Gericht: Genervter Nachbar darf Drohne mit Luftgewehr abschießen - Augsburger Allgemeine

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    • Gericht: Genervter Nachbar darf Drohne mit Luftgewehr abschießen - Augsburger Allgemeine

      Gericht: Genervter Nachbar darf Drohne mit Luftgewehr abschießen  Augsburger Allgemeine

      Muss man es hinnehmen, dass eine Foto-Drohne über dem eigenen Garten fliegt? Nein, sagt jetzt ein Gericht - und erlaubt auch drastische Mittel.



      Weiterlesen…Quelle: Google News
    • Das Urteil wundert mich, hoffentlich schießt der Mann nicht auch auf ein Kind, was vielleicht seinen verschossenen Ball aus dem Garten holen will. Der Drohnen Pilot hat natürlich blöd gehandelt, sollte entsprechend belehrt und bestraft werden, aber das ein Richter ein Herumgeballere toleriert, irritiert schon.
    • Bedeutet für den Bürger:

      Jeder Heißluftballon mit Leuten drin (wo jeder eine Kamera in der hand hat) darf über meinem Grundstück beschossen werden.
      Dem Gericht war ja der Schutz der Privatsphäre wichtiger wie die öffentliche Gefahr durch eine unkontrollierbare oder abstürtzende Drohne.
      Somit auch Leib und Leben der Bürger.
      Das steht schon alleine in keinem Verhältniss zu einem vielleicht (!) gemachten Foto....wo nichtmal wer drauf erkennbar sein muß!

      Man sollte dem Richter mal eine Drohne auf den Kopf fallen lassen oder mit Vollgas auf Gesicht ballern lassen.
      Mal sehen wo er danach Seine Prioritäten zum Thema setzt. :cursing: :thumbdown:
      Ich stehe eigentlich immer unter "Moderation", ich bin schliesslich verheiratet.
      Das sicherste Zeichen des wahrhaft verständigen Menschen ist Neidlosigkeit.
    • Nein, das mitführen von Luftdruckwaffen über 7.5 joule ist verboten. Nur der Transport ist erlaubt. Allerdings ist die Benutzung auf einem umfriedeten Grundstück auch nur erlaubt, wenn das Geschoss das Grundstück nicht verlassen kann. Seltsames Urteil

      The post was edited 1 time, last by Feen ().

    • @Feen
      Genau das hatte ich als Freizeitschütze auch gerade gedacht. Die Kugel oder Drohne hätten ein Kind treffen können. Aber von diesem Gericht aus dem Osten kommen öfter so seltsame Urteile. Als Betroffener wurde ich den Nachbar anzeigen wegen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr. Das hier war ja nur ein Zivilprozess, dann würde ein Strafprozess folgen, mit weniger schönen Konsequenzen für den Nachbarn. Oder leben wird jetzt im wilde Wesen?
    • Ich hHabe die Urteilsbegründung noch nicht gelesen, aber es würde mich sehr wundern, wenn das Urteil einer Berufung Stand halten würde. Es stützt sich auf den "Notwehrparagraphen" § 229 BGB, hier sinngemäß gekürzt:

      § 229 BGB wrote:

      Wer zum Zwecke der Selbsthilfe eine Sache wegnimmt, zerstört oder beschädigt [..] handelt nicht widerrechtlich, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist und ohne sofortiges Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich erschwert werde.

      Der Anspruch ist sinngemäß: "Es dürfen keine Bildaufnahmen von mir gemacht werden."

      Laut Gericht hätte der Luftgewehr-Schütze zwar "in sein Haus flüchten können, wenn er Aufnahmen verhindern wollte, allerdings hätte auch das nichts gebracht, wenn bereits Bilder gemacht worden sind. "

      Nur wird dieser Anspruch hinsichtlich bereits erstellter AUfnahmen durch einen Abschuss der Drohne auch nicht "vereitelt oder erschwert", denn wie wir alle wissen, senden Fotodrohnen überwiegend ein Live-Bild nach unten, und zeichnen Fotos/Filme auch auf den Endgeräten am Boden auf. Auch wird ja nur die Drohne abgeschossen (wo auch immer die dann abstürzt), was nicht bedeutet, dass die SD-Karte beschädigt ist, die sich der Schütze auch nicht ohne weiteres aneignen darf. Da passt also schon mal grundsätzlich was in der Tatsachenfeststellung und Begründung nicht zusammen.

