Absturz nach Motorstrom-Fehlermeldung der Mavic 2 Pro

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    • RC-Role wrote:

      duuuke wrote:

      Wenn es hier ums tippen geht, dann tippe ich eher auf einen kalten Akku.
      Diesbezüglich brauchst nicht zu tippen. Die Mavic kann Motorprobleme von nem kalten Akku unterscheiden. Bei letzterem steht das dann in der Fehlermeldung.

      Genau... Und sooo empfindlich sind die Akkus punkto Kälte dann auch wieder nicht...

      Ich sehe das nach wie vor als nen ziemlich klaren Fall von Vereisung...
    • Zum Beitrag von Skyscope noch was: in der AccWeather App zb sieht man aktuelle Temperatur und Taupunkt, sehe komfortabel. Aktuell übereinstimmend mit Kachelmann.
      Temp 0° und Taupunkt -2° - bedeutet aufgrund der geringen Differenz ne gute Chance auf Vereisung, hab ich das richtig kapiert? Kalt genug für trockene Luft ist es ja noch nicht.
    • So ist es. Die aktuelle Wetterlage bietet ab Mitte bis Süden Deutschlands beste Voraussetzungen für eine optimale Prop-Vereisung. ;)
      Unabhängig davon sollte man im Hinterkopf haben, dass die Temperaturangaben der Apps und auch bei Kachelmann immer nur aus starker Bodennähe kommen....
    • Habe eigentlich noch nirgendes gelesen, dass schon mal Jemand auf die Idee gekommen ist, die Propeller zu beschichten, um entstehendes Eis abzuwerfen. Denkbar wäre ein hochwertiges Autohartwachs wie das R222 oder eine Teflon-Beschichtung.

      The post was edited 1 time, last by Kojak ().

    • Davon hab ich schon gelesen: An Propellern werden elektrische Heizsysteme eingesetzt. Das ist aber sehr "stromhungrig" und deswegen nicht "anhaltend genug". An Tragflächen werden Gummiflächen aufgebracht, die durch Drruckluftstöße aufgeblasen werden können, um Eisbildungen "Abzuwerfen".

      Chemischen Substanzen gibt es keine, die Vereisung verhindern könnten.

      Da hilft nur dasselbe, wei in der professionellen Luftfahrt: Die drei wichtigsten Dinge: 1. Vorsicht, 2. Vorsicht, 3. -----

      Temperaturen zwischen -5 und +5 Grad, Luftfeuchte über 60%: "Alarmlampen an"

      Weil der Worstcase bei der "unbemannten" relativ harmlose Folgen hat, wird darauf viel zu wenig geachtet. Ich habs selber erlebt. Seitdem: Obacht!!!
    • hegauer wrote:

      Da hilft nur dasselbe, wei in der professionellen Luftfahrt: Die drei wichtigsten Dinge: 1. Vorsicht, 2. Vorsicht, 3. -----

      Habe ich mir auch gedacht, dass das durch nichts zu ersetzen ist... Klappt bei mir (auch bei Flügen unter anderen Bedingungen) jetzt die 5 Jahre, die ich dabei bin gut... 8)
    • @'Kojak
      Wenn man was auf die Auftriebsfläche schmiert könnte das Problem entstehen, dass das Zeug den selben Effekt auf die Auftriebsfläche hat wie das Eis... (ja nach dem: Gewicht, Widerstand, unsaubere Ströhmung über die Fläche)
      Deswegen löst sich auch ab einer bestimmten Geschwindigkeit die Enteisungsflüssigkeit von den Flächen bei den grossen Fliegern....
    • @Bullshark

      Von "schmieren" kann da ja keine Rede sein. Das ist eher eine hauchdünne Oberflächenversiegelung, die sogar noch minimale Unebenheiten in der Propellerfläche ausgleichen kann und somit die Strömung optimieren kann. Mit einer Laborwaage kann man dann die Gewichtszunahme im Milligrammbereich messen...

      Bei den großen Fliegern werden die Flügelvorderkanten mit Zapfluft beheizt oder es wird aus ganz feinen Düsen Isopropanol herausgepresst.
    • @Kojak
      Jup, das sind Methoden um das Eis in der Luft wieder los zu werden (Zapfluft eigentlich hauptsächlich bei den Jets, Boots bei Props), funktioniert aber nur im Flug.
      Am Boden wird "geduscht" - je nach Wetter mit unterschiedlicher "Schmotze". Und die muss sich beim Starten ab einer bestimmten Geschwindigkeit ablösen.
      Ob das mit dem Wachs funktionieren würde müsste man mal versuchen. Das Wachs lässt ja nur Wasser abperlen? Bei kalten Temperaturen hast Du ggf nicht flüssig, was erst gefriert sondern es gefriert direkt beim auftreffen auf eine Oberfläche. Wenn das Wachs auch das verhindert könnte man so zB Fanblade-Vereisung verhindern.
      Aerodynamisch sind kleine Unebenheiten garnicht so schlecht (Thema Haihaut)
      Aber ob und wie das im kleinen ev funktioniert müsste man testen.
    • Interessant: Die einen überlegen sich, was auf die Props zu pinseln, andere wuchten ihre Propeller mit Prop Balancern aus. So unterschiedlich kann das sein... ;)

