Versicherung und Plakette/illegale Flüge

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ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

  • Es gibt aber auch für Fahrräder Geschwindigkeitsbegrenzungen (wenn auch nicht alle gelten) und da ist gar kein Tacho vorgeschrieben.
    Und wenn man keine verlässliche Messtechnik hat, um die Höhe exakt zu bestimmen, ist bei kleinen Verstößen eine hohe, nicht vorhersehbare Strafe erst recht unangebracht.
    Das Problem ist, dass es kaum Kontrollen geben wird und wahrscheinlich eh nur Bußgelder bei Unfällen.
    Und zumindest bei illegaler Höhe weiß ich von keinem Präzedenzfall, weder was Versicherung, noch was Bußgeld betrifft.
  • Ich verstehe echt nicht, warum jeder sich so derbe an der Höhe aufhängt... als würden Fotos über 100m höher automatisch besser sein... oder es mehr Spaß machen, da oben zu fliegen und dann die Diskussionen, wie man nun genau 100m messen könnte. 70% meiner Fotos entstechen in der Höhe von 50-70m. Ein weiterer größerer Teil unter 50m und die Kleinstmenge im Bereich 70-100m. Wenn man so scharf drauf ist, höher zu fliegen, dann gibt es doch einen weg. Macht den Kennsnisnachweis, besorgt euch eine Ausnahmegenehmigung und los gehts. Dann könnt ihr so hoch steigen, wie ihr in Sichtweite seit... ach ne.. auch dafür gibts eine Ausnahmegenehmigung, aber auch für die muss man was machen. Von nichts kommt nichts und das finde ich sogar gut. Ich würde mir mehr sorgen machen, wenn jeder über 100m und außer Sichtweite fliegen könnte.
  • Ich habe kein Problem mit der Begrenzung. Das diente nur als Beispiel und könnte sich auf alles andere über tragen lassen, was illegal ist.
    Grundsätzlich finde ich die Regelung auch gut. Nur einige Dinge könnte eindeutiger sein. Und ganz kleines Spielzeug unter 100 Gramm sollte von jeder HPV verpflichtend abgedeckt sein.
  • eM-Gee schrieb:

    Ich verstehe echt nicht, warum jeder sich so derbe an der Höhe aufhängt...

    Das Problem ist, daß man die Höhe sehr schlecht bis gar nicht schätzen kann. Man ist, ohne es zu ahnen, schnell in dem Bereich der Überschreitung.
    Hinzu kommt, daß ein Verstoß von den Ordnungskräften beweissicher festgestellt werden muß. Sonst sind der Willkür Tür und Tor geöffnet.
    Und da es auch Drohnen gibt, die keinen Flightlog haben ...
    Fly long and prosper.
  • MrSpok schrieb:

    schnell in dem Bereich der Überschreitung.
    Mir kommt es aber vor, als sei man es immer "schnell in dem Bereich der Überschreitung", da man sich scheinbar immer in diesem Bereich aufhält. Wenn der Gesetzgeber eine Höhe von 150m zulassen würde, hätten wir die Diskussion wieder, da scheinbar jeder auf der maximal erlaubten Flughöhe unterwegs ist.

    Ansonsten wieder den gesunden Menschenverstand anwenden. Was schätzt du, wie groß die Toleranz ist? 5m? Dann flieg doch in 95m Höhe, es wird dir nicht weh tun, wenn du dann tatsächlich auf "nur" 93m bist. Und im Falle einer Kontrolle oder eines Vorwurfs siehst du dann nicht aus der der Kerl, der jede Grenze bis zum Maximum auskosten muss, sondern bist die Person, die auf Nummer Sicher geht und noch "Sicherheitsabstand" hälst.
  • Genau! Weil man 5m nicht von 100m unterscheiden kann! Wer kennt sie nicht... die 100m lange S-Klasse von Mercedes... oder war sie doch nur knapp über 5m lang? Ich weiß nicht... der Unterschied zwischen 5 und 100m ist so gering, ich kann es nicht unterscheiden.... Jetzt ernsthaft? Du übertreibst maßlos. Eine Toleranz von 5-10% ist durchaus realistisch. Dh. wenn ich in einer Höhe von unter 100m bleiben will, dann bin ich das auf jeden Fall wenn die Mavic mir 92m anzeigt.

