Sony Airpeak - Vorstellung

    ACHTUNG: Mit der neuen EU Drohnenverordnung muß sich jeder Drohnen-Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren und seine Drohne mit der e-ID kennzeichnen! Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier im Shop. Außerdem benötigst Du eine Drohnen-Versicherung. Hier geht es zu unserem Drohnen-Versicherungsvergleich. Informationen zum neuen EU Drohnenführerschein gibt es hier.

    • Jatekman wrote:

      Ich dachte immer die teuren Geräte glänzen mit deutlich mehr Zeit, als unsere Mavs, um bei aufwendigen Drehs effektive Arbeit zu ermöglichen.
      Ja, ist auch in etwa so, wenngleich die an die Mavic Zeiten natürlich auch nicht dran kommen. Die Copter für richtig große Kameras (bspw. Alta 8 ) fliegen bis zu 15 Minuten mit bis zu 7 kg (!) Payload, etwa gleiche Zeiten gelten für den DJI M600 bei maximaler Payload - auch auch deutlich mehr, als eine A7SIII mit dem 24 f/1.4 Objektiv wiegt (nur knapp über 1,1 kg plus Gimbal), da sind 12 Minuten schon ziemlich armselig.

      Und die 12 Minuten bekommt man auch nur beim gemütlich Cruisen mit maximal 32 km/h. Zumindest ich brauche oft schon 5 Minuten, um zur Position zu fliegen und dann den Shot und die Kamera richtig einzustellen.
    • Wohl dem, der auf einer P1 gelernt hat. Da hatte man mit selbst drangebasteltem 3-Achs-Gimbal und Gopro auch nur maximal 8 bis 10 Minuten in der Luft. Man hatte dann zwar auch mehr Akkupacks aber das Start-Lande-Brimborium dazwischen kostete auch immer Zeit und Nerven.
      Hallo Herr Regisseur mein Flugakku ist schon wieder alle. Zum Glück war ich damals mein eigener.
    • RC-Role wrote:

      Zum Glück war ich damals mein eigener.
      Ja, an die Zeiten kann ich mich beim P2 auch noch dran erinnern.
      Aber dass man allein unterwegs ist, ist bei solchen Geräten eher selten der Fall. Und der Regisseur ist da noch das kleinste Problem, der weiß in der Regel, was er will. Bei Werbedrehs debattieren Agentur und Kunde aber schon mal gerne 10 Minuten über mögliche und unmögliche Details jeder einzelnen Einstellung. Wieviel (properitäre) Akkus soll mann denn von dem Ding kaufen, 30 Stück für 15 Aufstiege? Die man dann im nächsten Jahr, wenn der Nachfolger kommt, der alles richtig(er) macht, wieder nicht gebrauchen kann? Ne ne, lass mal.

      Übrigens wird witzigerweise trotz nur 12 Min Flight Time noch nicht mal die Kamera mit Strom versorgt, die braucht noch ihren eigenen Akku.. :)

      The post was edited 1 time, last by skyscope ().

    • Schaue öfters neuere koreanische Action Serien, und es ist unglaublich wie sich die "gemacht" haben.
      Teilweise sieht man bis zu 50% Drone-Shots (bei Action), und es gibt auch eine Tendenz die Drone-Shots immer mehr in die Story mit einzubeziehen.

      Unverständlich das Sony in dieser Zeit des Fortschritts, in dem eindeutig Drohnen mit längerer Flugzeit angesagt wären, mit einem Kurzflug-Gerät daherkommt (...)

      (Und Ja...man müsste japanisch denken können um das zu verstehen) 8)
      love life and life will love you...
    • Die Flugzeit ist das eine, aber da gibt es grundsätzlich auch noch das Problem, dass im Pro-Bereich - auf den ja hier ausschließlich gezielt wird - in der Größenordnung und dem Kosten-Level von Kunden/Agentur/Postpro-Seite inzwischen RAW vorausgesetzt wird. Und das bekommt man ja mit einer A7SIII oder FX3 noch nicht mal von Haus aus raus, da müsste man schon noch einen Recorder (Atomos Ninja V) mit ran hängen. Und ob das überhaupt möglich ist, darf sehr bezweifelt werden.

      Um da also in diesem "Pro-Mid-Range"-Rahmen gegen Mitbewerber, die entsprechende Drohnen mit entsprechenden Kameras einsetzen (RED Komodo, oder auch nur eine BM Pocket), mithalten zu können, hätte das Teil schon deutlich günstiger sein müssen, so dass man als Betreiber dessen Einsatz auch entsprechend günstiger anbieten könnte. Ansonsten greift der Kunde halt zum "RAW-Copter".

      Dazu kommt wiederum grundsätzlich zum Alleinstellungsmerkmal der A7SIII o.ä., dass ein Vollformat-Sensor bei Luftaufnahmen eine relativ vernachlässigbare Rolle spielt, da wenig Schärfentiefe bei diesen Einstellungen kaum erforderlich ist, höchstens bei Einsatz von Drohnen in niedrigeren Höhen, bspw. als Kran-Ersatz, und auch da muss es nicht Vollformat sein.

      The post was edited 2 times, last by skyscope ().

    • skyscope wrote:

      dass ein Vollformat-Sensor bei Luftaufnahmen eine relativ vernachlässigbare Rolle spielt
      aber nur relativ...

      Sicher braucht es nicht für jede Einstellung Vollformat; wenn`s aber möglich ist und wenn die Shots von einem gut eingespielten Team geflogen und gefilmt werden, kann ich mir vorstellen dass, das Resultat auf sehr hohem Niveau sein wird.

