Flughöhe über Grund

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Nichts funktioniert so. Das ist so, als würde ich als Autofahrer sagen, dass echte 50km/h ja bei einem Autotacho erst bei 62km/h erreicht sind und man nun ein Problem hat, dass man nicht die ganze Zeit 62km/h fahren kann, weil 1. andere ja nur 50 fahren und 2. überall im Straßenverkehr Hindernisse und Überraschungen lauern. Noch passender ist der Vergleich zwischen maximaler Flughöhe über Grund als Gesetz und der Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen als Empfehlung. Beides ist umgehbar. Die Maximale Flughöhe durch eine Ausnahmegenehmigung und die Richtgeschwindigkeit durch die Akzeptanz einer Teilschuld. Trotzdem sieht man selten irgendwen 130 fahren. Meine Erfahrung ist, dass die meisten entweder eine gemütliche Reisegeschwindigkeit zwischen 100 und 120 haben oder halt schon ab 140 aufwärts unterwegs sind. Hier hat man nicht so einen Eifer sich daran zu halten.

      Selbstverständlich kann man eine gesetzliche Regelung bis aufs Kleinste auseinandernehmen, um diese zu verstehen und zur Erklärung Beispiele nehmen wie: Ich starte mit der Drohne und steige auf 100m über Grund, von da an fliege ich ins Tal. Klar, solche Fälle kann man hier diskutieren, aber die werden nie eintreten.

      Man muss sich beim Fahrzeug wirklich nur den Tacho anschauen: Wenn dieser 70km/h anzeigt, was glaubt ihr, wie groß der Unterschied zu 70km/h sein kann. Übertragt das doch auf eine Drohne: Glaubt ihr, dass wenn im Display bei der Höhe über Grund 100m steht, man sich tatsächlich 100m über Grund befindet? Selbst wenn man wirklich nur geradeaus auf einer Ebene nach oben fliegt? Vielleicht ist man da ja schon bei 105m? Oder erst bei 93?

      Worauf ich hinaus will: Gerade Anfänger sollten sich nicht an der 100 aufhängen sondern einfach mit einem Puffer drunter bleiben und Fotos und Videos machen.
    • eM-Gee schrieb:

      Worauf ich hinaus will: Gerade Anfänger sollten sich nicht an der 100 aufhängen sondern einfach mit einem Puffer drunter bleiben und Fotos und Videos machen.
      Darum geht es ja gar nicht. Ich bin beispielsweise mit meiner Spark noch nicht höher als 40m geflogen. Im Mitteelgebirge oder gar Hochgebirge ist man aber schnell mehr als 100m über Grund, wenn man nur 5m über dem Startpunkt fliegt.
    • eM-Gee schrieb:

      Rocketeer schrieb:

      Abgesehen vom Regen dürfte es schwierig werden in den Highlands die Höhenregel genau einzuhalten. :/
      Ich verstehe die Problematik nach wie vor nicht. Steigt ihr alle direkt auf 100m und ärgert euch dann, dass ihr nicht Richtung Tal fliegen könnt? Filmt und Fotografiert ihr nur in der Höhe von 100m über Grund oder entstehen gerade dort nur schöne Bilder und Videos? Klar, es ist umständlich, in unebenem Gelände diese Höhe einzuschätzen, aber wir müssen doch nicht so tun, als wäre das die vorgeschriebene Flughöhe statt der erlaubten Flughöhe über Grund. Bei 90% meiner Flüge komme ich bei weitem nicht an die 100m Höhe über Grund ran.
      Und wenn man es geschickt macht, linst man mit dem Kopter halt ein wenig ins Tal rein - das sieht dann deutlich höher aus, als man in Wirklichkeit (über Grund) war, man ist also noch im grünen Bereich - siehe auch hier ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lutz G ()

    • eM-Gee schrieb:

      Selbstverständlich kann man eine gesetzliche Regelung bis aufs Kleinste auseinandernehmen, um diese zu verstehen und zur Erklärung Beispiele nehmen wie: Ich starte mit der Drohne und steige auf 100m über Grund, von da an fliege ich ins Tal. Klar, solche Fälle kann man hier diskutieren, aber die werden nie eintreten.
      Bei meinem letzten Besuch im Harz wollte ich die Rappbodetalsperre und die Hängebrücke Titan ansteuern, konnte aber aufgrund der Wetterlage nicht aufsteigen. Nie ist ein gewagtes Wort.


