Pinned Diskussion: Rehkitz-Rettung via Drohne

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    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Ich kenne mich mit den technischen Gegebenheiten bei Landmaschinen nicht aus - verstehe aber natürlich, dass unmittelbar am Mähwerk die Reaktionszeiten von IR bzw. Thermalsensoren sehr knapp sind. Nur - wäre es nicht möglich, die Reaktionszeit deutlich zu verlängern, wenn über einen Ausleger in Fahrrichtung weiter vorne registriert würde? Dort könnte auch eine Thermalkamera hängen und über eine geeignete Auswertung Warnsignale ausgeben. Dadurch könnte der gesamte Kosten- bzw. Aufwandsanteil für Kopter, Versicherungen, Ausbildung, Zertifizierungen, Einschränkungen durch Flugverbotszonen und ggfs. zusätzliche Freiwillige eingespart werden. Das wäre sicher in Stückzahlen halbwegs preiswert produzierbar und möglicherweise auch kollektiv für mehrere Landwirte nutzbar (zumindest Kamera und Auswertung).
      Der Vorteil wäre ja auch, dass unmittelbar beim Mähen erkannt und gerettet werden kann, Aufwand/Verzögerung entsteht für den Landwirt also nur, wenn tatsächlich eine Erkennung stattfindet, also keine Leersuchen, etc..
      Wenn näher über dem Boden annäherungsweise in Mähbreite detektiert würde, käme man dort sicher auch mit preiswerteren niedriger auflösenden Kameras aus. Alternativ wäre ggfs. auch das Detektieren seitlich vom Mähweg vorausschauend für den nächsten Mähstreifen möglich?

      - Carsten
    • Hätte natürlich ein Limit dann, wenn das Mähen so lange in den Tag geht, dass die Kamera aufgrund der zunehmenden Sonneneinstrahlung nicht mehr differenzieren könnte.

      The post was edited 1 time, last by Carsten Kurz ().

      Post by shadow_101260 ().

      This post was deleted by Jens Wildner: Vollzitat - Regel C.8 missachtet! ().
    • Naja, irgendwann mal wird der 'Ausleger' eine Funkverbindung zum autonom vorausfliegenden Kopter sein. ;) Solange wird man die Arbeit der Suchteams optimieren müssen.

      Man würde sich wünschen, dass es da mehr Softwareunterstützung gibt. Vorstellbar wäre mehr oder weniger automatische Übermittlung der Fundposition, ggfs. mit Foto der optischen Kamera an Smartphones der Begleiter, die sich dann unabhängig vom Piloten GPS- und bildgestützt auf die Suche machen könnten, während der die Mission schon weiter abfliegt. Das dürfte reichlich Zeit und Akkuwechsel sparen. Sicher, bei zweifelhaften Signalen ist manchmal direkte Interaktion am Fundort nötig, aber sicher nicht immer.

      Das wären doch auch Funktionen, die ganz generell bei allen Arten von Suchmissionen praktisch wären, da bräuchte man gar nicht die Bambi-Nische bemühen.

      bild.de/regional/koeln/koeln-a…escher-62582138.bild.html

      - Carsten

      The post was edited 3 times, last by Carsten Kurz ().

    • Hallo Zusammen,
      ich konnte heute meinen ersten Testflug mit meiner Mavic Dual absolvieren und war zunächst erstmal vom Ergebnis entäuscht, obwohl ich sogar mehere Rehe und andere Vierbeiner als Probanten hatte.
      Hintergrund, ich fliege schon seit einigen Jahren Copter und hab auch auf der Mavic1 und 2 einige Stunden Flug-Erfahrung. Somit lag mein Focus heute 100% auf der Wärmebildfunktion um ein Eindruck der Funktionen zu gewinnen und zukünftig bei der Rehkitzrettung auch aktiv werden zu können.
      Ich hab bei den heutigen Testflügen zwischen der Temp-Skala und der Automatik hin und her geschaltet und versucht durch unterschiedliche Einstellunegn das Ergebnis zu optimieren.