    Wenn wir schon albern werden, dann mache ich auch mal einen Vorschlag: Binde an deine Drohne ein 100m lange Schnur und befestige am Ende einen Stein (wegen Schwerkraft und so). Und wenn du dann am fliegen bist, dann achte darauf, dass der Stein durchgehend den BODEN/GRUND berührt und nicht abhebt. Dann kannst du dir sicher sein, dass es nicht mehr oder weniger sind.
  • Nicht Jeder hat 'ne Mavic. Und nicht bei Jeder Drohne hast 'ne Anzeige. Und wenn ein Gesetzliches Limit besteht muss der Drohnen-Pilot in die Lage versetzt werden, die auch objektiv zu messen. Genau wie die Ordnungsmacht, die das auch nicht nach Gutdünken festlegen darf, wie hoch Du gerade warst.
    Du darfst z.B. 100m fliegen, fliegst nach Deiner Einschätzung nur 80m und der vom Amt meint 150m. Oder weil dieser schlechte Laune hat oder ihm Dein Gesicht nicht gefällt sagt er 200m.

    @Dieselfan: OK, habe verstanden. Wer's jetzt nicht begriffen hat, wird das wohl nie. Für mich ist das durch.
    Fly long and prosper.
  • MrSpok schrieb:

    Du darfst z.B. 100m fliegen, fliegst nach Deiner Einschätzung nur 80m und der vom Amt meint 150m. Oder weil dieser schlechte Laune hat oder ihm Dein Gesicht nicht gefällt sagt er 200m.
    Das mit den 100m/30m bei FPV Höhe ist ja noch einfach festzustellen im Vergleich zur Frage wie weit weg ich fliegen darf. Da gilt ja die Sichtgrenze :D
  • Es ist auf jedem Fall so, dass es meine Haftpflicht für den Kopter in der PHV nicht im geringsten interessiert, wie hoch ich unterwegs war es sei denn, ich habe dabei "grob fahrlässig" erkennbar Jagt auf andere gemacht. Sie zahl den Schaden falls einer entsteht.

    Ein Teufel werde ich allerdings tun, die Versicherung mit irgendwelchen Pille-Palle-Schäden in Anspruch zu nehmen.
    Gruß aus der Nordheide
    GThomas

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    Und ganz kleines Spielzeug unter 100 Gramm sollte von jeder HPV verpflichtend abgedeckt sein.
    Das finde ich ja eine interessante Idee. Aber kann einer PHV überhaupt vorgeschrieben werde was sie zu decken hat? Sind PHV nicht ein Paket das jeder Versicherer so ziemlich nach eigenen Vorstellungen schnüren kann? Der Leistungsumfang ist ja von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich.

    Spielzeug ganz von der Versicherungspflicht zu befreien fände ich jedenfalls nicht in Ordnung. Wenn Nachbars Jung mit seiner Spielzeugdrohne gegen mein Auto scheppert, dann will ich das auch abgedeckt wissen, und nicht mit dem Nachbarn über Kosten streiten.
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    gsezz schrieb:

    Sind PHV nicht ein Paket das jeder Versicherer so ziemlich nach eigenen Vorstellungen schnüren kann?
    Genau... so hast du bei manchen noch Private und Gewerbliche Schlüssel drin, bei manchen nur 1 Mio Deckung und bei anderen 10 Mio. Deswegen immer alle Bestandteile des Vertrags/der Police prüfen.


    gsezz schrieb:

    Wenn Nachbars Jung mit seiner Spielzeugdrohne gegen mein Auto scheppert, dann will ich das auch abgedeckt wissen, und nicht mit dem Nachbarn über Kosten streiten.
    Ich persönlich weiß nicht, welche Versicherungen mein Nachbar hat. Selbstverständlich wünsche ich mir für ihn und sein Umfeld, dass er eine PHV hat, aber da diese keine Pflicht ist, muss er selbst die nicht haben.