      MrSpok schrieb:

      Wie viele Fälle kenne ich, in denen Drohnenpiloten über die Kannte eines Steinbruchs geflogen sind? Persönlich auch keinen, nur vom "Hörensagen" hier im Forum.


      Jetzt kennst du einen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Madner Kami ()

    • LuftVO §21b Abs. (1), Punkt 8b, beschreibt eine Möglichkeit (hier mit einem Kenntnissnachweis), wie das Fliegen oberhalb 100 m für Flugmodelle möglich ist. Das „sei denn“ besagt, dass Multikopter von dieser Möglichkeit ausgenommen sind. Für Multikopter ist das Fliegen oberhalb 100 m nur durch eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde möglich.Eindeutiger ist dies im Flyer zur neuen Drohnenverordnung des BMVI zu entnehmen.

      bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikat…df?__blob=publicationFile

      LuftVO

      Auf der Rückseite ganz unten die Fußnote zu 4 steht.Ab 100 m: In dieser Höhe dürfen Drohnen nur fliegen, wenn eine behördliche Ausnahmeerlaubnis eingeholt wurde. Bei Modellflugzeugen müssen lediglich besondere Kenntnisse nachgewiesen werden.
    • Ist schon amüsant, wie lange man über "100m über Grund" lamentieren kann.

      Da wir doch gehaltene sind, LOS zu fliegen, kann ich mein Flughöhe nicht genau einschätzen.....

      Nächster berechtigter Einwand, fliegen alle immer sofort auf 100m? Ich...bin da ganz selten. Panorama Fotographen nehme ich mal außen vor.

      Bei LOS sage ich mal bis 300-400m , dann siehst eh nichts mehr, in der Distanz ist das Gelände ist doch überschaubar.

      Und wenn ich über einem Steinbruch fliege(die i.d.R. nicht als Industrie gelten, nur die Stellen wo Anlagen stehen, Steinbrecher usw.) , muss ich echt nicht damit rechnen das unter mir Flugverkehr herrscht.

      Ich habe mehrere Steinbrüche beflogen, der eine ist 120m, der andere 200m unter der Kante.

      Den ersten überfliege ich mit 30-100m , dann bin ich Verbrecher also bis 220m hoch. Bei dem anderen sind es dann über der Kante schon 200 plus Flughöhe.
      Was mir da Sorgen bereitet, sind die Windverhältnisse und die Greifvögel (wegen der Thermik dort) .

      Mich der dortigen Höhe anzupassen wäre gefährlicher, weil da ganz schnell die Verbindung abbricht.

      Man sollte einfach das Hirn einschalten, sich den Sinn der Verordnung verdeutlichen und nicht die Erbsen zählen.

      Das Gesetz will den Höhenwahn eindämmen.

      Das erinnert mich an das Verkehrsschild, wo auch jeder meint, es anders auszulegen.
      zeit.de/mobilitaet/2017-04/tem…sse-strasse-verkehrsrecht


    • Pehaha schrieb:

      Ich habe mehrere Steinbrüche beflogen, der eine ist 120m, der andere 200m unter der Kante.

      Den ersten überfliege ich mit 30-100m , dann bin ich Verbrecher also bis 220m hoch. Bei dem anderen sind es dann über der Kante schon 200 plus Flughöhe.
      Was mir da Sorgen bereitet, sind die Windverhältnisse und die Greifvögel (wegen der Thermik dort) .

      Mich der dortigen Höhe anzupassen wäre gefährlicher, weil da ganz schnell die Verbindung abbricht.
      Sehr gut auf den Punkt gebracht :thumbup:


      Pehaha schrieb:

      Man sollte einfach das Hirn einschalten, sich den Sinn der Verordnung verdeutlichen und nicht die Erbsen zählen.

      Das Gesetz will den Höhenwahn eindämmen.
      Wobei - dort wo ich daaamals™ auch mal etwas höher geflogen bin, wenn da ein Flugzeug aufgetaucht wäre, hätte das ganz andere Probleme, als meinen Multikopter ;)
    • MrSpok schrieb:

      Mit welcher Drohne hast Du das gefilmt? Und wie tief runter ging es da?
      Naja, toll, enh. Ich muss da nochmal hin, und mit der Spark filmen wenn da vernünftiges Licht ist, schon alleine um die Farbe von dem Wasser richtig zu erwischen, so ein tiefes Türkis sieht im Sonnenlicht richtig gut aus und das ist nur ein Ausschnitt aus dem ersten Befliegen des Geländes. An den flacheren Stellen ist der Bruch knapp 20m tief, an der tiefsten Stelle dürften das über 40, vielleicht 50m sein. Nehmen wir noch die Tiefe von dem "Wasserloch" hinzu sind wir bei über 50m. "Um die Ecke" gibt es noch ein paar andere tiefe Löcher, aber die sind zum großen Teil geflutet und wirken damit nicht ganz so tief.

