Akku defekt ohne Vorwarnung ?

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    • Akku defekt ohne Vorwarnung ?

      Ich habe seit heute folgendes Problem.
      Ich war fliegen. Nach dem Landen ging meine Mavic aus, ohne das ich den Knopf gedrückt habe, aber beschwören kann ich das irgendwie nicht, weil ich mir nicht hundert Pro sicher bin, ob ich wirklich nicht den Knopf gedrückt hatte. Hört sich bescheuert an, liegt aber wohl an der Routine ^^
      Jedenfalls habe ich dann zuhause die Akkus zum Laden angesteckt. Nach einer Weile habe ich dann nachgeschaut und die Ladestation leuchtete rot und genau bei dem Akku, den ich zuletzt geflogen hatte, blinkte die, vom Knopf aus gezählt 2.LED (lt. Handbuch LED 3) 2x kurz Pause 2x kurz... bis ich den Knopf gedrückt habe - heißt lt. Handbuch "Überladung".
      Ich habe dann den Akku in die Mavic gesteckt und mal die Daten abgefragt. Er hatte in dem Moment bei den 3 Zellen Spannung, aber m.E. zu hoch, also 4.11V, 4.12V und 4.21V. Bei Gesamtspannung stand 12.46V. Bei Zustand stand aber OK (!?) und bei Ladezyklen steht auf 82.
      Das der Akku evtl. defekt ist, ist mir schon klar. Ich möchte aber gern wissen, wie kann das passieren, also Überladen meine ich. Das muss doch der Laderegler verhindern oder nicht!? Und ob das nach 82 Ladezyklen schon sein darf?
      Fällt ein def. Akku eigentlich unter Gewährleistung, weil der ja noch keine 2 Jahre alt ist?
      Oder kann ich, weil ja beim Zustand "OK" steht, den Akku noch fliegen?
      Und kann es sein, dass er sich, nach einem "Leer"-fliegen, dann evtl. wieder normal lädt?
    • Jens Wildner wrote:

      Und kann es sein, dass er sich, nach einem "Leer"-fliegen, dann evtl. wieder normal lädt?
      Ganz allgemein: Ja. Hatte das schon das Eine oder Andere Mal mit LiPos (nicht nur mit Flugakkus einer Drohne). Danach wieder alles OK. Die Gefahr, daß der Akku durch die Tiefenentladung Schaden nimmt, ist jedoch vorhanden.

      Jens Wildner wrote:

      Das der Akku evtl. defekt ist, ist mir schon klar. Ich möchte aber gern wissen, wie kann das passieren, also Überladen meine ich. Das muss doch der Laderegler verhindern oder nicht!?
      Könnte ja sein, daß nicht der Akku selbst, sondern der Laderegler kaputt ist. Ist der nicht im Akku verbaut bei der Mavic?

      Jens Wildner wrote:

      Oder kann ich, weil ja beim Zustand "OK" steht, den Akku noch fliegen?
      Im Prinzip ja. Wenn aber wirklich die Elektronik kaputt ist, dann besteht durchaus das Risiko, daß es einen plötzlichen Spannungsabriss gibt. Und wenn Du dann gerade über der Elbe schwebst, ...

      Jens Wildner wrote:

      Fällt ein def. Akku eigentlich unter Gewährleistung, weil der ja noch keine 2 Jahre alt ist?
      Kannst ja den Händler kontaktieren und einen Garantiefall anmelden. Die Frage ist aber, wie alt ist der Akku?
      Ist er jünger als ein halbes Jahr muß der Händler/Hersteller Dir nachweisen, daß der Fehler (auch wenn er erst jetzt auftritt) nicht schon von Anfang an bestand. Machen die meist nicht, weil zu aufwendig.
      Ist der Akku aber älter als das halbe Jahr, mußt im Prinzip Du nachweisen, daß der Fehler schon beim Kauf existiert hat und eben erst jetzt aufgetreten ist. Meist sind die Händler/Hersteller aber kulant. Sie wollen ja den Kunden nicht verlieren.
      Entscheident ist hier aber auch die Frage, wo Du den Kopter gekauft hast und welches Recht zählt. Das eben geschriebene gilt für den Kauf in D bzw. einem deutschen Händler. Hast Du im Reich der Mitte gekauft, dan gilt dortiges Recht, welches durchaus abweichen kann.

      Wie gesagt, ich würde in dem Fall den Händler kontaktieren, bei dem Du gekauft hast. Wenn Du Glück hast, tauscht er den Akku anstandslos um. Kannst aber auch Pech haben und er lehnt die Garantie ab.
      Fly long and prosper.
    • Also ich denke nach über 80 Ladezyklen ist es schwer Gewährleistung zu bekommen bzw. Akkus gelten als Verschleißartikel und da geben Hersteller in der Regel auch nur ein halbes Jahr Garantie drauf..
      Ich würde egal wie er sich in Zukunft verhält ihn nicht mehr verwenden denn das Risiko die Drohne mit Akku zu verlieren ist jetzt ziemlich hoch..
      Man spricht ja von geschützten (Schutzelektronik im Akku) und ungeschützten Akkus (Schutzelektronik im Gerät) und ich denke das das alles geschützte Akkus sind wo so ein überladen eigentlich nicht möglich ist.
    • Jens Wildner wrote:

      Ich möchte aber gern wissen, wie kann das passieren, also Überladen meine ich.
      hm, per Ferndiagnose schwer festzustellen aber der Tipp von Spok bzgl. defekter Ladeelektronik (ja, im Mavic mit verbaut, daher der marketing-Name IFB) wäre ein heißer Kandidat m.E.


