Die Drohne, die Leben rettet

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    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Als Jäger finde ich sowas richtig gut. Wenn die Preise etwas niedriger wäre, würde sowas viel öfters zum Einsatz kommen. Wir haben aber zusätzlich das Problem das hier in Südhessen sehr viele Wiesen in NSGs liegen wo man nicht fliegen darf. Ausnahmegenehmigung sind schwierig zu kriegen und es dauert da die Genehmigungsverfahren über mindestens 2, eher 3, Stellen läuft ( ich weiß, ich habe es selber probiert)
    • Schön, auch mal was positives über Drohnen zu lesen.

      Enjay72 schrieb:

      Wir haben aber zusätzlich das Problem dass hier in Südhessen sehr viele Wiesen in NSGs liegen wo man nicht fliegen darf.
      Das finde ich jetzt wieder interessant: Überfliegen ist verboten, mähen erlaubt????????? Da stellt sich dann schon irgendwie die Frage, wer wohl mehr Schaden anrichtet.
      Gruß: Franki
    • Franki schrieb:

      Das finde ich jetzt wieder interessant: Überfliegen ist verboten, mähen erlaubt????????? Da stellt sich dann schon irgendwie die Frage, wer wohl mehr Schaden anrichtet.
      Altes Problem, Kosten / Nutzen. Die Maht bringt dem Bauern mehr als ein Kitz kostet. Nachvollziehbar, denn seine Kühe wollen des Winters auch Nahrung haben. Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit meinem Quad / ATV (über die Wiese zu meinem Arbeitsplatz, alles Hochschulgelände), als ein 'besorgter Mitbürger' mich zu Fuß verfolgte und mir vor den amüsierten Augen meines damaligen Chefs wild drohte, mich anzuzeigen, da ich seiner Meinung nach die dortigen Bodenbrüter gefährde. Zwei Tage später kam der hochschulbeauftragte Rasentraktor mit Doppelmähwerk wieder zu seinem 2 wöchentlichen Schnitteinsatz vorbei... dieses sofortige Rummoppern meinte ich in einem anderen Threat mit 'nicht Gönnen können'.

      Warum das Land 9000€ für ein Einsatzgebiet ausgeben will, wo eine Mavic reicht, erschließt sich mir nicht!

      Bzgl. Wildschweinaufklärung per Drone wurde ich dieser Tage von einem mich beim Fliegen beobachtenden Jäger angesprochen, zum September melde er sich nochmal - ich bin gespannt. Das Schwarzwild geht sehr clever in-line in die Maisfelder rein, das Eindringen ist von außen nicht zu erkennen, und drinnen wüten sie dann fußballfeldgroß. Interessant wird es, wann die Leitbache den Zusammenhang herstellt, dass Surren in der Luft bald Peng am Boden heißt - sind ja clever, die Biester. Wäre mein erster Mordauftrag* bzw. Unterstützung dessen, behördlich quasi angeordnet :D . Hoffentlich kommt dann auch mal so ein besserwissender Störenfried vorbei.

      Kitze im aufgeheizten Feld mit WBK an Bord zu enttarnen, dürfte relativ erfolglos verlaufen.

      *Nein, ich bin nicht der Meinung, Jäger seien Mörder. Nur der Dramaturgie wegen hier so genannt.
    • Rehkitze mit WBK zu finden geht nur ganz früh am Tag (Erfahrungsgemäß bis 7 Uhr oder so) bevor die Böden aufgewärmt ist. Auf ne kühle Boden ist die Wärmesignatur noch gut zu erkennen aber sobald es es aufgewärmt ist, geht gar nicht mehr
    • void schrieb:

      Altes Problem, Kosten / Nutzen. Die Maht bringt dem Bauern mehr als ein Kitz kostet.
      Schon klar. Aber ist es nicht eigentlich Sinn eines Naturschutzgebietes, daß dort finanzielle Interessen in den Hintergrund treten sollten?
      Also in diesem konkreten Fall: Wenn schon das Überfliegen des Gebietes zum Aufspüren der Kitze für unzulässig erklärt wird, dann frage ich mich schon, wie die Mahd selbst, die definitiv für deutlich mehr Störung sorgt zulässig sein kann.
      Gruß: Franki

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Franki ()

    • Franki schrieb:

      void schrieb:

      Altes Problem, Kosten / Nutzen. Die Maht bringt dem Bauern mehr als ein Kitz kostet.
      Schon klar. Aber ist es nicht eigentlich Sinn eines Naturschutzgebietes, daß dort finanzielle Interessen in den Hintergrund treten sollten?Also in diesem Konkreten Fall: Wenn schon das Überfliegen des Gebietes zum Aufspüren der Kitze für unzulässig erklärt wird, dann frage ich mich schon, wie die Mahd selbst, die definitiv für deutlich mehr Störung sorgt zulässig sein kann.
      Ich sitze gerade in so ein Verfahren. Sobald ich was "Amtliches" gehört habe, melde ich mich hier
    • void schrieb:

