Abschuss fremder Kameradrohne über eigenem Grundstück kann gerechtfertigt sein - heise online

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    ACHTUNG: In Deutschland muß Deine Drohne per Gesetz mit einem Drohnen-Kennzeichen versehen sein! Diese Plakette muß feuerfest sein und Deinen Namen und Anschrift enthalten. Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier.

    • Abschuss fremder Kameradrohne über eigenem Grundstück kann gerechtfertigt sein - heise online

      Abschuss fremder Kameradrohne über eigenem Grundstück kann gerechtfertigt sein  heise online

      Eine Drohne abzuschießen ist laut einem Gerichtsurteil nicht strafbar, wenn diese in geringer Höhe über einen abgezäunten Garten geflogen wird.



      weiterlesen >>>Quelle: Google News
    • Da läuft (wie bei heise üblich) eine heiße Diskussion - die "Mehrheit" scheint (wie das Gericht) den Abschuss auf eigenem Grund für angemessen zu halten.

      Ich sehe da noch das Problem, dass eine "angeschossene" Drohne - insbesondere mit "punktiertem" Lipo erst richtig gefährlich wird:


      Wo so ein Feuerwerk dann runterkommt, weiß der Schütze auch nicht. Aber der ganze Fall kommt mir sowieso merkwürdig vor - so eine "übliche" Nachbarschaftsfehde um den "Maschendrahtzaun" - bzw. hier eine hohe Hecke.
      Da werden Gerichte gerne mit beschäftigt. Wieso zeigt der Copterpilot sich selbst an und nimmt ein Bußgeldverfahren in Kauf, nur um den Nachbarn eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung anzuhängen?
      Wieso fliegt er zuvor so lange und anscheinend dicht genug über dem Nachbargrundstück, dass der Nachbar sich sein Luftgewehr holen und die Drohne zielsicher zum Absturz abschießen kann?
      Was ist wirklich an der "Traumatisierung" der Kinder und der "Verfolgung" der Ehefrau dran? Der Copterpilot ein Spanner? Oder eskaliert hier gerade eine alte Fehde?
      Was wurde da von beiden "Parteien" (beleidigendes?) durch die Hecke gebrüllt, bevor das Luftgewehr zum Einsatz kam?

      Das wäre sicher wieder ein toller Fall für Stefan Raab oder Kalkofes "Mattscheibe" gewesen: Geschichten aus dem Leben der Hutbürger oder so....
      Sicher ist das eine totale Entgleisung und gegen Drohnenrecht wurde massiv verstoßen und das Herumballern mit Diabolos, die das Grundstück verlassend auch Unbeteiligte verletzen konnten ist auch nicht ohne. Nicht alle Schüsse trafen ja die Drohne und die Kugeln flogen irgendwo hin.

      Ist also nicht zum Lachen das Ganze, nur ein trauriges Bild der Verrohung der Sitten im Umgang mit den Mitmenschen bzw. Nachbarn.

      Für die Presse ist es natürlich ein gefundenes Fressen und Copterpiloten werden einmal mehr pauschal zu Spannern und Gefährdern erklärt und die Möglichkeiten irgendwo noch fliegen zu dürfen, werden weiter eingeschränkt.
    • Es gibt sicher andere Methoden, und das Gericht hat auch kaum eine Empfehlung ausgesprochen, marodierende Kopter abzuschießen. Als jemand, der Kopter fliegt, hat man gewisse Dinge eher auf dem Schirm als jemand, der davon keine Ahnung hat. Aber als Betroffener ist man unter den gegebenen Umständen auch nicht verpflichtet, sich erst die Konsequenzen aller vorstellbaren Handlungsvarianten zu überlegen, bevor man zur Notwehr schreitet. Im Übrigen darf man als Vater von zwei kleinen Kindern sicher nicht nur die 'Gefahr' von Foto- und Videoaufnahmen in Betracht ziehen, sondern auch die von Verletzungen.

      Spekulationen über die Beziehungen der Kontrahenten sind doch auch witzlos - die hat das Gericht ja auch nicht berücksichtigt. Was nicht verwunderlich ist, denn der Kopter-Pilot war nicht der Nachbar. Und obendrein durch die hohe Hecke auch für den 'Schützen' gar nicht erkennbar. Insofern entfiel für ihn auch die Möglichkeit, den Piloten anzusprechen, um ihn zum Verschwinden zu bewegen.

      Die besonderen Umstände hier waren offenbar eben maßgeblich die bewusste Einfassung des Geländes mit einer hohen und dichten Hecke. Unter anderen Umständen wäre das Urteil ggfs. anders ausgefallen.

      Im bei heise.de verlinkten Volltext des Urteils stehen weitere aufschlussreiche Details über die konkreten Umstände. Der Pilot des Kopters hat mutmaßlich arglos gehandelt, aber, Dummheit schützt vor Strafe nicht. Zusätzlich hat er ja noch das Verfahren wegen Überfliegens eines fremden Grundstücks am Bein.

      Ich fürchte, es braucht ein paar dieser Urteile mit Öffentlichkeitswirkung.

      The post was edited 2 times, last by Carsten Kurz ().

    • Mein Gott, der Drops ist seit Wochen gelutscht.
      Das Urteil gilt für diesen einzelnen Fall.

      Der nächste Richter urteilt vermutlich anders.

      Der Kopter muss schon nah gewesen sein, damit man mit einem Luftgewehr einen Blattschuß setzen kann.

      Jede Medaille hat zwei Seiten....

      wir sehen nur die Yellow-Press.
    • Kairi Neko wrote:

      Für die Presse ist es natürlich ein gefundenes Fressen und Copterpiloten werden einmal mehr pauschal zu Spannern und Gefährdern erklärt und die Möglichkeiten irgendwo noch fliegen zu dürfen, werden weiter eingeschränkt.
      und jetzt kräftig in die tasten hämmern, das der feind auch mitlesen kann. :evil:
      "Ist das Alter nicht mehr meßbar, fährt man besser mit der Vespa"
    • ramsesp wrote:

      Besitz eines Luftgewehres nicht strafbar,
      für die meisten: ja, gibt aber Ausnahmen
      (Zitat: "In Deutschland sind Druckluftwaffen bis zu einer Mündungsenergie von 7,5 Joule an Personen ab 18 Jahren frei verkäuflich ([i]Erwerb), sofern sie den „F-im-Fünfeck“-Stempel tragen[/i]" (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Luftgewehr))


      Pehaha wrote:

      Kopter muss schon nah gewesen sein, damit man mit einem Luftgewehr einen Blattschuß setzen kann.
      jo, entweder das oder ein purer Zufallstreffer
      "we brake for nobody"