      Und lassen wir das Luftzgewehr als Waffe mal Aussen vor und nehmen an, das Urteil (welches nichts mit dem eigenen Grundstück zu tun hat) wäre nicht anfechtbar, dann würde das bedeuten, dass man Drohnen überall, wo man meint, das eigene Persönlichkeitsrecht würde verletzt, vom Himmel holen könnte, womit auch immer. Das kann wohl kaum sein (gefährlicher EIngriff in den Luftverkehr usw.).

      Ich würde daher dieser erstinstanzlichen Entscheidung eines Wald-und-Wiesen-Gerichts zunächst mal nicht allzuviel nachaltige Bedeutung zumessen.
      Willkommen im Club!

      The post was edited 2 times, last by skyscope ().

    • skyscope wrote:

      Ich würde daher dieser erstinstanzlichen Entscheidung eines Wald-und-Wiesen-Gerichts zunächst mal nicht allzuviel nachaltige Bedeutung zumessen.
      Gebe Dir 100% Recht!

      Das Problem sind allerdings wieder unsere Medien und Presse, die das ganz toll finden und überall verbreiten (leider auch das Forum hier..kann man drüber streiten..egal) und nun jeder eh schon Drohnen-Hasser jagt auf Drohnen macht, aber diesmal bestärkt durch das Urteil, auch mit Schusswaffen!
      Ist der Schütze nicht gerade auf einem Foto/Video zu sehen, wird auch der Drohnenpilot ein Problem haben seine abgeschossene Drohne ersetzt zu bekommen, weil Er den Schützen kaum ausmachen kann.
      Überhaupt muß man erstmal feststellen können das nach einem unerwartenden Crash überhaupt eine Schußwaffe (Luftgewehr/Pistole) als Ursache war. Das ist sicherlich auch nicht immer und eifach direkt überhaupt zu erkennen.
      :(
      Ich stehe eigentlich immer unter "Moderation", ich bin schliesslich verheiratet.
      Das sicherste Zeichen des wahrhaft verständigen Menschen ist Neidlosigkeit.
    • Hier in Kanada ist man nicht ganz so zimperlich mit dem Abschießen von Drohnen, wenn diese nerven.
      Ich lebe selbst auf dem Lande und hier ist etwa alle 2 - 4 Km mal eine Nachbarfarm. Also jede Menge Platz, auch zum Fliegen.
      Seit 2013 Fliege ich selbst Drohne(n) und kenne beide Seiten. Die der Genervten und die der Nervenden. Man lernt halt dazu. So sollte es jedenfalls sein.
      Da hier fast jeder auf dem Lande bewaffnet ist, ist es das eigene Risiko, wenn man zu nahe an einem Grundstück vorbei oder darüber fliegt. Dann muß man halt jederzeit damit rechnen, das der Grundstücksbewohner versucht, die Drohne abzuschießen. Und ich finde das auch in Ordnung. Hier sind die meisten Leute nicht so streitlustig, wie in Europa. Wenn sich wirklich mal Ärger anbahnen sollte, dann suchen die Leute zuallererst einmal das Gespräch. Dabei wird meistens alles geklärt. Und ja, es gibt auch andere, und zwar diejenigen, die, schon wenn sie auch nur glauben, das jemand sich falsch verhält, sofort die Polizei alarmieren. Denunziantentum ist auch hier nicht unbekannt, kennt man ja als Europäer gut.
      Ab Juni ist es mit der Freiheit der Drohnenflieger auch hier vorbei. In dem schönsten Land der Welt zum Drohnen fliegen sind z.T. irrwitzige Vorschriften erlassen worden, die einem den Spaß am Drohnen fliegen vollkommen nehmen können. Die neuen Regeln sind teilweise sehr viel restriktiver, als in Deutschland. Und die Strafen sind drastisch, wenn man sich falsch verhält. Wer ab dem 1. Juni ohne zuvor in einer Flugschule erworbene Flugberechtigung (TEUER!) erwischt wird, kann ggfs. auch im Knast landen. Hier gibt es keine OW's, wie in Deutschland. Hier ist gleich alles Crime mit entsprechenden Strafen.