      Auch die ganz kurzen "Insert-Shots" die man immer öfter sieht ( City-Überflüge, HDR-Timelapse etc.)
      kommen halt aus dem Vollformat in 4K, 6K oder sogar 8K einfach um einiges besser raus, als wenn sie mit 1" oder 4/3" Sensor aufgenommen werden.

      Der Weg den Sony mit der neuen Airpeak eingeschlagen hat, ist sicher der richtige, allerdings gibt es noch verschiedenes daran zu verbessern.
      love life and life will love you...
    • Ich bin erstaunt, mit welch aberwitzigem Preisschild und mit welch geringem Innovationsgrad Sony hier in einem für sie neuen Segment der etablierten Konkurrenz die Stirn bieten will.

      Eine A7RII bin ich bereits 2015 mit einem Hexa geflogen, der kaum größer war und unter der damals magischen 5 kg Grenze lag. Bildübertragung war bereits eine digitale, HD-fähige Lightbridge 1 (die funktional noch nicht so verkrüppelt daher kam, wie die LB2) und die Steuerung hatte 16 Kanäle sowie die Möglichkeit eines zweiten Operators. Eine zusätzliche FPV Kamera hatte meiner auch damals schon. Die Flugzeit betrug in der Konstellation bereits ehrliche 18 Minuten - und das mit der Redundanz eines Hexakopters.



      Das einzige, was dem gegenüber der AirPeak noch fehlte, waren die Abstands-Sensoren (für viele Profis wohl auch verzichtbar) und meine war sicherlich nicht ganz so schnell. Windfest war er aber ebenso schon - da sind Hexas ohnehin eher im Vorteil.

      Da stellt sich mir also wirklich die Frage, wie Sony - außer bei markentreuen bis -blilnden Fanboys - diesen Technologie-Stand zu diesem Preis rechtfertigen will.

      Wie Skyscope bereits anmerkte, wird in der Preisregion dann auch die Möglichkeit zur RAW-Aufzeichnung erwartet - auch wenn ich das nur in wenigen Fällen für wirklich gerechtfertigt halte. Den zusätzlichen Ninja wird dann aber die AirPeak sicherlich nicht mehr packen - zumindest nicht mehr mit einer praxistauglichen Flugzeit. Wer heute eine Sony A1 mit 8K, 10 Bit 4:2:0 und 400 Mbps h.265 aufzeichnen lässt, kann mit geeignetem Bildprofil schon annähernd den vollen Dynamikumfang des Sensors einfangen und hat anschließend beim Downscaling - zumindest mathematisch - die Möglichkeit, daraus 4K Material mit 12 bit Tiefe und 4:4:4 Chroma-Subsampling zu generieren, an dem dann noch sehr viel im Postprocessing herumgedreht werden kann. Wenn sich diese Sicht durchsetzt, findet eine AirPeak vielleicht doch noch ein paar Abnehmer.

      Für einen Kopter dieser Größe, wäre eine 10 oder 12 bit fähige 6K APS-C Kamera mit einem dann deutlich leichteren Gimbal (am besten gleich als eine integrierte Einheit ohne unnötigen Ballast wie EVF, Blitzschuh, Akku etc.) sicherlich eine passendere Bestückung. Vielleicht reicht Sony das ja noch nach und hatte vor der "Japan Drones" nur nicht mehr genug Zeit...
    • el Kopto wrote:

      Wenn sich diese Sicht durchsetzt...
      Das bezweifle ich sehr. In der Größenordnung wird nicht groß gefrickelt, da wird schlicht RAW vorausgesetzt, und auch in 60p+ (der besseren VFX-/3D-Bearbeitung geschuldet). Und das hier ist ja mit deutlich über 15k € Gesamtpreis kein System, was auf YouTuber o.ä. zielt.
      Alpha-Kameras werden in der professionellen Produktion dann toleriert, wenn der Preisdruck hoch ist, das Endprodukt eh nur auf Social-Media-Plattformen läuft, als Crash- oder hochmobile Gimbal-Cam, oder wenn der Footprint möglichst unauffällig sein soll. Als Copter kommen bei solchen Produktionen dann i.d.R. aber M2Ps oder maximal Inspires zum Einsatz.

      Trotzdem, dass Alpha-Kameras auch zu meinen Brot- und Butter-Kameras gehören, ist meine Prognose eher, dass dieser erste Airpeak-Wurf ein Rohkrepierer werden wird, ausser Sony oder Drittanbieter bieten vielleicht noch Gimbals für Drittkameras an, die dann aber auch systemintegriert zu bedienen sein sollten, sonst wird auch das nichts. Was aber vielleicht auch gar nicht so tragisch für Sony ist, da sie zumindest mal den Zeh in das Wasser halten, zeigen, dass sie da sind, und ein paar Erfahrungen sammeln. Ich glaube, viel größere Ziele verfolgen sie in Step 1 gar nicht.
      Jedenfalls kennt man in diesem Bereich seit vielen Jahren die Freefly-Systeme, und ich wüßte keinen Grund, nun direkt auf einen Newcomer zu setzen, selbst wenn er Sony heißt. Für mich geht das Thema auf Wiedervorlage beim Erscheinen einer Airpeak 2 oder 3.

      The post was edited 2 times, last by skyscope ().

    • Um bei Deinen FreeFly Systemen zu bleiben: Da müsste sich die AirPeak in etwa mit der Astro messen. Das Base Kit liegt bei rund 10.000$ (dann aber mit Gimbal). Daran dürfte sich Sony vermutlich bei der Preisbildung orientiert haben. Natürlich wird die Astro mit 21" Antrieben, die deutlich besser zu 1,5 kg Payload passen, bessere Flugzeiten erreichen. Es gibt jedoch eine Menge Gründe, die für mich gegen die FreeFlys sprechen, aber das wäre hier OT.