    Ich persönlich finde es gut, wie es ist. So kann man eine Haftpflichtversicherung abschließen, die 40€ im Jahr kostet oder eine, die paar Mal so teuer ist. Wenn ich nun als Privatperson weder Spielzeug, noch ein Haustier oder irgenedwelche gewerblichen Schlüssel habe, dann finde ich es gut, dass es eine Versicherung gibt, welche nicht Sachen drin hat, welche ich unnötig bezahle. Sollte man was dazu benötigen, so schaut man sich nach einer Versicherung um, welche diese Pakete hat. Ich zum Beispiel brauche auch keine Schäden durch Pferde oder an Segelschiffen abgesichert wissen. Dafür zahle ich dann auch nicht. Ich habe mir zusätzlich aber die DMO genommen. Finde ich vom Preis her in Ordnung. Bei der Anschaffung einer Drohne im Bereich von 1.000€ lässt, kann man sich das eigenlich auch leisten :)
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    gsezz schrieb:

    Wenn Nachbars Jung mit seiner Spielzeugdrohne gegen mein Auto scheppert, dann will ich das auch abgedeckt wissen, und nicht mit dem Nachbarn über Kosten streiten.
    Dann bleibt Dir nichts anderes übrig als den Nachbarn großzügig aus deiner eigenen Kassen zu entschädigen. Es liegt in der Natur der Sache das die Versicherungen alles versuchen sich vor irgendwelche Zahlungen zu drücken.


    Übrigens: wenn Dein Kind jünger 7 Jahre ist, haftest Du sowieso nicht,
    Gruß aus der Nordheide
    GThomas
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    eM-Gee schrieb:

    Ich persönlich finde es gut, wie es ist. So kann man eine Haftpflichtversicherung abschließen, die 40€ im Jahr kostet oder eine, die paar Mal so teuer ist. Wenn ich nun als Privatperson weder Spielzeug, noch ein Haustier oder irgenedwelche gewerblichen Schlüssel habe, dann finde ich es gut, dass es eine Versicherung gibt, welche nicht Sachen drin hat, welche ich unnötig bezahle. Sollte man was dazu benötigen, so schaut man sich nach einer Versicherung um, welche diese Pakete hat. Ich zum Beispiel brauche auch keine Schäden durch Pferde oder an Segelschiffen abgesichert wissen.
    Das Problem ist die Transparenz. Das gilt für etliche Freizeit-, Hobby- und Sportgeräte und Gegenstände.
    Bei einem Pferd, Schiff oder einer Jagdbüchse wäre für mich klar, dass man sich da nach einer speziellen Versicherung umsieht. Wenn man mit einer schweren Inspire, einem strahlgetriebenen Modellflugzeug oder so rumfliegt, ist auch klar, dass man sich da um Dinge wie Versicherung Gedanken macht, wenn man noch genug funktionierende Gehirnzellen hat.
    Bei Luftgewehren, Tennisschlägern/bällen, kleinen Elektrorollern, ferngesteuerten Booten oder Modellautos, Frisbeescheiben, Katzen, Tretrollern, Lenkdrachen und velem mehr, wüsste ich nicht, was muss eine normale HPV abdecken und was nicht.
    Die Oma, die spontan bei Aldi eine Drohne kauft, oder auch der Mann, der Weihnachten von seiner Frau mit einer Spark überrascht wird, kommen denke ich auch nicht unbedingt darauf, dass eine Versicherung für die Drohne Pflicht ist.
    Selbst wenn man diese Seite öffnet, dann steht da riesengroß "Plakette ist Pflicht". Die meiner Meinung nach wesentlich wichtigere Versicherung springt da nicht so ins Auge.
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    Ich verstehe hier so langsam die Situation nicht, was andere bei sich für Dokumente haben. Was habt ihr zu Hause? Ein Blatt Küchenpapierrolle mit Firmenstempel der Versicherung, welcher unterschrieben wurde mit dem Text: "Du bist haftpflichtversichert." Oder habt ihr per Post oder E-Mail ein richtiges Schreiben bekommen, was alles versichert ist? Bei mir ist es sogar in Tabellenform. Total einfach und transparent. Ohne HokusPokus usw. Bei Abschluss habe ich mir das auch durchgelesen und weiß wogegen ich versichert bin. Da ich sowieso regelmäßig Preise von Verträgen prüfe, bin ich da auch immer auf dem Laufenden. Schließlich möchte ich ja auch von mir aus wissen, ob geliehenes versichert sind beziehungsweise wenn ich irgendwas bei einer ehrenamtlichen Handlung oder als Umzugshelfer kaputt mache.

