Sind die DJI Drohnen nichts wert?

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    • Sind die DJI Drohnen nichts wert?

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      Hallo zusammen!

      Ich frage mich gerade wieviel so eine Drohne wohl in der Hersellung kostet.
      Hier der Grund:

      Ich habe meine Mini 3 nach Rücksprache mit dem Support wegen eines kleinen Risses in der Abdeckung vom Gimbal-Arm eingeschickt. (War kein Absturz etc, war ein Garantiefall)
      Das Teil ging von Österreich nach Ungarn.
      Es wurde auch in der Reparaturverfolgung schön der Aufwand dokumentiert. Materialkosten ca. 8 Euro, Arbeit ca. 40 Euro.
      Heute brachte mir der Paketbote eine nigelnagelneue, originalverpackte Drohne.
      Daher frage ich mich was die Teile kosten können wenn nichtmal für 50 Euro repariert wird? :huh: ?(

      Güße
      Fred
      DJI Mini 3 Pro RC
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      ja, das ist eine gängige Praxis bei DJI. Das hat mit der vollautomatischen Fertigung eines Massenproduktes zu tun. Mit dem Kaufpreis bezahlt man eigentlich nicht die Drohne sondern die Entwicklung und die sehr teuren Produktionsanlagen. Sind die erst einmal in Betrieb, kostet die Herstellung praktisch nichts, außer den paar Gramm Rohmaterial. Das führt letztendlich dazu, dass selbst die kleinste Reparatur für DJI teurer ist, als die Neufertigung. Zur Neufertigung gehört auch die „Originalvepackung“ mit Schutzfolien, Aufklebern usw. Bei Massenartikeln ist allein das Verpacken, (wenn es von Hand erfolg), teurer, als eine komplette Neufertigung.
      Den Kunden freut‘s für die Umwelt ist das weniger gut. Bei Rückläufern im Onlinehandel, landen neuwertige, voll funktionsfähige Produkte im Schredder, nur weil das billiger, als automatische Neufertigung.
      LG Elmo

      The post was edited 2 times, last by Elmo ().

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      Es wird ja repariert. Beitrag #2.
      Die Alternative wäre eine Wartezeit von 4 Wochen, bis die eigene Drohne wieder repariert wurde. Dass Anfangs neue Drohnen/Geräte verschickt werden, liegt in der Natur der Sache - später im Lebenszyklus der Produkte gibt es eben dann auch mal Refurbished-Geräte zurück, mit zurückgesetztem Log und Akttivierung, kann man anhand der Seriennummer dekodieren...
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      Welche Softwareentwicklung? Die Fly App existiert doch schon. Die Unterschiede zwischen den bisherigen und dem neuen Modell müssen wie immer über die internen Schnittstellen eingepflegt werden.
      Vielleicht hier noch etwas, da noch etwas. Höchstwahrscheinlich werden auch noch Anpassungen für die „alten“ Modelle mit eingepflegt. Lass das doch ruhig zwei bis drei Mannjahre kosten. So what.
      Und die Kosten umgerechnet auf die Anzahl der Drohnen?

      Bin aber gespannt, wie das demnächst gehandhabt wird. Ich schicke eine defekte Mini ein und erhalte eine neue klassifizierte (C0) zurück. Mit oder ohne Identifikationsmodul?
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      Die Grenzkosten für eine Mini 3 dürften deutlich unter 100,- liegen.

      Aber das sind eben nur die Grenzkosten. Das Dingen muss entwickelt werden und niemand wird bestreiten können, das DJI ein großer Wurf gelungen ist.
      Auch müssen Vertrieb, Service ect. bezahlt werden. Und am Ende will DJI auch was verdienen.
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      Seit wann haben Gestehungskosten etwas mit dem Verkaufspreis zu tun? Das markiert evtl. nur den Mindestpreis der benötigt wird um kostendeckend zu wirtschaften. Der Verkaufspreis wird am Markt realisiert. Es wird genommen, was durchgesetzt werden kann. Da es kaum Konkurrenz gibt (Autel war sogar eher Vorreiter für das Größen-/Preissegment) kann DJI fast nehmen was sie wollen. Da generell es eine entsprechende Preisentwicklung gibt, werden die kommenden Modelle auch nur eine Tendenz kennen.

      Der Tread-Titel ist daher nich korrekt. Der Wert eines Produktes entscheidet sich daraus, was man bereit ist dafür zu zahlen. Er würde allenfalls passen, wenn ich meine Drohne verkaufen wollte und Keiner bereit wäre dafür noch 50,- € zu geben. Dann wäre sie nicht wert, auch wenn die Herstellungskosten darüber lägen.

      The post was edited 1 time, last by quadle ().

