden aus den kompletten Luftraum um die Drohne. Wenn die kleine Drohne in dem Bereich gesehen wird, dann sieht man als Drohnenführer auch eine sich näherndes Segelflugzeug, welches wesentlich größer ist.

      Natürlich kann man auch beim Flugplatz anrufen und nachfragen, ob viel Betrieb ist. Bei viel Betrieb würde ich vielleicht doch nicht abheben oder in sehr geringen Höhen fliegen.
    • eM-Gee schrieb:

      Da einer Person, die sich an die Regeln hält, bewusst ist, dass man eine Erlaubnis braucht, wird diese auch vorsichtig sein (davon gehe ich mal aus).
      Dein Idealismus ehrt Dich, allerdings kann man erfahrungsgemäß nicht einfach davon ausgehen, dass sich die Leute immer an Regeln halten, um erforderliche Erlaubnisse ersuchen, oder auch nur rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst unterwegs sind.
    • skyscope schrieb:

      eM-Gee schrieb:

      Da einer Person, die sich an die Regeln hält, bewusst ist, dass man eine Erlaubnis braucht, wird diese auch vorsichtig sein (davon gehe ich mal aus).
      Dein Idealismus ehrt Dich, allerdings kann man erfahrungsgemäß nicht einfach davon ausgehen, dass sich die Leute immer an Regeln halten, um erforderliche Erlaubnisse ersuchen, oder auch nur rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst unterwegs sind.
      Was heißt Idealismus? Das ist meine vorgehensweise, ich halte mich an die Regeln. Ist vermutlich auch zum größten Teil meiner Aus- und Weiterbildung und des beruflichen Werdegangs geschuldet. Ich bin der Meinung, dass man erst Spaß haben kann, wenn alles abgeklärt ist. Ich hätte zum Beispiel keine Lust darauf, irgendwo rum zu fliegen und die ganze Zeit Angst zu haben, dass gleich die Polizei oder sonst wer neben mir steht, zumal ich mir gut vorstellen kann, dass die Strafen nicht gerade gering sein werden.
    • Ruhig Blut. :) Das ist auch meine Vorgehensweise, aber ich bin nicht so idealistisch anzunehmen, dass alle so vorgehen. Ich würde sogar annehmen, dass die wenigsten sich vorher eingehend informieren, oft weil sie einfach um der Notwendigkeit nicht wissen. Die wenigsten sind in einem Forum unterwegs oder in einer entsprechenden Facebook-Gruppe, und kennen vielleicht die 100m Regel und dass sie Abstand zu einem Großflughafen halten müssen, und das war es dann auch.
      Manche wissen auch genau Bescheid und halten sich dennoch nicht daran, oder es ist ihnen schlicht egal. Hauptsache, ein paar mehr oder minder schönen Aufnahmen sind im Kasten. Ja, wenn es hoch kommt, dann wird vielleicht mal die DFS App angeworfen, aber wieviele schauen sich wohl Landschaftspläne an?
    • DroneFuchs schrieb:


      Als "verantwortungsbewusster" Pilot sollte man dort aufgrund der Segelgegebenheiten gar nicht fliegen...
      Genau das sollte die entsprechende Quintessenz für uns Drohnenpiloten aus den besonderen Gegebenheiten am Teckberg sein.

      Das Motiv lädt natürlich immer zu einem Aufnahmeflug ein und die am Wochenende vielen Modell-Segel-Flieger geben einem das Gefühl, „wenn die dortFliegen, darf das auch jeder andere Modellflieger“.

      Die Co-Existenz der beiden Segelflieger-Gruppen (Modell und Manntragen) funktioniert am Teckberg bereits seit Jahrzehnten ohne besondere, mir bekannte Vorkommnisse. Das liegt aber eben an den entsprechenden Regelungen, die „beiden Seiten“ bekannt sind und an die sich „beide Seiten“ auch tunlichst halten.