      Heute Abend also der Erstflug, 20min vor Dämmerung, LuftTemp leicht abgekühlt, ca. 19° Teilweise hatten die Straßen und Feldwege noch ca. 20-22°
      Ich hatte ein paar Pferde, Schafe, Kühe und sogar mehere Rehe als Probanden.
      Die Pferde sowie Kühe konnte ich auch schon von ca. 50m Entfernung via MSX erkennen.
      Auf freier Feld dann die Rehe via Auge gesichtet und gezielt mit der MavicDual und MSX aktiv in deren richtung geflogen. Trotz direkter Sichtverbindung ist es mir nicht gelungen die Rehe mit der Wärmebildkamer zu erkennen. obwohl ich direkt über den Rehen in ca. 10m höhe geparkt hatte. im Visual Mode konnte ich die Rehe auch wunderbar von obn sehen, lediglich im Wärmebild waren diese nicht oder nur minimal zu erkennen.

      Klar ist, die Wärmebild allein hätte mir hiebei die Rehe vorentalten.
      Das gleich ist mir mit der Schafsherde passiert. ich stand direkt 15m über ca. 30 Schafe und ich hatte lediglich die optische umrandung durch den MPX-Dual mode.

      Die Spot Messungen haben ergeben, dass die Rehe und Schafe ca. ine 15-17° Oberflächen Temp. hatten, also somit vermutlich nahezu Neutral zur Umgebung waren. Somit stellt sich mir die Frage, wie will man Rehkitze finden wenn die Umgebungstemperatur zwischen 15° und 20° liegt?

      Gibt es hierzu Ratschläge und Erfahrungswerte?
      Wie hoch sollte der mind. Tempunterschied zwischen Tier und der Luft sein?
      Welche Einstellungen sind hierfür empfehlenswert?

      Ich hoffe sehr dass zukünftige Suchen bessere Trefferquoten bringen!
    • Das ist doch eigentlich hier und anderswo ausufernd erklärt worden, dass man am sehr frühen Morgen fliegen muss, damit man einen brauchbaren Temperaturgradienten zwischen Boden/Hindergrund und Tier hat. Sobald der Untergrund sich durch die Sonne erwärmt, versagt die Wärmebildkamera bei der Differenzierung. Deswegen früh aufstehen und früh aufhören. Abends ist da nix zu reißen. Ideal sind die Ende Mai/Anfang Juni regelmäßig noch auftretenden sehr kalten Nächte. Sowohl kalendarisch, als auch was die nutzbaren Tageszeiten/Wetterumstände angeht ist das praktisch nutzbare Zeitfenster für die Suche vor dem Mähen sehr klein.

      - Carsten
    • Hallo ihr beide,

      die Frage " Wie ?" ist sicherlich berechtigt und die Antwort "Morgens Früh !!!!! " eindeutig und richtig .... Wenn tagsüber die Sonne die Möglichkeit hatte den Bereich, den du absuchen willst oder sollst aufzuwärmen reduziert sich die Chance mit jeder Sonnenminute deutlich. Kannst du morgens live miterleben. Stell dich bei Sonnenaufgang an ein Feld .... sobald die Strahlen Maulwurfshügel, Gras freie Flächen oder sogar Zaunpfähle treffen, kannst du zusehen wie dein Display zu leuchten beginnt .... Dann rennen deine Helfer so oft "für nichts" aufs Feld das die Motivation sichtlich schwindet ( insbesondere bei denen, die falsch angezogen sind (nasse Jeans, Strümpfe usw.))
      Desweiteren, machen wir uns nichts vor, ob die DJI M Dual oder die Yuneec CGOet sind nicht die Cams für die optimale, professionelle Rehkitzrettung ( wir haben letztere zu Hauff) - du wirst feststellen das es genügend Bäume gibt die höher sind als deine 20m Flughöhe, aus Hundert Meter Entfernung sieht es die ersten Male aus als wärst du schon drin - man wird mutiger und dann sitzt man drin - Strommasten und deren Leitungen baumeln hier bei uns zu Hauff im Weg und bei der Missions-erstellung am heimischen PC sieht man selbige nicht.......Bäume sind seit dem letzen Google Überflug gewachsen und Windkraftanlagen waren auch noch nicht da ... aber so bleibt das Pilotenleben höchst spannend.