    Wenn es danach geht, dann steht auch nicht auf Kettensägen, dass man (für manche Fälle) einen Kettensägenschein benötigt. Soll ich jetzt auch fordern, dass auf alles "Führerscheinpflicht" gedruckt wird, damit man sicher weiß, ob man bei einem Tretroller einen benötigt oder nicht? Schließlich könnte die Oma dir auch eine Mofa schenken, für die du eine Prüfungsbescheinigung brauchst. Oder so ein Elektrofahrrad?... Ist doch "nur ein Fahrrad".

    Wir sind hier - so schätze ich - alles mündige Erwachsene die einen Denkapparaten haben. Wir zahlen für unsere Versicherungen Beträge und nutzen diese Versicherungen in 90% der Fälle nicht. Ich glaube, der Beitrag den wir zahlen, ist es wert, dass wir einmal im Jahr den Service in Anspruch nehmen können und nachfragen können, ob der Milchaufschäumer und das motorisierte Skateboard welches man zu Weihnachten bekommen hat, mitversichert sind oder nicht. Das Geld sowohl telefonisch, als auch per E-Mail, Brief oder sogar persönlich. Ich sehe da nicht so den Bedarf drin, zu jeder kleinen Police nochmal 3 zusätzliche Seiten Papier zu verbrauchen, welche von 95% der Personen sowieso nicht gelesen werden.... und einem Teil der 5% immer noch nicht ausreichen würden.
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    eM-Gee schrieb:

    Schließlich könnte die Oma dir auch eine Mofa schenken, für die du eine Prüfungsbescheinigung brauchst. Oder so ein Elektrofahrrad?... Ist doch "nur ein Fahrrad".
    Beim normalen Elektrorad (250 Watt - 25m/h - Motor setzt nur beim Treten ein) gibt es im übrigen keine anderen Regeln als beim normalen Fahrrad. handelt es sich um ein 45km/h Elektrorad, ein sogenanntes S-Pedelec, ist der Onlineshop richtigerweise dazu verpflichtet, in der Artikelbeschreibung die Notwendigkeit eines Versicherungskennzeichens zu erwähnen. Dazu sind Hinweise zur Batterieentsorgung in allen Fällen ebenfalls verpflichtend.
    Und ich denke, es ist auch kein Problem für einen 12jährigen, bei Aldi oder Conrad für 40€ eine Drohne zu kaufen. Dass auch hier Versicherungspflicht gilt, ist der Kassiererin wohl kaum bekannt.
    Und dazu, ein Elektrofahrrad, ein Mofa oder dergleichen kriegt man nicht eben für 40€ beim Discounter. Deshalb ist das ganz was anderes.
    Wie gesagt, bei einer schweren Inspire für tausende Euros stimme ich zu, dass der gesunde Menschenverstand sich über eine Versicherung Gedanken macht, aber nicht beim Discounterartikel.