      Pehaha schrieb:

      Ist schon amüsant, wie lange man über "100m über Grund" lamentieren kann.


      [...]

      Man sollte einfach das Hirn einschalten, sich den Sinn der Verordnung verdeutlichen und nicht die Erbsen zählen.
      Prinzipiell richtig. Kein vernünftiger Mensch würde mir, dir, uns einen Strick drehen wenn wir einen Bruch befliegen oder über die Kante einer Steilwand oder Staumauer fliegen und damit von jetzt auf nacher von 10m Höhe über Grund auf 210m über Grund "aufsteigen", ohne, dass unsere Drohne auch nur einen mm nach oben geflogen wäre. Ein Passagierflugzeug wird dort nicht plötzlich auftauchen, genauso wenig ein Segelflieger oder Gleitschirmflieger, eine Gefahr oder Gefährdung ist einfach nicht gegeben.

      Aber wir sind hier auch in Deutschland. Dass dir ein Amtsschimmel bei nächstbester Gelegenheit ins Ohr wiehert, weil der Wortlaut des Gesetzes nicht mit dem Geist des Gesetzes übereinstimmt und der Beamte schlecht geschlafen hat, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Im Fall der Rappbodetalsperre könnte ich nicht von der einen Seite der Staumauer auf die andere fliegen (etwa 95m Höhe der Staumauer über Grund), die Titan überfliegen (soll wohl in 100m Höhe sein) und dann aus, sagen wir 50 Metern Entfernung, eine Totale von Staumauer und Hängebrücke machen. Außer ich fliege nochmal 50m weiter nach Norden, bin damit über der Kante des Berges an der Bodeflussbiegung und damit vielleicht noch 70m über Grund. Dabei hat sich die Drohne in der ganzen Übung keinen mm nach oben bewegt und eine erkennbare oder irgendwie auch nur realistische Gefahr ist nicht gegeben, außer die Drohne verselbstständigt sich, kracht in die Hängebrücke, fängt aufgrund eines Kurzzschlusses Feuer, das wiederrum das Material der Brücke schwächt, die daraufhin unter der Last der Besucher reißt, die daraufhin in die Tiefe stürzen wobei Teile der Brücke auf der Staumauer landen, die dadurch beschädigt wird und einstürzt und das Tal und sämtliche Ortschaften flussabwärts ersäuft. Gut, dafür hab ich dann meine Haftpflichtversicherung, aber der Fakt, dass ich die Titan in 110m Höhe überflogen habe, hat trotzdem kein Problem erzeugt. Und ich hab einen Clown gefrühstückt und geh jetzt besser arbeiten. Schönen Tag noch o/
    • Madner Kami schrieb:

      An den flacheren Stellen ist der Bruch knapp 20m tief, an der tiefsten Stelle dürften das über 40, vielleicht 50m sein.

      Danke für die Info. Also ist das doch schon eine passable Höhe und man kann schöne Bilder machen. :thumbup: Und bewegt sich trotzdem im Rahmen des Gesetzes. :D Selbst dann, wenn man nach oben noch ein paar Meter drauflegt.
      Damit dürften auch die Erbsenzähler ruhig sein. :whistling:

      Madner Kami schrieb:

      außer die Drohne verselbstständigt sich, kracht in die Hängebrücke, fängt aufgrund eines Kurzzschlusses Feuer, ...

      8o 8o 8o

      Hast noch vergessen, daß die Staumauer beschädigt wird und das Tal überflutet wird. /* Wenn schon, denn schon */
      Fly long and prosper.
    • In den USA ist das imho cleverer geregelt. Da darf man im Umkreis von 400ft (glaube es sind 400) um „Strukturen“ die sich erheben so hoch fliegen wie die Struktur ist plus die regulären 400ft. Macht ja auch Sinn: der restliche Luftverkehr brettert ja auch nicht nur mit 50m Abstand über nen Berg oder Hochhaus.