      Jens Wildner wrote:

      Fällt ein def. Akku eigentlich unter Gewährleistung, weil der ja noch keine 2 Jahre alt ist?
      wo hast Du ihn denn gekauft? Beim Händler um die Ecke evtl. leichter wie beim China-Händler (bg usw.)
      Aber auch beim Händler um die Ecke die Beweisumkehr (s.o.) beachten.


      Jens Wildner wrote:

      kann ich, weil ja beim Zustand "OK" steht, den Akku noch fliegen?
      kannst Du aber ich würd's nicht machen denn wie Tom schon geschrieben hat sich Akkus "Verschleißteile" (wenn auch bei DJI teure) ... würde einen 1000-Euro-Kopter nicht wegen eines Akkus riskieren ;)


      Jens Wildner wrote:

      dass er sich, nach einem "Leer"-fliegen, dann evtl. wieder normal lädt?
      hängt davon ab was wirklich defekt ist - aber das könntest Du probieren in dem Du mit dem Akku in max 1m Höhe hoverst bis er leer ist und drunter liegt 20cm weicher Schaumstoff
      (hast aber keine Garantie dass der Defekt nicht noch eine andere Reaktion des Kopters provoziert und auch wenn nicht, einen Satz Props gedanklich gleich mal abschreiben; des weiteren keine Garantie dass der eine Test nicht ok verläuft und im nächsten, übernächsten oder ... Flug gibt's wieder ein Akku-Problem mit massivem Spannungsabfall und nachfolgendem crash --> Verschleißteil, zur eigenen Sicherheit und der anderer besser fachgerecht entsorgen, sorry to say, evtl. klappts ja mit Gewährleistung)
      "we brake for nobody"
    • 55 bzw. 66€ ist nicht wenig. Das überlegt man schon.
      Aber im Vergleich zum Wert der Drohne würde ich einen Absturz da nicht riskieren.
      Und mit über 80 Flügen hat der Akku ja auch schon was geleistet - obwohl ich auch gedacht hätte, daß er länger durchhält.
      Aber so ist das nunmal mit Verschleißteilen.
      Fly long and prosper.
    • Also ich habe jetzt gerade nebenbei einen Versuch gemacht.
      Ich habe die Mavic, mit dem besagten Akku, mal im "Standgas", also am Boden, laufen lassen. Nach 82:43 Min, bei noch 19% (!) Ladung, gingen die Motoren von einfach von selbst aus und im Display vom RC stand "BATTERR".
      Die Spannungen waren in dem Moment 3.68V, 3.68V und 3.45V :S
      Eine evtl. weitere vorherige Warnung/Meldung ist mir vorher nicht aufgefallen, bzw. konnte ich ggf. nicht sehen, da ich das Akku-Menü geöffnet hatte, um die Werte zu beobachten.
      Anscheinend schalten die Motoren, bei zu großer Differenz der Zellenspannung, einfach ab.
      Ob sie also vorher ggf. gelandet wäre, bzw. landen könnte, kann ich nicht sagen und ich war ja eben auch nicht in der Luft.
      Aber ich weiß jetzt ganz sicher, dass ich mit dem Akku garantiert nicht mehr fliegen werde! Das Risko ist mir definitiv zu hoch, wenn die Motoren quasi unvorhersehbar ausgehen.
    • Fliegen würde ich den Akku auch nicht mehr aber mal zu der Meldung "Überladen".

      Dies wird m. M. nach als Code vom Akku ausgegeben da eine Zelle bereits die Nennspannung erreicht hat und die anderen Zellen noch nicht voll geladen sind. Wie das Lademanagement intern funktioniert weiß nur der Hersteller selbst.

      Das Abschalten bei dem Entladeversuch #9 zeigt deutlich das die 3. Zelle bereits eine zu niedrigere Spannung aufweißt also defekt ist. Die Abschaltung der Motore erfolgt denke ich automatisch bei einer zu niedrigeren Gesamtspannung.

      Ergänzung: Eine Zelle von mehreren zu schnell voll geladen und zu schnell Entladen heißt das der Innenwiderstand gestiegen ist also die Zelle sich verändert hat.
      Gruß vom Nobier
      Nicht wundern meine Tastatur verliert ab und zu Buchstaben
    • @Jens Wildner Bei airdata.com lassen sich die Spannungskurven der Zellen darstellen, hier mal ein Beispiel von meinem "schlechtesten" Akku, Ladezyklen 97, Abweichung zwischen den Zellen temporär >50 mV.




      Bei diesem Akku schaue ich regelmäßig beim Flug auf die Spannungswerte der einzelnen Zellen. :huh:



      Poste doch bitte mal die Kurven vom kaputten Akku. :thumbup:
    • Jens Wildner wrote:

      Ich bin da nicht angemeldet und möchte mich aktuell auch nicht da anmelden
      Schade. Leider ist das bei den neuen DJIs wohl die derzeit einzige Möglichkeit, einfach an die ganzen Daten zu kommen. Alles andere ist dann immer so die Spekulation: "Ich glaube mich zu erinnern, dass ich das gesehen habe...."
      Qui nimium fatur, stultissimus esse putatur. (Egeria, 242.)