      Ich mach beides nicht, checke die Taupunktdifferenz, und fliege dann einfach nicht... :)
    • Ich bin was Kopter angeht auch ein Anfänger. Helis und Billigdrohnen ohne GPS habe ich aber auch. Bei kalten Temperaturen fliege ich nicht. Bei Nebel hat mich die mavic 2 pro auch gereizt, aber ich hatte bedenken und in der Anleitung steht ja auch, dass man bei solchen Bedingungen mit Feuchtigkeit nicht fliegen darf. Ich denke man muss kein Profi sein, sondern sich einfach informieren, wie und ob man bei bestimmten Wetterlagen fliegt. Starker Wind und Nebel sind für mich, gerade weil ich Anfänger bin tabu. Aber dafür kann sich der TE natürlich nix kaufen. Ich habe dafür andere Anfänger Fehler gemacht wie z. B. den Akku bis auf 0% geflogen und die Warnung abgestellt. War auch nicht schön.
    • Antwort auf den gelöschten Beitrag: Kachelmann Messstationen in um Hamburg. wetterstationen.meteomedia.de/map=Schleswig-Holstein_Hamburg

      In meiner Region nutze ich regelmäßig die Infos dieser Stationen. Auch wenn das keine "Flugwetterdaten" sind, stellen sie doch eine gute Basis zur Einschätzung der Wettersituation dar. Besonders die Prognosenazeige ist eine gute Informationsquelle bezüglich Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Wind. Ich finde sonst nirgends so zuverlässige Prognosen und Daten.

      Auf der oben verlinkten Seite findet man auch genaue Standpunkte der Kachelmann Mess-Stationen im gesamten deutschsprachigen Raum D/A/CH

      Eine weitere gute Quelle für Wettersituation ist die kostenlose App UAV Forecast aus dem Playstore (Apple und Android)

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    • @Bullshark

      Du weißt ja, dass Skier eingewachst werden, damit Kratzer aufgefüllt werden und eine gleitfähige Oberflächenversiegelung entsteht, die Eis und Schnee nicht auf den Kunststoffgleitflächen der Skiern anhaften lässt.
      Der Haihaut-Effekt entsteht übrigens nur, wenn die Rillen gleichmäßig in Strömungsrichtung angeordnet sind. Durch zufällige Kratzer kreuz und quer entsteht dieser Effekt nicht und hat nur Nachteile, siehe Skier.
      Die ganze Überlegung Propeller gegen Vereisung zu präparieren ist ohnehin nur für Diejenigen relevant, die auch bei ungünstigen Wetterbedingungen aufsteigen müssen also z.B. die Mavic 2 Enterprise Dual, siehe auch das DJI Einsatzportofolio. Wenn die Bergwacht eine Person suchen muss, können sie nicht auf schönes Wetter warten.
    • Haihaut Effekt, Lotos Effekt und der beschriebene Skiwachs Effekt, haben dabei übehaupt keinen physikalischen Einfluss. Die Kristallbildungs Bedingungen sind dafür maßgeblich.

      Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die besonderen aerodynamischen Vorgänge am Propeller bedingen die Eisbildung. Kristallbidung geschieht sogar auf Früchten, die eine natürliche Wachsschicht haben. Und gewachste Skier können auch auf Schnee oder Eis "festkleben", wenn es nur kalt genug ist.
    • Natürlich haben Haihaut, Lotus und Wachs keinen Einfluss auf den Übergang von Aggregatzustand Wasser auf Aggregatzustand Eis, dass hat ja auch niemand behauptet.

      Die Eisbildung wird aber maßgeblich davon beeinflusst, ob das Eis überhaupt anhaften kann. Klar gibt es auch Früchte mit Wachsschicht und Eisschicht darüber, aber die Früchte drehen sich ja auch nicht mit 10000 U/min, also 0 Fliehkraft.

      Das gewachste Skier auf Schnee oder Eis festkleben glaube ich darum nicht, weil ich selbst schon bei -35°C Langlauf gefahren bin. Auch im finnisch-sowjetischen Winterkrieg hatten die finnischen Scharfschützen eine besondere Taktik: Flach im Schnee liegen bleiben, schießen, auf die Langlaufskier und nichts wie weg. Simo Häyhä hat so über 500 Gegner getötet. Wenn ihm dabei die mit Kerzenwachs beschichteten Holz(!)skier bei bis zu -45°C vereist wären, wäre das sicher nicht möglich gewesen.

      Kann übrigens dieser Tage jeder selbst ausprobieren: Die Frontscheibe zur Hälfte mit Hartwachs beschichten. Die unbehandelte Seite lässt sich nur vom Eis freikratzen, die beschichtete Seite lässt sich mit dem Handbesen säubern. Versuch macht klug.
    • Die Wirkungsweise der der Wachsschicht auf Skiern hat überhaupt nichts mit Vereisung von Propellern gemein. Das hat ganz andere physikalische Grundlagen. Gleitflächen an Skieren und anderen Kufen funktionieren durch Reibungswärme, die dünne Wasserschicht zwischen Eis und Kufen bildet und somit das Gleiten ermöglicht. Kristallbildung gibt es an allen Oberflächen, egal ob hydrophob oder nicht.