      Find ich ne coole Sache und ist praxisnäher weil man noch nen Radius von 400ft hat und nicht „jeder Meter“ zählt. Es wäre also ausreichend alle 50-100 die Höhe zu justieren.

      Und es ermöglicht zb auch nen Turm oder Gebäude mit zb 80m Höhe in 80m+erlaubte Flughöhe zu umkreisen was ein echter Benefit ist.
    • Pack schrieb:

      In den USA ist das imho cleverer geregelt.

      OK, das kann sein. Wie Du das beschreibst klingt das wirklich gut und macht natürlich auch Sinn, :thumbup: wobei ich mich nicht an die 400ft = 122m klammern würde.
      Doch sind wir in D und haben sich an die hiesigen Gesetze zu halten. :whistling:

      Aber, wie bereits besprochen, wir leben in einer Demokratie und können an den Gesetzen mitwirken. Also wenn Du eine BI gründest oder eine Petition startest zu diesem Thema, dann lass es mich wissen. :thumbsup:
      Fly long and prosper.
    • Jut....jetzt kommst aber mit Beispielen die bisle hinken.

      Unsere Talsperren im Sauerland sind bis auf die Großen alle tote Hose. Und keine 95m Mauern. Nur die Sperre im Harz ist stark bevölkert und alleine da droht schon Gefahr durch Ansammlung von "ewig Gestrigen" und "Erbsenzähler" und "Blockwarte".

      Auf der Hänge Brücke möchte ich persönlich auch nicht von irgendjemand umflogen werden. Der letzte Teil deines Beitrag....mein Rat....guck weniger Actionfilme... :D ^^ :D

      Mit meinen Möhren 5,8ghz hast eh Probleme tief zu fliegen ohne die TX umzudrehen. ;(

      Ich habe ja auch eine Disco.....mit der kannst son Sch.... gar nicht erst machen. (leider) Bei uns war eine Talsperre 2 Jahre ohne Wasser. Ist ein Motiv!
      Mit so einem Delta kannst dort schlecht landen, zu viel Geröll. Also von oberhalb angeflogen. Startort 400m, Seehöhe normal 307, Sole bei 280m.
      Nun kann man rechnen, wenn ich auf HP Höhe 400m bliebe, wäre ich 93m überm Wasser (was nicht da ist) und somit 120m ü. Grd.
      Mit der Disco kann ich aber 5m über HP nicht unterschreiten, selbst wenn ich drücke....125m tiefer kann ich gar nicht.

      Sch... Elektronik, verhindert hier aber garantiert Baumkontakt.

      PS: Steinbrüche brauchen Licht, von der richtigen Seite damit der Fels Struktur bekommt. Und Wasser türkis wird. Stillgelegte Brüche , traumhaft schön haben wir einige...aber ALLE NSG. Und selbst aktive Brüche sind ein Vogel Eldorado. Bitte Rücksicht.

    • eM-Gee schrieb:

      So wie wir uns jetzt an die 100. klammern, so würde der Großteil sich auch an die 122m klammern.

      Ja, das ist wohl wahr. Hier gilt es, dem Sachverstand des Gesetzgebers zu vertrauen. Wobei gerade dieses Vertrauen in den letzten Jahren stark gelitten hat.


      eM-Gee schrieb:

      Und wenn der Gesetzgeber uns 163,85m erlauben würde, dann klopfen wir bei DJI an die Tür, damit wir auch die 0,85m voll ausreizen können

      Auch das ist richtig. Wobei wir vorher klären sollten, mit welchen Toleranzen hier überhaupt die Höhe gemessen wird.
      Je nachdem, wo und wie ich meine Tello starte, habe ich schon mehr als einen Meter Unterschied. Und auch der Luftdruck ist nicht gerade als geeichte Größe bekannt. Dagegen sind die 85cm noch Peanuts. :whistling:
      Fly long and prosper.
    • eM-Gee schrieb:

      Ein 100m langen Faden an die Drohne binden,

      Naja - funktioniert nur, wenn man am Startpunkt nur nach oben fliegt. :S Ansonsten müßte der Stein so beweglich sein, daß er mitwandert, ohne jedoch vom Boden abzuheben.
      Und nicht vergessen, der Faden muß geeicht und mit Prüfplakette versehen werden. (Wir sind doch in D!) 8o

      Ach Gott - schönes Thema. Hier kann man so richtig vor sich hin spinnen ... :thumbsup:
      Fly long and prosper.