Variable Blende vs. ND Filter

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    • Variable Blende vs. ND Filter

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      Hallo Leute,
      eine technische Frage zur M2P.
      Macht die Variable Blende bis f/11 den Einsatz von ND Filtern in bestimmten Bereichen obsolet?
      Ich meine, ob sich die Belichtungszeit beim filmen nur mit der Blende in den Bereich FPS x2 bringen lassen kann. Zumindest bei bestimmten Lichtverhältnissen.
      Oder gibt es optische Gegebenheiten, Beugungseffekte welche dagegen sprechen?
      Danke und Gruß.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nero110 () aus folgendem Grund: Beugungseffekte statt Bergungseffekte ;-) thx

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      Eine variable Blende ist immer einem Filter vorzuziehen.
      Ein Filter ist ein zusätzlicher Fehler, man nimmt nur hochwertige und wenn es unbedingt sein muß.
      Wenn du mit Tiefenschärfe arbeiten willst, (große Zahl = kleine Blende = viel Tiefenschärfe)
      dann Blende auf und Filter ran.
      immer etwas Kolofonium in der Nase
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      Die Blende ermöglicht dir nur eine gewisse Feinjustierung im Bezug auf die Shutterspeed. Willst du in 4K filmen, dich dabei strikt an die 180er Regel halten und auch nicht nur zur Dämmerstunde fliegen möchtest, wirst du um ND-Filter nicht herumkommen. Daher sehe ich die verstellbare Blende auch nicht als so großen Vorteil der M2 Pro beim Filmen an.
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      hm. eigentlich kann ich noch nicht mitreden, weil ich (noch) keine Mavic 2 habe. Aber ich schätze, dass man auf die hohen ND-Filter wie ND 16 und ND 32 vermutlich verzichten kann, wenn man eine variable Blende hat. Langzeitbelichtungen am Tag (ab ca. 3 Sekunden aufwärts) macht man in der Luft auch bei Hyperlapse wohl eher nicht – es sei denn, man experimentiert mit künstlerischer Motivation.

      Kennt jemand einen guten Drohnenfilm, bei dem die Tiefenschärfe wirklich vorteilhaft eingesetzt wurde? Das würde ich sehr gerne sehen.

      @nero110
      "Bergungseffekte"
      Meinst du "Beugungseffekte" oder möchtest du mit deinem ND-Filter Lawinenopfer bergen?

      FIlmprofis versuchen in vielen Situationen, die Blende auf die Einstellung zu bringen, bei der die optische Leistung der Kamera am besten ist. Wenn dann noch die Belichtungszeit und ISO definiert sein soll, muss man trotz variabler Blende ND-Filter verwenden. Dann ist die Blende ja streng genommen nicht mehr variabel ;) , sondern bewusst definiert. Gute Drohnen-ND-Filter werden nicht auf die Optik aufgesetzt, sondern ersetzen die Frontlinse. Und dann sollte keine Verschlechterung der Optik durch den ND-Filter auftreten. Dunkles Glas muss nicht schlechter sein.

      Und jetzt kommt dann der Herr @skyscope und sendet dir einen Forumslink zu einem Thread, in dem er das schon extrem genau erklärt hat. Oder er schreibt nochmal eine neue Abhandlung zum Thema für die Nerds.

      Dieser Beitrag wurde bereits 21 mal editiert, zuletzt von Ralf Neverland ()

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      Da wir hier nicht nur grundsätzlich, somdern über die Mavic 2 im speziellen redenreden, sind derern Eigenheiten zu berücksichtigen.
      Die optimale Schärfe ist bei mittleren Blendwerten anzutreffen. Persönlich kann ich jedoch auch bei den kleinen Werten keine Einbußen erkennen. Bei Werten >5.6 leidet die Schärfe dann zunehmens, 11 ist m.E. unbrauchbar.
      Auf Filter wird man daher bei sonnigen Tagen kaum verzichten können, zumindest wenn man sich an die 180 Grad shutter Regel halten möchte.
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      nero110 schrieb:

      Macht die Variable Blende bis f/11 den Einsatz von ND Filtern in bestimmten Bereichen obsolet?
      ...
      Oder gibt es optische Gegebenheiten, Beugungseffekte welche dagegen sprechen?
      Nein und Ja.
      Wenn Bildqualität Deine oberste Priorität ist, dann hat die Mavic 2 eigentlich keine variable Blende, denn nur mit Offenblende f/2.8 und f/4 wird scharf abgebildet, danach wird es merklich schlechter. Insofern sind ND-Filter hinsichtlich der Einflussnahme auf die Verschlusszeiten genau so wichtig wie bisher. Die Objektive sind eben die Achillesferse bei diesen kompakten Kamerasystemen.
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      Bergungseffekte sollte natürlich Beugungseffekte heissen. Thx Ralf.

      Langzeitbelichtung beim Photographieren ist klar. Ist für mich aber eher nebensächlich. Nutze das mit der normalen DSLR schon seeehr selten.