      Zwischenzeitlich erhält man als Segel-Modellflieger auch nur noch dann eine Starterlaubnis (lt. Berechtigungsschein) wenn ein Flugleiter vor Ort ist. Bisher war das nur am Wochenende der Fall.
    • skyscope schrieb:

      Ruhig Blut. :)
      Ich war/bin ruhig ;)

      quadle schrieb:


      Die Co-Existenz der beiden Segelflieger-Gruppen (Modell und Manntragen) funktioniert am Teckberg bereits seit Jahrzehnten ohne besondere, mir bekannte Vorkommnisse.
      So sollte dies auch sein meiner Meinung nach. Nicht nur, weil ich scheinbar eine idealistische Ansicht habe ;) Selbst wenn ich bewusst auf alle Gesetze und Regelungen pfeife, so will ich doch trotzdem, dass meine Drohne, für welche ich durchaus über 1.000€ ausgegeben habe, auch wieder heile runter kommt und nicht zusammen mit einem Segelflieger drauf geht.

      Diet schrieb:

      In der DMFV-App ist sogar die Telefonnummer von EDTN angeben ...


      Habe auch beide Apps auf dem Handy. Die der DFS und die der DMFV. Kann ja mal sein, dass eine einen Fehler hat oder schneller aktualisiert wurde.
    • Liebe Kollegen, es ist ehrbar und vernünftig wie die beteiligten User hier reagieren.

      Aber seien wir uns sicher, zu 90% oder mehr könntest auch mit einer Wand reden.

      Mich wundert, das zB der Pilot des Teckberg-Videos sich nicht der Situation stellt.

      Wie viel Fluggeräte werden verkauft? Wie viele Neueinsteiger haben wir hier? Und wenn, dann meist nur, weil die versprochenen 7km Reichweite nicht erfüllt werden oder weil man kein Manual liest und Probleme hat.

      Die Werbung suggeriert grenzenloses Flugvergnügen, und viele meinen, sie hätte hätten ein verbrieftes Recht überall fliegen zu dürfen.

      Es macht auch keinen Sinn über den Sinn oder Unsinn eines NSG in 80-100m Höhe zu diskutieren.

      Es ist wie mit dem Tempo 30 Schild, man muss die Verantwortlichen fragen, was der Sinn und das Ziel ist. Aber so lange es da steht....ist es ein Fakt.

      In der total vernetzten Gesellschaft kann man sich kaum noch mit Unwissenheit heraus reden. Die Apps zeigen dir fast alles an.

      Und für die Verweigere der App-Fliegerei, ich schaue zu Hause erst beim Landesamt auf die Karte und mache mich schlau.
      Vor Ort sind die Schilder NSG oft derart weitläufig aufgestellt, das man es schon übersehen kann.

      Aber die Sensibilität in unserer Gesellschaft nimmt leider radipe ab.
    • Die andere Seite

      Pehaha schrieb:

      Mich wundert, das zB der Pilot des Teckberg-Videos sich nicht der Situation stellt.
      Die Frage ist, was ihn zu dem Flug bewogen hat, dessen Video er hier im Videowettbewerb zur Schau stellt.
      Vielleicht nach dem Motto: Wenn ich hier beachtet werden will reicht es nicht, nach Island zu reisen und nen Wasserfall zu filmen. Dafür gibts keine Likes mehr hier. Da muss es schon was besonderes wie die Burg Teck sein.
      Im Ernst: Was besonderes zeigen zu wollen -aus welchen Gründen auch immer- lässt einen schon mal Grenzen überschreiten. Daran sind aber auch die beteiligt, die es gut finden sollen. Und wenn deren Ansprüche immer höher werden...
    • Schaut, niemand ist unfehlbar. Die einen schauen halt vor dem Fliegen nicht in eine App oder kümmern sich nicht um Landschaftspläne und -Karten, die anderen nicht um den Bereich oder den Thread, in dem sie ihre Beiträge schreiben. @quadle hat diesen Thread hier ja extra im Rechtsbereich erstellt, um das Thema unabhängig von dem (oder einem) konkreten Video zu halten, daher sollten wir das doch jetzt nicht wieder miteinander vermischen...
    • Deswegen können wir auch nicht immer Vorsatz annehmen. Nennen wir es mal Unwissenheit.

