Frage an landwirtschaftlich Erfahrenere: Was ist mit dem Feld passiert?

    • Sonstiges

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    • Huh, danke. Hab das vermutet, aber die anderen Felder rundherum hatten nicht diese "kahlen" Stellen und dieses Jahr gab es noch keinen Sturm/Hagel, außer vor ein paar Wochen, wo die anderen Felder auch hätten betroffen sein müssen. Zufälle gibts...
    • Ich weis, in etwa so:






      :D


      Aber ernsthaft, hätte ja irgendwas mit dem Boden darunter sein können oder etwas ähnlich mundanes, denn die räumliche Beschränkung auf nur dieses Feld war recht bemerkenswert.
    • An der Oberflächenstruktur der Felder kann man sehen, dass die Ähren regional stark unterschiedlich lang (hoch) sind. Durch Düngung oder Bodenbeschaffenheit kann der Wuchs stark beeinflusst werden. Regionen mit sehr langen Halmen sind dann bei nassem / stürmischem Wetter stark betroffen.


      Man sieht an den Bildern, dass besonders Regionen mit hohen Ähren betroffen sind. Am letzten Bild ist das deutlich auszumachen.
      Die Saatguthersteller züchten deshalb besonders niedrigwüchsige Sorten, um dieses Schadenbild zu minimieren.

      Man hat schon anhand solcher Luftbildaufnahmen antike Siedlungsreste entdeckt. Mauerreste unter der Erdoberfläche zeichnen sich im Bewuchs ab.
      Beispiele findet man unter dem Suchbegriff: luftbild archäologie

      Bei mir in der Gegend ist so ein Fundort, der durch Luftbild Ärchäologie gefunden wurde: de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6m…f_von_B%C3%BC%C3%9Flingen

      The post was edited 2 times, last by hegauer ().

    • Früher, bei den hohen Sorten hattest du die Ähren auf Achselhöhe, die lagen schon bei Starkregen flach.

      Die kurzen Getreide haben auch einen anderen Hintergrund, keiner braucht mehr Stroh. ;( früher noch die berühmten rechteckigen Ballen.
      Keine Motorsportveranstaltung ohne Strohballen. Nachhaltiger Aufprallschutz.

      Nur noch Reiterhöfe und Biohöfe nutzen Stroh noch als Einstreu.

      Was heute aus dem Mähdrescher raus kommt ist gering und wird unter gepflügt. Landwirtschaft 2.0
    • VIelen Dank für die (ausführlichen) Antworten.

      hegauer wrote:

      Man hat schon anhand solcher Luftbildaufnahmen antike Siedlungsreste entdeckt. Mauerreste unter der Erdoberfläche zeichnen sich im Bewuchs ab.Beispiele findet man unter dem Suchbegriff: luftbild archäologie

      Bei mir in der Gegend ist so ein Fundort, der durch Luftbild Ärchäologie gefunden wurde: de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6m…f_von_B%C3%BC%C3%9Flingen

      Hm, das bringt mich auf eine Idee. Ehemaliger Truppenübungsplatz neben meiner Heimatstadt, der schon ein gutes Jahrhundert existierte und zuletzt den Soviets diente. Die Schützengräben, Geschütz-/Panzerstellungen und Rampen kann man mit ein wenig Erfahrung noch leicht als solche in der Landschaft erkennen, wenn man weis was das mal war. Auf Satellitenfotos kann man noch eine Unmenge von offensichtlichen (und wahrscheinlich bei der Renaturierung/Kampfmittelberäumung Anfang der 90er zugeschütteten bzw. eingeebneten) Explosionskratern ausmachen, die meisten im 10-15m Bereich, mit ein paar ganz wenigen von nahezu 25m Radius. Heh, damals war das für uns Kiddings wie ein zweites oder drittes Silvester, wenn die Russen mal losgelegt haben. Mittlerweile läuft mir da ein Schauer den Rücken runter wenn ich darüber nachdenke, was der eigentliche Sinn war und wie sich gerade die älteren Erwachsenen (zu der Zeit 50+) vor Ort gefühlt haben müssen... Naja, mal sehen ob man da wirklich was extrem hoch fliegendes braucht oder ob 100m Höhe reichen, um was zu erkennen. :)