      Viel schlimmer als Drohnen sind hier die "Cropp duster". Das sind die Sprühflugzeuge, die in den Sommermonaten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang allüberall über die Landschaft schwirren und sich dabei wie Halbstarke benehmen. Wenn so einer am Sonntag morgen um 06:00h in greifbarer Höhe über das Hausdach knattert wie ein japanischer Kamikaze und nur ein paar Kurven fliegt, aus Lust an der Freude, dann ist alles was mit Drohnen zu tun hat, nur marginal dagegen. In B.C. ist (leider) einmal ein alter Mann zu Gefängnis verurteilt worden, weil er mit seiner .308 einmal so einen Luftrouwdy eine Kugel verpasst hatte. Diese blieb in dem stählernen Sitzgestell des Pilotensitzes stecken. Der Pilot war 68 und der Schütze war 55 Jahre alt. Also - Alter schützt vor Torheit nicht.
      Ich werde wohl meine Drohne demnächst verkaufen. Denn diese Gängelei mit den Spaß bremsenden und teilweise unlogischen Vorschriften muß ich mir nicht antun. Ich habe 5 Jahre lang meinen Spaß gehabt und unbezahlbare Aufnahmen und Videos gemacht. Ich bin vor 11 Jahren nicht nach Kanada gegangen, um mich weiter, wie in -D- gängeln zu lassen.

      Viel Spaß bei den kommenden Pfingstausflügen. Das Wetter soll ja toll zum Fliegen werden.
      Ich habe gerade anhand meines Alters hochgerechnet, das ich die meisten Kartoffeln schon gegessen habe. =O
    • @42go

      Deine Sätze verstehe ich nicht.
      Wird nun erst geredet in Kanda oder erst geschossen??? 8|
      Also ich wäre lieber Streitsüchtig mit meinem Nachbarn, als wenn erstmal geschossen wird und DANN evtl gerdet.

      Und auch ist dies (wie viele sin den USA) alle nur noch Irrsin. Jeder darf qausi mit Schusswaffen rumlaufen, aber die böse Drohne sollte möglichst keiner Fliegen.
      Die Welt ist nur nochdurchgeknallt, und der mensch hält sich immernoch für intelligent. ||
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      Das sicherste Zeichen des wahrhaft verständigen Menschen ist Neidlosigkeit.
    • Das ist ja ein Wahnsinn, was die Bürokraten alles gegen Drohnen ausbrüten. Ist es Drohnenhass, Unwissenheit oder haben zu viele Idioten Unfug mit einer Drohne angestellt?
      Der Richter wird sicherlich kein Drohnenpilot sein und jemals werden wollen.
      Einfacher wäre es wenn die Richter nebst Geldstrafe wie folgt bestrafen: Wer grob gegen die Regeln verstösst, bekommt lebenslanges Flugverbot, bei Kleinigkeiten halt die gelbe Karte.
      Somit müßten die verantwortungsvollen Drohnenflieger nicht leiden und die Sippenhaft wäre aufgehoben.
    • ganz ehrlich. Drognenforum hin oder her. Die Drohne hat dort nichts verloren. Und wegen solchen Typen, die sich nicht an die Regeln halten, werden legale Drognennutzer nur noch angefeindet.
      Ich hoffe der Pilot bekommt noch eine drauf.
      Ich habe auch ne schöne Drohne aber würde es nicht dulden, dass über meinem Garten ein Fremder glotzt.
    • Dass eine Drohne über einem fremden Wohngrundstück nichts zu suchen hat, ist selbsterklärend, aber im Einzelfall weist du als Bewohner oder Grundstücksbesitzer nicht, was die Drohne dort macht. Das kann ein Flyaway sein, das kann ein Kind sein was unerlaubt mit dem Spielzeug der Eltern rumhantiert, das kann eine Drohne im offiziellen Auftrag sein oder auch einfach nur ein unbedarfter Amateur der nicht aufgepasst hat oder es nicht besser weis. in den seltensten Fällen wird es ein Spanner sein und selbst wenn: Einfach auf Verdacht abschießen, ohne den Versuch das ganze erstmal überhaupt friedlich zu klären, ist ein absolutes No Go und es ist unter aller Sau, dass ein Gericht sowas duldet.
    • Bitte beachten, es wurde nicht darüber entschieden, ob Drohnen über Grundstücken abgeschossen werden dürfen oder nicht. Hier ging es darum, ob der Drohnist als Kläger in diesem Fall Schadenersatz vom Beklagten erhält. Und das ist ja kein Wischiwaschi oder endet in irgendeiner Bauchgefühlsentscheidung eines Deppen, sondern es gibt eine genaue Ordnung, wie so ein Zivilverfahren abzulaufen hat, die Zivilprozessordnung (ZPO).