      Und zugegeben, die Verführung ist groß.

      Ob man in der Höhe die Natur stört ? Obwohl bei Greifvögel merkt man oft, das sie einen nicht mögen, das aber auch außerhalb von Schutzzonen.

      In Sachen Naturschutz sehe ich die tiefen Flüge eher als störend.

      Umgekehrt bei Mann tragendem Fluggerät, je höher desto fliegen sie.

      Aber wenn man sich die Karten anschaut, dann wundert man sich gewaltig das NSG an Stellen sind, wo man sie gar nicht vermutet und das Regionen die ich zB schützenswert finde...kein NSG sind.

      Die Definition "kein Modellflug" in NSG ist eh etwas aus veraltetem Wissensstand abzuleiten.

      Da denkt der Amtsschimmel vermutlich immer noch Verbrenner mit Kraftstoffen und viel Lärm. Tiefflüge usw.

      Aber E-Modelle ? Wie gehen ja mal nicht davon aus, das jemand mit einem Racer unbedingt im NSG durch die Brutkolonie fegt.

      Aber ist müßig......schlaue Eierköpfe mit wenig Sachkenntnissen dürfen entscheiden.

      C'est la vie.
    • Pehaha schrieb:

      Aber E-Modelle ? Wie gehen ja mal nicht davon aus, das jemand mit einem Racer unbedingt im NSG durch die Brutkolonie fegt.
      An sich gebe ich dir in deinen Ausführungen Recht, *kurzer Trommelwirbel*..... ABER irgendwo verstehe ich die Argumentation, dass wenn etwas ein NaturSCHUTZgebiet ist, man dieses von allen äußeren Einflüssen schützen darf. Ich bin jetzt kein Biologo oder Ornithologe und kann nicht beurteilen, in wie fern Kleinvögel sich durch Drohnen in ihrem Lebensraum bedroht fühlen können, ich weiß aber, dass wenn du irgendwo gutmütig einen Spalt auf lässt, damit nicht alles verboten ist, sofort jemand ankommt und den Spalt weiten oder die Tür gar auftreten möchte. Eine Phantom gibt auch Geräusche von sich, ebenso ein kleiner FPV-Racer, sodass ich den Schutz verstehe. Nicht nur vor Verschutzung durch Dreck und Abgase, aber ebenso durch Lärm und Licht.
    • Klar kann man nicht immer Vorsatz annehmen, aber man kann ihn auch nicht ausschließen.

      Letztlich ist es wie es ist, und jeder der sich nicht dran hält, macht es für alle zukünftig nicht besser - aber das ist ja eigentlich hinreichend durchgekaut und daher bekannt.
      Dennoch: Wenn man mal ein wenig darauf achtet, wird man auch hier im Forum nicht wenige Beiträge finden, wo es entweder darum geht zu fragen, wer einen denn erwischen könne und falls, mit welchen Bussgeldern oder Strafen man denn bei welchen Verstössen genau zu rechnen habe. Manchmal liest man auch, dass man die Ver- und Gebote nicht so ernst nehmen müsse, es würde ja reichen, den eigenen Kopf einzuschalten. Von daher...

      Jedenfalls finde ich es sehr hilfreich, wenn ein paar allgemein Interessante Fluggebiete so wie hier von Ortskundigen mal durchgeleuchtet werden. Zumindest gibt das gute Anhaltspunkte und Anlaufstellen für eigene Recherchen und gegebenenfalls Anfragen...
    • Pehaha schrieb:

      Deswegen können wir auch nicht immer Vorsatz annehmen. Nennen wir es mal Unwissenheit. ...
      Aber Unwissenheit schütz ja bekanntlich nicht vor Strafe. Angesichts der medialen Thematisierung und der viele Hilfsmittel die es gibt, glaube ich vielmehr daran, dass viele es einfach nicht wissen wollen. (Um es mal vereinfacht auszusagen und nicht gleich zu unterstelle Sie machen es trotz besseren Wissens)

      Pehaha schrieb:

      ...
      Aber wenn man sich die Karten anschaut, dann wundert man sich gewaltig das NSG an Stellen sind, wo man sie gar nicht vermutet und das Regionen die ich zB schützenswert finde...kein NSG sind.
      ...
      Das läßt sich meist mit einem Blick auf eine Karte aber auch nicht erörtern. Zu jedem NSG gibt es eine Beschreibung wo auch der Schutzzweck im Detail hervorgeht. Vieles hat aber auch den Hintergrund, den Raubbau an der Natur weiter einzudämmen, da kommt dann unser Ansinnen kollateral unter die Räder.