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      MajorGriffon wrote:

      Die Grenzkosten für eine Mini 3 dürften deutlich unter 100,- liegen.
      ich denke, es ist deutlich weniger, z.B bei Softwareprodukten sind die Grenzkosten nahe Null, weil durch ein zusätzliches Exemplar so gut wie keine weiteren Kosten entstehen. Angenommen DJI hat die Produktion der Drohnen weitgehend automatisiert, wären die zusätzlichen Kosten im Prinzip nur Material und Energiekosten, eigentlich nur wenige €.
      Wenn DJI bei einem Schaden von weniger als 50€ eine neue Drohne verschickt, zeigt das doch, dass diese zusätzliche Drohne in der Produktion keine 50€ kostet.
      Die enormen Kosten bis zur Serienproduktion müssen über den Verkaufspreis wieder hereinkommen. Der hängt von den Stückzahlen ab.
      Je mehr Kunden bereit sind die (vielleicht überteuerten) Preise zu bezahlen, umso schneller rechnet sich das.

      So gesehen ist die Drohne „ihr Geld wert“ meine ich.

      LG Elmo
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      Elmo wrote:

      So gesehen ist die Drohne „ihr Geld wert“ meine ich.

      LG Elmo

      Denke ich auch. Schließlich steht es jedem konkurrierenden Unternehmen frei, eine gleichwertige Drohne zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten. Über die dann sehr wahrscheinlich hohen verkauften Stückzahlen müsste sich das dann ja bei den vermeintlich niedrigen Produktionskosten schnell rechnen. Nur warum passiert das nicht? Wollen die anderen nicht? Ich würde eher sagen, sie können es nicht.
      Gruß
      Peter
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      Elmo wrote:


      Wenn DJI bei einem Schaden von weniger als 50€ eine neue Drohne verschickt, zeigt das doch, dass diese zusätzliche Drohne in der Produktion keine 50€ kostet.

      Unabhängig was die tatsächlichen Produktionskosten sind passt diese Ableitung nicht.

      Es wurden die Kosten ermittelt, was die Reparatur der eingesendeten, beschädigten Drohne kostet um diese in den Zustand einer neuwertigen Drohne zu versetzen. Um jetzt den Kunden schnell bedienen zu können, wird eben eine neuwertige (ggf. eine wirklich Neue oder eben eine vormals von einem anderen eingesendete und als neuwertig instand gesetzte) Drohne versendet.

      Irgendwann wird die Drohne dann für den ermittelten Betrag repariert und dem Kreislauf wieder zugeführt.
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      quadle wrote:


      Irgendwann wird die Drohne dann für den ermittelten Betrag repariert und dem Kreislauf wieder zugeführt.
      oder verschrottet, schon deshalb, weil neue Drohen nicht nur billiger sind, sondern auch eine hohe Kundenzufriedenheit auslösen. Ich selber hatte 2mal das Vergnügen. Aber das werden wir wohl nie erfahren.

      LG Elmo
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      Elmo wrote:

      Wenn DJI bei einem Schaden von weniger als 50€ eine neue Drohne verschickt, zeigt das doch, dass diese zusätzliche Drohne in der Produktion keine 50€ kostet.
      Es kann aber auch sein, dass ein eventuelles Minus als Service gesehen wird. Kunden, die sich freuen, dass sie im Reparaturfall eine neue Drohne bekommen, erzählen es weiter und sind vermutlich auch bereit, beim nächsten Modell einen höheren Preis zu akzeptieren.
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      RC-Role wrote:

      Woher willst du wissen, dass die Drohne, die du zurückgeschickt hast nicht repariert und wieder in Umlauf gebracht wird?
      ......habe ich ja nicht behauptet....


      skyscope wrote:

      später im Lebenszyklus der Produkte gibt es eben dann auch mal Refurbished-Geräte zurück, mit zurückgesetztem Log und Akttivierung
      Das heißt also, es kann mir passieren dass ich eine neuwertige Drohne mit wenigen Flugstunden wegen eines kleinen Defektes einschicke, und ich bekomme ein refurbished Tauschgerät mit vielen hundert Betreibsstunden zurück.
      Wenn das Teil dann kurz nach Garantieende wegen eines Elektonikdefektes kaputt wird habe ich Pech gehabt.
      DJI Mini 3 Pro RC
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      fred999 wrote:

      was die Teile kosten können wenn nichtmal für 50 Euro repariert wird?

