12 statt 8 Rotorblätter was denkt ihr?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • 12 statt 8 Rotorblätter was denkt ihr?

      Habe Mal einen Satz 3er Rotorblätter gekauft und werde sie heute Nachmittag Mal testen.
      Denkt ihr es wird sich bemerkbar machen beim Fliegen?
      Zu den Rotorblättern ,sehen von der Verarbeitung schon Mal gut aus im Carbon Look .Sollen aus Carbon sein,kann ich nicht wirklich feststellen.
      Größe und Passgenau gearbeitet.Sie richten sich genau wie die Originalen beim Start automatisch aus.
    • Technisch sollte bei gleicher Drehzahl da ja mehr Auftrieb entstehen, bzw. gleicher Auftrieb bei weniger Drehzahl und damit leiser. Was mich dabei vor allem mal interessieren würde ist, wie sich das auf die Flugzeit auswirkt.
    • Da bin ich auf das Ergebnis auch mal gespannt denn schon beim Phantom 1 haben sich über das Thema viele ausgelassen. Wenn ich es noch in Erinnerung habe bringen die Teile nichts. Weder steigt die Flugzeit noch hat man weniger Lärm.
      Gruß vom Nobier
      Nicht wundern meine Tastatur verliert ab und zu Buchstaben
    • Nobier wrote:

      Wenn ich es noch in Erinnerung habe bringen die Teile nichts
      so ähnlich ich das auch in Erinnerung, kann mich aber auch an epische Diskussionen von pro und con entsinnen. Die "Drei-Blatt-Gegner" postulieren im Wesentlichen einen geringeren Wirkungsgrad und größere Belastung des Motors. Wobei viele racer mit 3-Blatt geflogen werden, die allerdings mit geringerem Durchmesser und höherer Drehzahl (und die Motoren sind dafür ausgelegt).

      Naja, könnte auch hier wieder eine interessante Diskussion werden ... ich geh' schon mal Bier holen ;)

      PS: etwas wissenschaftlicher aufbereitet: rc-network.de/magazin/artikel_08/art_08-028/art_028-01.html
      und darin
      "... 4.2.1 Alternativ-Propeller mit 3- oder 4-Blatt
      Prof. Dr.-Ing. Demuth fand bei seinen Propellermessungen an der FH Trier heraus, dass 3-Blatt Propeller ca. 10 bis 15% schlechter im Wirkungsgrad sind als 2-Blatt Propeller gleichen Durchmessers und gleicher Steigung. Es gibt daher eigentlich nur drei Gründe, Mehrblattpropeller (für Kunstflug in einem Flugmodell) einzusetzen:
      • Ein zu niedriges Fahrwerk engt den möglichen Propellerdurchmesser ein.
      • Die Fluggeschwindigkeit in Abwärtspassagen des Kunstflugprogramms soll verringert werden.
      • Die Geräuschentwicklung soll reduziert werden (als Folge geringerer Drehzahl). ..."
      "we brake for nobody"
    • Ich coptere schon fast 20 Jahre und habe viel mit Propellern experimentiert. Ein Umstieg auf mehr Blätter brachte und bringt immer eine erhöhte Leistungsaufnahme. Allerdings gilt der Grundsatz, der Antrieb kpl. muss aufeinander abgestimmt sein. Es gibt immer 1 Optimum, sprich max. Wirkungsgrad. Ich habe mal ne Abhandlung gelesen, dass der 1-Blatt-Propeller den besten Wirkungsgrad hätte. 1-Blatt??? Ja - mit Gegengewicht. 1 Blatt hat halt den wenigsten Widerstand. Außerdem gerät 1 Blatt nicht in die Wirbelschleppe des Nachbarblattes.
      3-Blatt auf 2-Blatt-Antriebe erfordert eigendlich eine neue PID-Abstimmung.
    • ..."Zu den Rotorblättern ,sehen von der Verarbeitung schon Mal gut aus im Carbon Look .Sollen aus Carbon sein,kann ich nicht wirklich feststellen."
      Ob die Rotorblätter aus Carbon sind, kann man einfach festellen, indem man die Leitfähigkeit z.B. mit einem Stromprüfer misst. Kunstoff leitet praktisch keinen Strom, Carbon schon.

      Gruß: Thomas
    • @'TomBlue
      Auf den Rotorblättern kann man nicht messen da sie Laminiert sind.
      Allerdings sind die Kanten durch das Ausstanzen Offen dort schlägt das Messgerät tatsächlich aus .
      Ich wusste nicht das Carbon leitet also wieder was gelernt Danke.
    • So kompliziert ist das eigentlich gar nicht. Die genannte Regel soll nur der besser Übersichtlichkeit dienen und das künstliche Aufblähen verhindern.