      Als ehemaliger, begeisterter Motorradfahrer, könnte ich in dem Zusammenhang viele Beispiele nennen, wo durch uneinsichtige einzelne Tunichtgute ein ganzes Hobby drunter leiden muss und immer mehr und mehr für motorisierte Zweiräder gesperrt wird.

      Aus der Sicht der anderen Seite habe ich da auch durchaus Verständnis für. Wir haben auf der schwäbischen Alb ein traumhaftes Tal (Großes Lautertal zw. Münsingen und Zwiefalten). Sobald das Wetter besser wird, ist das Tal voll von Zweirädern. Dort steht schon seit Jahren ein Aufruf, mit Bedacht und Vorsicht das Tal zu durchqueren. Über 90% halten sich daran. Aber bereits einzelne Können für die Anwohner den Horor auslösen, was das Tal eigentlich in der schönsten Jahreszeit am Wochenende unbewohnbar macht. Also bleibt eigentlich nicht anderes übrig, als eine ganze mobile Sparte auszusperren.

      Ähnliches passiert eben auch mit unserem Hobby. Da sich Einzelne nicht mit Verstand an die Sache heran gehen und immer meinen Ihr Recht bis zum äußersten (und darüber hinaus) ausreizen zu müssen, wird Ihnen einfach in weiteren Schritten das Recht entzogen oder durch weiteres Erschließen von NSGs ausgeschlossen. Das geht solange bis man nur noch Äcker und Wiesen abfliegen darf und der Masse immer mehr und mehr die Lust an dem Hobby vergeht und es letztendlich aufgibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von quadle ()

    • Tja, Quadel.....mir sind die Umstände schon bekannt.
      Ich hab ja auch ein bewegtes Leben hinter mir.

      Und genau aus den von dir genannten Gründen habe ich rechtzeitig aufgehört, in ein Hobby zu investieren, welches durch Massenhype und daraus resultierenden Fehlverhalten in Verruf geraten ist.

      Man muss das nicht noch mal aufwärmen.

      Der Vergleich Motorrad ist gut, weil einige meinen sich durch Wagemut zu profilieren leiden die vernünftigen Genießer unter dem Verruf. Besonders durch die neuen Medien & Möglichkeiten wird die Unvernunft dann auch
      zur Schau gestellt.

      Das Verhalten gleicht sich.

      Das Fass ist aber nicht nur in unserem beengten Land übergelaufen. Fast alle Hotspots sind inzw. tabu. Die Parks der USA, das normal menschenleere Island. Selbst die Steinwüsten der Kanaren.

      Nie zuvor hat es so viele schöne Eindrücke von unserer Welt, der Natur oder dem Ort an dem wir leben, zu sehen gegeben.....kostenfrei....im Internet.

      Das wird aber kaum gewürdigt sondern nur Angst geschürt vor dem Unbekannten.

      Und diese Angst benutzen viele Medien, warum auch immer. Quten? Auflage? Hype? Dummheit? Oder andere Interessen verfolgen ?

      Unser Hobby hat keine Lobby und auch der Modellbauer & Flieger ist kein Freund von uns.

      Meine beiden Kopter setzen Moos an.....ist bestimmt schon 6 Monate nichts mehr passiert.

      Und leider kenne ich 4-5 Kollegen, die es genau so sehen. Da stehen teure Inspire herum....

      Das hat nun nichts mit dem Teck-Berg zu tun...aber der Teck-Berg ist inzw. überall.