      Obwohl die Menschliche Haut auch durch Fett-Wachs in der Oberhaut geschützt ist, kann sie in sekundenschnelle derart festfrieren, dass ein Lösen Verletzung zur Folge hat, wenn der Untergrund entsprechend kalt ist.

      Wachs, Fett, Silcon verhindern festfrieren nicht. Es bildet lediglich eine Schicht (auch bei Frost) weicher Konsistenz, die sich leichter lösen lässt. In der Flugzeugtechnik hat sich aber bewiesen, dass derartige Beschichtungen nicht einmal auf Tragflächen standhalten, geschweige denn auf Propellern.

      An meine Frontscheibe kommt kein Wachs, Gott bewahre. Da halte ich das Eis mit einer Folie Fern, wenn es mal im Freien übernachtet, das geht schneller als Abfegen. Huch... Ideen hab die Leute ?!
    • Es gibt ja auch diese nano versiegelung für die Scheibe. Regen perlt durch den Fahrtwind ab, und Eis haftet tatsächlich kaum an der Scheibe. So ganz verkehrt ist die Idee daher nicht unbedingt.
      Aber komplett ohne Haftung ist das ganze natürlich nicht, und muss halt sehr viel häufiger am Auto im Winter erneuert werden.

      Ob das auf der vergleichsweise rauen Oberfläche der Propeller auch funktioniert? Gummi Dichtungen reibt man mit Silikon oder Vaseline ein damit sie nicht zusammen frieren im Winter
    • hegauer wrote:

      Die Wirkungsweise der der Wachsschicht auf Skiern hat überhaupt nichts mit Vereisung von Propellern gemein.
      Das habe ich auch nicht behauptet, es geht darum, ob das Eis überhaupt anhaften kann. Ich hoffe ich muss dir das jetzt nicht noch ein 3. Mal schreiben.
      Das Eis per se entstehen könnte hängt mit der Bernoulli Gleichung und der allg. Gasgleichung zusammen und das ist erst der Anfang der physikalischen Vorgänge dabei, denn beim Übergang von Wasser zu Eis entsteht auch wieder Energie in Höhe von 335 Joule pro Gramm Wasser. Jetzt klar?

      Haut ist ein unbrauchbares Beispiel, denn Haut besteht im Gegensatz zu Kunststoff zu 70% aus Wasser.


      hegauer wrote:

      Wachs, Fett, Silcon verhindern festfrieren nicht. Es bildet lediglich eine Schicht (auch bei Frost) weicher Konsistenz, die sich leichter lösen lässt. In der Flugzeugtechnik hat sich aber bewiesen, dass derartige Beschichtungen nicht einmal auf Tragflächen standhalten, geschweige denn auf Propellern.
      Das stimmt nicht. Wie Ralf-M schon geschrieben hat werden Silikon, aber auch Glycerin und Hirschtalg auf Gummidichtungen aufgetragen, um das Festfrieren von Gummidichtungen zu verhindern.


      Was die Flugzeugtechnik betrifft kannst du dich hier mal auf den aktuellen Stand bringen:

      igb.fraunhofer.de/de/forschung…i-eis-beschichtungen.html


      Auch bei den Turboprop-Triebwerken von GE Aviation wird daran gearbeitet:

      "Das ehemals britische Unternehmen arbeitet beispielsweise an einer neuen Luftschraube mit einer speziellen Beschichtung, die Vereisungssysteme überflüssig machen soll."

      flugrevue.de/flugzeugbau/trieb…rboprop-triebwerke/610284



      @'Ralf-M

      Diese Nano-Versiegelungen sind in der Tat ziemlich wirkungsvoll wie z.b. diese hier:

      solitaire-mainz.de/index.php?id=253
    • Heute kann ich endlich über den Abschluss der „Reparatur“ berichten. Ich habe heute eine Ersatz-M2P erhalten, nachdem mir der Reseller vor zwei Tagen mitgeteilt hatte, dass meine M2P nicht mehr reapiert werden konnte. Er bot mit ein Ersatz, eine Gutschrift oder einen Gutschein an.

      Heute hat der Paketbote nun das Ersatzgerät gebracht. Die Verpackung war verschweisst, ich bilde mir aber ein die Kleber auf der M2P seien nicht vollständig und auf der Fernbedienung würde ich Gebrauchsspuren erkennen. Egal, ich bin froh, wieder eine M2P zu haben und das kostenlos. Somit bin ich wohl mit einem blauen Auge davon gekommen.

      Nun warte ich mal bessere Flugbedingungen ab, um dann wieder ein paar tolle Bilder zu machen.

      An dieser Stelle herzlichen Dank an die vielen Inputs hier. So konnte ich mir den Absturz rasch erklären, wofür meine Anfänger-Naivität anfänglich im Weg stand. Inzwischen habe ich auch noch vieles mehr gelesen und freue mich auf den nächsten Flug.