      Die 3-Blatt Propeller werden, wie bluesoldi bereits erwähnt hat, mehr Strom ziehen. Beim hovern und langsamen Flügen sicher nicht problematisch. Fraglich ist aber wie die Regler der Mavic 2 ausgelegt sind und ob Sie der erhöhten Leistungsaufnahme im oberen Leistungsbereich standhalten.
      Grundsätzlich denke ich: Wenn die 3 Blatt Konstruktion grundsätzlich vorteilhaft wäre, hätte DJI das vermutlich auch so umgesetzt.
    • Kennedy01 wrote:


      Grundsätzlich denke ich: Wenn die 3 Blatt Konstruktion grundsätzlich vorteilhaft wäre, hätte DJI das vermutlich auch so umgesetzt.
      Hmnicht zwingend. Hersteller sehen Effizienz auch auf anderen Ebenen als der Nutzer. Wenn ein Dreiblattprop 50 Cent mehr kostet, als ein Zweiblattprop, dann sind das bei 4 Props pro Drohne immerhin schon 2 Euro. Sieht immernoch nicht viel aus, aber wenn man dann dran denkt, dass DJI nicht nur eine Drohne baut sondern hundertausende, dann ist man da schnell im sechs- bis siebenstelligen Bereich bei den Mehrkosten für die Herstellung und das überlegt sich ein Hersteller schon sehr schnell.
    • Kennedy01 wrote:

      Wenn die 3 Blatt Konstruktion grundsätzlich vorteilhaft wäre, hätte DJI das vermutlich auch so umgesetzt.
      Besonders bei Coptern wie die Mavic sehe ich die 3-Blatt Props ungeeignet, da diese beim Einklappen der Rotorarme stören bzw. demontiert werden müssten. Zusätzlich sind die originalen noch klappbar, was die 3 blättrigen nicht sind.
      Fly long and prosper.
    • Nicht nur das ist ein Nachteil der RTF-Kopter, man hat nichts mehr zu basteln. Wie schön waren die Zeiten wo man über solche Dinge lange schreiben konnte und man gute Ideen einbringen konnte.
      Heute ist halt RTF oder auch AEG (Auspacken, Einschalten, Garantiefall). :D
      Gruß vom Nobier
      Nicht wundern meine Tastatur verliert ab und zu Buchstaben
    • Nobier wrote:

      man hat nichts mehr zu basteln
      Klar, man kauft halt von der Stange. Ist positiv für die, die mehr fliegen wollen und weniger basteln. Hierbei geht es nicht nur um die sprichwörtlichen zwei linken Hände, sondern auch um die Zeit. Dem Einen macht genau das Spaß, der Andere sieht den Copter eher als Mittel zum Zweck. Z.B. für die Fotografie. ^^
      Aber zum Glück gibt es ja genug Auswahl. Und die Bastler finden sicher auch etwas, wo sie ordentlich schrauben können. :thumbup:


      Nobier wrote:

      AEG (Auspacken, Einschalten, Garantiefall)
      Ja gut - Qualität kostet, aber Geiz ist geil. Die Masse stürzt sich auf die Billig-Kopter und die teuren sind Ladenhüter. Wozu dann also teure bauen? :whistling:
      Fly long and prosper.
    • Madner Kami wrote:

      ...Wenn ein Dreiblattprop 50 Cent mehr kostet, als ein Zweiblattprop, dann sind das bei 4 Props pro Drohne immerhin schon 2 Euro. Sieht immernoch nicht viel aus, aber wenn man dann dran denkt, dass DJI nicht nur eine Drohne baut sondern hundertausende, dann ist man da schnell im sechs- bis siebenstelligen Bereich bei den Mehrkosten für die Herstellung und das überlegt sich ein Hersteller schon sehr schnell.

      + @Nobier

      Prinzipiell richtig, aber wenn es einen merklich positiven Einfluß auf die Flugeigenschaft/Stabilität und/oder Fluggeräusche hätte (und darum geht es doch in diesem Versuch), dann behaupte ich hätte DJI den Mehrinvest mit der üblichen Vertriebsspanne kalkuliert und aufgeschlagen. Ob ein Kopter in vierstelligen Bereich 5 € mehr oder weniger kostet ist dabei unerheblich. Merketingmäßig hätte man das dann aber hervorragend ausschlachten können. Andererseits wären die Nachteile eines wegfallenden Klappmechnismuses bei den Blättern dann zu lasten der Portabilität gegangen, was dem Konzept widerspräche. Egal, das Ding fliegt gut, so wie es ist.