      Warum das Land 9000€ für ein Einsatzgebiet ausgeben will, wo eine Mavic reicht, erschließt sich mir nicht!
      Aus die Jagdmesse in Dortmund dieses Jahr habe ich mit ein Anbieter gesprochen der umgebaute Mavic Pros für unter €5000 anbietet. Bei die Mavic Air geht es gar nicht die umzubauen da schlicht und einfach kein Platz da ist für die zusätzlich Elektronik...
    • In jedem mir erdenklichen Szenario macht die Drohne weniger Schaden (Lärm eingeschlossen), als ein Rasenmäher/Traktor mit Mähaufsatz. Zumal die Drohne auch in Höhen unterwegs ist, dass die Tiere am Boden davon auch teilweise kaum was mitbekommen würden. Die Vögel werden durch die Traktoren ebenso verscheucht, da diese zum Nestbau und Brüten solch laute Umgebungen meiden.

      Den Artikel finde ich sehr interessant! Schön, dass mal was "Gutes" über Drohnen berichtet wird, wobei das mediale Echo hier wesentlich geringer ausfällt als bei Pseudo-Drohnen an Flughäfen, 1000PS-Drohnen die im Windschatten von Apache-Kampfhubschraubern fliegen oder durch Überfliegen von Kim Jong Un den Nuklearkrieg auslösen (Vorsicht: Ich neige zu Übertreibungen).
    • Endlich habe ich ein Antwort vom Amt gekriegt:


      „Sehr geehrter Herr xxxx,

      wir haben ihr Anfrage geprüft. Sie wollen im Vorfeld der Wiesenmahd im Mai bzw. Juni in den Gemarkungen xxxxxxxxxxx auf Wiesen, die im Vogelschutzgebiet (VSG) der xxxxxxxxxxxxx liegen eine Drohne bis 400 g mit Wärmebildkamera einsetzen, um dort befindliche Rehkitze aufzuspüren und vor dem Mähtod zu bewahren.

      Alle Handlungen und Vorhaben im VSG stehen unter dem Vorbehalt, dass sie die Erhaltungsziele der unter Schutz gestellten Vogelarten nicht erheblich beeinträchtigen dürfen. Nach erster Abschätzung und Rücksprache mit den örtlichen Vogelschutzbeauftragten erscheint eine Beeinträchtigung unter folgenden Bedingungen ausgeschlossen:

      1.Die Drohne ist von mehreren Standorten aus im Abstand von ca. 0,5 km zu starten, um den Aufenthalt in der Luft in den einzelnen Bereichen so kurz wie möglich zu halten.
      2.Der Drohneneinsatz darf zu keiner Störung der Vogelarten nach § 44 Abs. 1 BNatSchG führen. D.h. die Drohne ist gleichmäßig und ruhig zu fliegen.

      Wir behalten uns ein Verbot des Drohneneinsatzes für den Fall vor, dass es zu Beschwerden oder Auswirkungen auf die zu erhaltenden Vogelarten kommt.“


      Da Drohneflüge in NSGs grundsätzlich verboten sind (was ich persönlich nicht verkehrt finde), finde ich gut vom Amt her das ich quasi in „Eigeneregie“ fliegen kann mit wenig Auflagen (und die 2 aufgelistete entsprich (meine Meinung nach) einfach ein gesunde Menschenverstand). Ich war 2 mal im Amt gewesen und habe mit die zuständig Abteilungsleiter persönlich gesprochen über mein Angelegenheit und kann nur positives berichten

      Franki schrieb:

      void schrieb:

      Altes Problem, Kosten / Nutzen. Die Maht bringt dem Bauern mehr als ein Kitz kostet.
      Schon klar. Aber ist es nicht eigentlich Sinn eines Naturschutzgebietes, daß dort finanzielle Interessen in den Hintergrund treten sollten?Also in diesem konkreten Fall: Wenn schon das Überfliegen des Gebietes zum Aufspüren der Kitze für unzulässig erklärt wird, dann frage ich mich schon, wie die Mahd selbst, die definitiv für deutlich mehr Störung sorgt zulässig sein kann.
      In die konkreten Fall hier geht es darum das in diese bestimmte NSG zum teils ein VSG (Vogelschutzgebiet) ist da einige bedrohte Vogelarten nisten hier und die Erhaltung die Vogelbestand hier Vorrang hat über die allgemeine Naturschutz.
      Außerdem, wir in der Landwirtschaft haben strengen Auflagen über was wir tun und nicht tun können in ein NSG und, ganz wichtig, wann. NSGs dürfen (zumindest hier) erst ab 15. Juni gemäht. Die Hintergedanken ist das die Rehkitzen haben dann die Fähigkeiten zu flüchten. In die erste Lebenswochen „verdrücken“ sie sich beim Gefahr. Wiesen werden ein Tag vor der Mahd abgesucht und mit optisch und zum teils akustische „Wildschrecken“ abgesteckt die Geißen („Mama Reh“) zu animieren die Kitze aus die Bereich zu entfernen

      (Falls ein Moderator findet dies hier zu „off topic“, dann bitte löschen)