      Elmo wrote:

      dass selbst die kleinste Reparatur für DJI teurer ist, als die Neufertigung

      Elmo wrote:

      Wenn DJI bei einem Schaden von weniger als 50€ eine neue Drohne verschickt, zeigt das doch, dass diese zusätzliche Drohne in der Produktion keine 50€ kostet.
      Neeee, zwischen der Vorgehensweise in diesen ersten Schadensfällen und den tatsächlichen Produktkosten (Produktionskosten wäre viel zu kurz gesprungen) besteht kein Zusammenhang; daraus auf die realen Kostenstrukturen zu schließen ist mehr oder weniger wildes raten. Auch ist davon auszugehen, dass bei DJI keine kostenorientierte Preispolitik zum tragen kommt und somit Spielraum für das serviceorientierte swap-Konzept der Einführungsphase gegeben ist. Die Mini 3 ist nicht das erste Modell der jüngeren Vergangenheit, das seitens DJI in den frühen Phasen nach dem lauch überwiegend mit Neuware getauscht wird und diese, mit fortschreitendem Lebenszyklus, mehr und mehr durch refurbishde Modelle ersetzt wird (siehe #2).

      edit und PS: am Beispiel der Inspire 1 hat sich hier jemand mal die Mühe gemacht i.S.v. reverse costing (vermeintlich) hinter den Vorhang zu blicken ... muss man nur noch die in Rupien angegebene Werte umrechnen und auf aktuelle Modell- und Kostenstrukturen umlegen, et voilá: advancedstructures.in/dji-insp…one-teardown-and-costing/
      "we brake for nobody" ... me? sarcastic? never!

      The post was edited 1 time, last by B69 ().

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      fred999 wrote:

      Das heißt also, es kann mir passieren dass ich eine neuwertige Drohne mit wenigen Flugstunden wegen eines kleinen Defektes einschicke, und ich bekomme ein refurbished Tauschgerät mit vielen hundert Betreibsstunden zurück.
      Kaum anzunehmen. Mir ist auch kein Fall bekannt, der von einem solchen von dir skizzierten Szenario berichtet.

      Ganz im Gegenteil erlebt man bei DJI überwiegend positive Überraschungen bei einem notwendigen Raparatur-Service, statt negative, ist ja überall nachzulesen.

      Nebenbei ist es natürlich Buntstiftmalerei, daraus auf geringe Produktionsstückkosten zu schließen, sollte nun eigentlich klar sein. In anderen Ländern bietet DJI auch einen Refurbished Shop, wo man die Rückläufer dann mit 20% Rabatt wie neue verkauft.
      Auch Grenzkosten unter 50 € sind albern anzunehmen, schon die notwendigen externen Komponenten von Sony, Ambarella u.a. gibt es nicht umsonst. Und selbst wenn dem so wäre, gäbe es mehr ernsthafte Mitbewerber.

      fred999 wrote:

      Wenn das Teil dann kurz nach Garantieende wegen eines Elektonikdefektes kaputt wird habe ich Pech gehabt.
      Wie bei neuen Drohnen auch.
      Bei DJI gehen Refurbished Produkte durch eine strengen Qualitätsicherungsprozess und werden behandelt wie neue, man erhält also Garantie wie bei Neuware und kann auch DJI Care noch mal neu abschließen, selbst wenn man es vorher noch nicht hatte.

      The post was edited 5 times, last by skyscope ().

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      Guenther J. wrote:



      Bin aber gespannt, wie das demnächst gehandhabt wird. Ich schicke eine defekte Mini ein und erhalte eine neue klassifizierte (C0) zurück. Mit oder ohne Identifikationsmodul?

      Du meinst Remote ID?
      Das ist ja bereits berücksichtigt und nur eine Frage wann es per Firmware aktiviert wird, HW/SW ist bereits darauf vorbereitet.
      --
      Gruß, Ingo
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      fred999 wrote:

      Das heißt also, es kann mir passieren dass ich eine neuwertige Drohne mit wenigen Flugstunden wegen eines kleinen Defektes einschicke, und ich bekomme ein refurbished Tauschgerät mit vielen hundert Betreibsstunden zurück.Wenn das Teil dann kurz nach Garantieende wegen eines Elektonikdefektes kaputt wird habe ich Pech gehabt.

      Also das musst du anders sehen. Alle verschleißrelevanten Teile werden ersetzt sein. Wenn sie das Bord erhalten, dann sei froh.
      Es ist ein offenes Geheimnis, dass es schlauer sein kann einen Smart-TV aus der Ausstellungswand zu kaufen als einen Fabrikneuen.
      Elektronikfehler kommen mit Zeit und partieller Überhitzung durch Volllast und mechanischer Belastung.
      Ein Bord was 400 Flugstunden keine Probleme gemacht hat, dass würde ich gerne zurückbekommen, das wird sich auch weiterhin unauffällig zeigen.
      --
      Gruß, Ingo
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      @Ingo

      Deine Aussagen stimmen nur bedingt.
      Es stimmt schon, dass defekte meist in der ersten Phase auftreten, und die Gefahr danach kleiner wird. Aber nach einer gewissen Zeit steigt die Fehlerhäufigkeit wieder rasant an.
      (Stichwort Badewannenkurve)
      ...und die Kugellager der Antriebsmotoren werden bestimmt auch nicht mit jedem Flug besser...

      Grüße
      Fred
      DJI Mini 3 Pro RC

      The post was edited 1 time, last by fred999 ().