      Mehrheitlich werde ich Landschaftsaufnahmen machen. Da ist eine durchgängige Schärfe gewollt und eine kleine Blende m.E. kein Problem.

      Bei welcher Blende die Kamera in Summe die beste Auflösung hat, wäre interessant.
      Kenne ich bei DSLR von opticallimits.com/. Ist aber eher war fuer Pixel-Zahler :)

      skyscope schrieb:

      f/2.8 und f/4 wird scharf abgebildet, danach wird es merklich schlechter.
      Ok. Interessant das es bereits bei f/4 abnimmt. Haette zumindest bei "Sonne lacht, Blende acht" erwartet das f/5,6-f/8 der Sweat Spot ist...
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      @Ralf Neverland
      Habe den Kopter seit Herbst letzten Jahres und bei hellen/sonnigen Lichtverhältnissen versucht mit manuellen Einstellungen (also ISO/Blende/Verschlußzeit) gute Resultate zu erzielen. Das klappt aber nur bedingt und unter Einhaltung der Shutter Regel eben gar nicht. Mein Fazit: ND-Filter müssen her. Hatte erst den orig. DJI Satz im Auge, tendiere jetzt zu PolarPro. Kann aber bis Frühling warten.
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      Kennedy01 schrieb:

      @Ralf Neverland
      Habe den Kopter seit Herbst letzten Jahres und bei hellen/sonnigen Lichtverhältnissen versucht mit manuellen Einstellungen (also ISO/Blende/Verschlußzeit) gute Resultate zu erzielen. Das klappt aber nur bedingt und unter Einhaltung der Shutter Regel eben gar nicht. Mein Fazit: ND-Filter müssen her. Hatte erst den orig. DJI Satz im Auge, tendiere jetzt zu PolarPro.
      Wenn ich mich nicht täusche, ist der ND-Filtersatz von DJI unbeschichtet. Mit den PolarPro hab ich keine negativen Erfahrungen gemacht, wobei ich ehrlicherweise auch keinen Unterschied zu den günstigeren Neewer-Filtern feststellen konnte.
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      Ja, es muss nicht immer Polarpro sein. Ich hatte mit Anfangs schon direkt die Freewell Filter gekauft, weill die Polarpro nicht lieferbar waren, und bin mit denen auch sehr zufrieden. Irgendwo im Netz gibt es auch einen kleinen Shit-Storm unter Beteiligung des Polarpro-Marketings, weil bspw. die Skyreat-Filter und die von Polarpro alle vom gleichen Band laufen.
      Letztlich tun die sich alle nicht mehr viel, denn da die Community die inzwischen alle auf Herz und Nieren prüft, kann sich kein einigermassen renommierter Hersteller mehr erlauben, grob unscharfe und/oder farbverfälschende Filter auf den Markt zu werfen, "Sonderangebote" für 20 € das 6er-Set aus irgendeinem China-Portal mal aussen vor gelassen.
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      nero110 schrieb:

      Dann sollte man aber auch nicht Hasselblad auf die Kamera drucken :/
      Weil die Kunden dann sofort Mittelformat-Qualität erwarten? ;)
      Der Verwendung von anderen großen Brand-Namen Ist doch reines Marketing, und uralt. Auch die Zeiss-Objektive von Sony werden nicht von Zeiss gefertigt. Und Hasselblad hat den eigenen Namen weit vor dem Einstieg von DJI missbraucht, siehe die umgelabelten Sony NEX 7.

      Im Ernst, es gab in US-Foren schon bei Erscheinen des P4P ein Aufschrei, weil die Qualität der P4P nicht an die Sony RX100 heran kam, trotz gleichem Sensor.
      Es schaut halt häufig a) kaum einer auf die Objektive und b) antizipiert, dass man die Physik letztlich nicht verarschen kann, trotz immer schnelleren und damit besseren Bildprozessoren.
      Das wird sich in den Größen von Mavic und Co auch nie ändern.
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      nero110 schrieb:

      skyscope schrieb:

      Die Objektive sind eben die Achillesferse bei diesen kompakten Kamerasystemen.
      Dann sollte man aber auch nicht Hasselblad auf die Kamera drucken :/ (Auch wenn der Laden zu großen Teilen DJI gehört und da vermutlich der Name Kostenfrei zugänglich ist...)
      So ist das halt in der heutigen Zeit. Jemand druckt Leica auf ein Smartphone, prägt Carl Zeiss neben eine Linse ein oder schreibt Hasselblad auf einer Kopterkamera. Das sind alles nur Markennamen und die sind in der technischen Betrachtung erstmal völlig nichtssagend. Wir sollten aber die Eitelkeit der Kunden nicht vernachlässigen. Die schreiben sich auch lieber Hasselblad und Pro auf die Fahnen, um wenigstens dem Namen nach die Amateurliga verlassen zu haben.
      Ich wette, hätte es die Zoom in der Bezeichnung "Pro Zoom" gegeben, dann wäre der Zoom-Anteil bei den vielen Youtubeinfluenza deutlich größer ausgefallen.