      Bei Yuneec gibt es einen "SUCHMODUS" für Haarwild FH203P meine ich, heißt der. Kann man in den Einstellungen der Camera wählen. Dieser "ignoriert" dann Temperaturen drunter und drüber und die Farbpalette in der Darstellung wechselt auf ICE-FIRE. Warm = Weiß/grau und alles andere Anthrazit / Schwarz ...... muß man aber selber mal ausprobieren - was einem mehr liegt.

      Früh aufstehen und ab 3.30 - bis evtl. 7.30 erfolgreich Rehe finden. Bei Hängen und Wiesen die der Morgensonne ABGEWANDT sind hast du ein größeres Zeitfenster ... und du brauchst ein Missionsprogramm dessen Vorgaben von deiner Drohne umgesetzt werden können. Ob der UAV-Editor der Schweizer Rehkitzrettung bereits M-Dual kann entzieht sich meiner Kenntnis ... die Inspire fliegt damit super ... aber selbige ist nur ein Lastenesel und fliegt die Umzugkartons zu den Helfern ..


      Um es morgens zu testen brauchst du als "Darsteller" nur von zuhause eine oder 2 mitgebrachte Wärmflaschen ... Wasser handwarm rein und dann auf freie Fläche, dann bei höherem Gras, Gras schritt hoch usw. = dann siehst du was sie kann und wo es aufhört .....


      GANZ WICHTIG = TRENNE DICH VON DER ILLUSION 100% ZU ERREICHEN - ABER GEBE ALLES UM ES ZU VERSUCHEN .....


      Gutes gelingen und eine unfallfreie Saison
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      The post was edited 2 times, last by shadow_101260 ().

    • Ok, das mit dem früh aufstehen ist inzwischen "leider" verständlich und sehe ich nun
      auch als notwendig an.
      Auch eine besser Kiste als die M2D wäre sicher hilfreich, die Frage ist jedoch ob man unter guten Bedingungen bezüglich Feld und Baum betrachtung auf 10m höhe nicht auch schon gute Ergebnise liefern kann?

      Stellen wir mal die Frage andersrum, wenn das Überfliegen eines Feldes mit ca. 6-8m Möglich ist, ist die M2D dafür ausreichend?
      Gab es in der Saision 2019 dazu Erfahrungswerte it der M2D?

      Für Einsteiger, in welcher Geschwindigkeit fliegt Ihr über das Feld?
      Und seid Ihr alle mit dem UAV-Editor unterwegs, bzw. macht Ihr den Überflug von Hand?
      Ein manueller Überflug stell ich mir sehr schwierig vor, da mit dem Kamera Blick nach unten ein Feld "Lückenlos" ab zu fliegen sicher nahezu unmöglich ist. Wie orinetiert Ihr euch?
    • Ergebnisse mit der M2D - ca. 25gerettete Kitze in unserem Jagdrevier nur 2 nicht gefunden (eines am Waldrand und das zweite am Tag ca. 11.00Uhr). Flughöhe zw. 10-20Meter im kupierten Gelände bei ca. 1.2m/s.
      Fliege mit einem Android Tablet und der Mission Flight Funktion der DJI Pilot App.