      Oberflächlich angerissen entscheidet ein Richter dabei lediglich über den Sachverhalt, der ihm in Schriftsätzen oder im Prozess vorgetragen wird. Wenn der Anwalt des Drohnensteuerers versäumt hat, bestimmte Aspekte bzw. "rechtshindernde, rechtshemmende oder rechtsvernichtende Tatsachen" darzulegen und entsprechende Anträge zu stellen, dann fließen sie auch nicht in ein Urteil mit ein - bei Bedarf Google nach "Darlegungslast" und auch "sekundäre Darlegungslast".

      Beispiel "Ich musste in Notwehr handeln, da bereits Fotos von mir gemacht wurden. Nur so konnte ich verhindern, dass sie in Umlauf kommen".
      Nun hätte es an dem Anwalt des Drohnensteureres gelegen substantiiert darzulegen, dass diese Argumentationskette wenig stimmig und ihr somit nicht zu folgen ist (siehe meinen Beitrag oben).

      Selbst Anwälten ist da nicht zwingend allein der schwarze Peter zuzuschieben, denn Anwälte wissen nicht alles. Ausser mann nimmt sich für das jeweilige Thema einen Spezialisten. Das ist bei Kameradrohnen, die wie wir alle hoffentlich inzwischen wissen, mehrere unterschiedliche Rechtsbereiche tangieren, recht schwierig. Es liegt also an einem selbst, auf alle möglichen - in dem Fall - entlastenden Umstände hinzuweisen, die der Anwalt dann schon vorprozessual in Schriftsätzen oder vor Gericht verwursten kann.

      Geschieht das nicht ausreichend, so wie offensichtlich hier, wird eine Klage entsprechend abgewiesen. Das Problem ist, dass es kein Berufungsgrund ist, wenn man lediglich vergessen oder versäumt hat, auf eine entlastende oder hier belastende Tatsache hinzuweisen. Da muss man dann schon andere Gründe finden, die es erlauben eine Berufung anzustrengen....
      Willkommen im Club!

      The post was edited 6 times, last by skyscope ().

    • Nachdem dies Gerichtsurteile hier im Forum ja schon unter verschiedenen Themen aufgetaucht ist:

      Ungeklärt ist, ob es nur um eine abgelehnte Schadenersatzklage vor einem Zivilgericht oder um eine Anzeige ging, die durch den Staatsanwalt vertreten wurde.

      Gibt es dazu weitere Infos z.B. durch das Gericht?
      Gruß aus der Nordheide
      GThomas
    • In dem Bericht erfährt man immerhin, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Sobald das Urteil rechtskräftig sein wird, werden wir hier vermutlich weitrere Berichte erhalten.

      Ich finde es amüsant, dass davon ausgegangen wird, dass die Drohne über dem Grundstück geflogen sei. Zum einen kennt man es ja, wenn man meint, genau (also im 90° Winkel) nach oben zu schauen, da muss man sich schon leicht nach hinten lehnen und und den Kopf ordentlich in den Nacken drücken. Habe es mit meiner Mavic mal getestet. Ich stand auf dem Feld, Drohne auf 100m und etwas Abstand. Dann habe ich die Drohne über die Fernbedienung über mich geflogen und dann nach oben geschaut. Erst konnte ich sie nicht sehen und dachte, sie sei an mir vorbei geflogen und drehte mich um, dann sah ich es bedeutet, wenn die Drohne direkt über mir ist. Je nach Höhe der Drohne kann man als Außenstehender in der Höhenlage bestimmt nicht auf 10m genau sagen, wo die Drohne sich befindet. Zum Anderen wäre es interessant, den Prozessverlauf zu kennen und zu wissen, ob und wie Rechtsanwälte argumentiert haben. So oder so hätte man einen Log nicht rausgeben müssen, wenn man sich dadurch gefährdet, da ein Parteivortrag als Gegenbeweis zum Parteivortrag des Gegners reicht.

      Gerichte äußern sich zu sowas eigentlich kaum, erst recht nicht, wenn das ganze erstinstanzlich ist. Wenn das Urteil rechtskräftig ist, kann man nach einem Auszug des Urteils mit Urteilsbegründung fragen und bekommt diese teilweise auch, leider gibt die Urteilsbegründung nicht alles wieder, was so im Verfahren angebracht wurde.

      Ich fände es wichtig, dass es hier in die nächste Instanz geht, bevor alle Luftgewehr-Besitzer auf "Drohnenjagd" gehen. Ich hatte ja selbst schon mit einem Jäger zu tun gehabt, der gedroht hat, mir die Drohne vom Himmel zu holen. Solche Urteile in den falschen Händen, können fies werden. So wie ich es lese, geht es hier eher um den Eingriff in die Privatsphäre durch das Filmen und nicht das Befliegen des Grundstücks. Wenn ich mich in einem öffentlichen Park beim Inlineskaten beobachtet fühlen würde und zufällig ein Luftgewehr bei mir haben würde, wäre es dann auch okay?

      Ferner finde ich eigenartig, dass der Drohnenpilot nicht dahingehend argumentiert hat, dass er das Haus und den Schützen nicht beobachtet hat und auch nichts gesehen hat, WEIL: Würde der Pilot die Drohne so fliegen, dass das Grundstück zu sehen ist oder die Personen gut erkennbar sind, so hätte er beim "spannen" (ich nenne es mal extra so) auch gesehen, dass der Nachbar die Drohne bemerkt, das Luftgewehr holt (ich gehe davon aus, dass er es nicht immer im Garten dabei hat) und auf die Drohne ziehlt. So bedeutet es, dass der Pilot entweder gar nicht in Richtung des Hauses geschaut hat und wenn doch, sowieso nichts erkennbar war.
    • Es ist ja schon Spanisch, dass der Nachbar Zeit hatte die Drohne zu sichten, zu lokalisieren, sein Luftgewehr zu holen, es aufzupumpen (er wird das ganze ja wohl nicht schussbereit neben der Verandatür liegen haben) und die Drohne dann auch noch zeitnah zu treffen. Das impliziert, dass das Grundstück nicht sonderlich groß ist und die Drohne mehrere Minuten dort rumgehangen hat. Wie du ja schon sagst, ist die genaue Lage der Drohne ohne viel Erfahrung selbst in geringer Flughöhe schon recht schwer einzuschätzen (mangels Erfahrung im täglichen Bereich, fehlt dazu halt die Relation) und sollte das Grundstück relativ normal groß sein, ist es garnicht mal so unwahrscheinlich, dass die Fluglage, egal von welcher Seite, falsch eingeschätzt wurde. Sollte das Grundstück deutlich größer sein, dann stellt sich auch da die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Abschusses. Das entbindet den Piloten freilich nicht von seiner Sorgfaltspflicht und der Tatsache, dess er einen Rechtsbruch begangen hat, lässt aber ein arges Geschmäckle bezüglich der Umstände des Abschusses zurück.

      Grundsätzlich würde es mich nicht wundern, wenn der eigentliche Hintergrund der Geschichte ein handfester Nachbarschaftsstreit ist und der Schütze sehr genau wusste, wer der Pilot eigentlich war. Und die Gesellschaft darf die potentiellen Folgen dieser Idiotie jetzt gemeinschaftlich ausbaden, denn kein Wald- und Wiesenaushilfssheriff liest "In diesem einen speziellen Fall war der Abschuss ok", sondern "Drohne abschießen ist ok".

      The post was edited 1 time, last by Madner Kami ().

    • Das Problem liegt hier auch in der Berichterstattung. Es wurde lediglich über einen zivilrechtlichen Anspruch verhandelt, nämlich ob die Durchsetzung des Unterlassungsanspruches gegenüber des unbekannten(!) Piloten verhältnismäßig war: Der Pilot hatte den Schützen auf Schadensersatz verklagt. Entsprechend ging es nur darum, ob das außer Gefecht setzen der Drohne rechtens war. Das hätte auch mit einem Wasserschlauch oder sonst was geschehen können. Es dürfte jedoch noch eine strafrechtliche Komponente geben, nämlich einen Verstoß gegen das WaffG. Es bleibt also abzuwarten, ob das Schießen auf Drohnen straffrei bleibt.

      eM-Gee wrote:

      Ich fände es wichtig, dass es hier in die nächste Instanz geht, bevor alle Luftgewehr-Besitzer auf "Drohnenjagd" gehen.