      Natürlich gibts bessere aber auch bedeutsam teurere Möglichkeiten - ich bin mit der DJI dahingehend zufrieden da sie jeder bei uns bedienen kann und keinerlei Vorkenntnisse benötigt werden.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Hallo Tension und EagleEi,

      der Begriff kupiertes Gelände sagt mir so nichts, stelle mir ein nicht ebenes Gelände vor. Habt ihr beide euch mit dem UAV-Editor, der schweizer RK-rettung mal beschäftigt ? Warum sollte man, wenn man doch etwas hat, das funzt?
      Die Programmierer haben selbst Jahrelange "SUCHERFAHRUNG". Sie haben zum einen Möglichkeiten integriert die:
      - dem Bauern die mgl. geben sich einzulocken und die Wiesen zu benennen, die sie wann und wo mähen wollen - diese können einem Piloten, so dieser dort regiestriert ist, zugewiesen werden.
      - du bist in der Lage die Höhe Gebietsbezogen anpassen zu lassen ( du sagst 20m und das Programm errechnet zu jedem Punkt die Flughöhe, egal wie Wellig das Gebiet ist)
      - die Mission kann auf DJI, Yuneec und andere Hersteller umgerechnet werden ( macht deren Programm )
      - du hast Programmierer-unterstützung
      - die Freuen sich über Feedback
      - du kannst alle Piloten deiner Gruppe über Aufträge informieren -----


      Über Qualität der Drohnen bzw. der WB-Cams brauchen wir nicht reden. Eine WB die aus 50m Höhe ein super Bild liefert kostet 4000.- aufwärts ... nur die Cam. 10-20m Flughöhe schränkt stark ein ... auch Klar ... nichts tun ist die schlechteste Lösung.... wir fliegen NOCH mit H520 25m/3m/s und dem Programm zum auffinden von Haarwild ( FH2xx...) läßt sich bei Yuneec einstellen ... und der Farbpalette ICEFIRE.... schwarz = Kalt / weiß = warm ...
      Meine DJI Inspire 1 nehme ich zum Umzugkistentransport für die Helfer, dann brauchen sie nicht ständig hin und her laufen ...... -
    • Danke an tension, für den ersten Positiven Beitrag für die M2D bezüglich Rehkitzrettung.

      Danke an shadow_101260 für die Rückmeldungen und gute Tipps!

      Zu UAV-Editor, das TOOL ist super, ich hab damit aktuell auch schon ein paar Übungsflüge erprobt und bis auf ein paar Bedienerfehler war alles super!
      Im Vergleich zu dem MissionPlaner noch vor ein paar Jahren echt super gemacht!
      Weder Litchi noch ander tools können derzeit die M2D steuern, bzw. das Thermalbild nicht einschalten/ Umschalten.

      Bei meineenTestflügen mit UAV-Editor war wir nocch nicht klar wie ich die "Kameraausrichtung" abschalten kann, ich hatte 80° eingestellt, da ich davon ausgegangen bin es wären 90° nach unten.
      Leider war 90° Horizontal und eine manuelle Kamerasteuerung war während des Flugs nicht möglich.
      Auch die Höhe hat noch nicht gepasst, hatte für die Mission 10m Eingestellt, die Kiste war aber mind. auf 20m Höhe.
      Etwas Umständlich ist auch noch das handling der KML-Files bzw. das ablegen auf dem Android und importieren in der DJI Pilot APP.

      Die Idee den Bauern Zugang zu geben ist gut, das macht das verwalten deutlich einfacher! (Klasse wäre natürlich noch Gruppennutzung, Piloten & Bauern)
      Wie kann ich die Höhe Gebietsbezogen anpassen lassen? Ist der Bezugspunkt dann auf den HOME Point also Startpunkt bezogen, sehr wahrscheinlich nicht über den Ultraschall/Optischen Sensor?

      20ha ist viel, Respekt! Wie habt Ihr das als Ehrenamt neben dem Beruf in einklang gebracht?

      In wie weit sind bei euch die Bauern und Jäger beim abfliegen involviert?
      Wie kann man Helfer mobilisieren? ... die Uhrzeit und die fehlende Bezahlung sind nicht die besten Argumente wenn es um das Thema geht.
      Hintergrund, bei uns in der Region ist das Thema neuland, bzw. auch unsere Landwirte sind keine Großbauern, ich vermute unsere Wiesen sind selten größer als 3ha
      Vorsichtig gefragt, in wie weit werdet Ihr für euren Einsatz honoriert? bzw. das Equipment finanziert?
      Wie kommen die Bauern und Helfer zueinander?