BEAUTIFUL FAROE ISLANDS (North Atlantic) AERIAL DRONE + FPV 4K VIDEO

    ACHTUNG: Mit der neuen EU Drohnenverordnung muß sich jeder Drohnen-Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren und seine Drohne mit der e-ID kennzeichnen! Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier im Shop. Außerdem benötigst Du eine Drohnen-Versicherung. Hier geht es zu unserem Drohnen-Versicherungsvergleich. Informationen zum neuen EU Drohnenführerschein gibt es hier.

    • BEAUTIFUL FAROE ISLANDS (North Atlantic) AERIAL DRONE + FPV 4K VIDEO

      Moin zusammen, ich bin mir nie sicher wie viel ich zu meinen Videos schreiben soll, ob es überhaupt gelesen wird :)

      Uns haben die Färöer-Inseln extrem gut gefallen und ich bekomme beim sichten des Videomaterial immer wieder Fernweh. War teils recht heftig beim Videoschnitt und dem Fernweh.
      Dort ist ein sehr raues Klima, kalt, immer wieder extreme Winde, nahezu kein Tourismus, sich ständig veränderte Wetterbedingung, sehr viel unberührte Natur.

      Im Sommer geht der Wind kaum unter 30 bis 35 km/h. Immer wieder geht die Windgeschwindigkeit auf 85 km/h hoch. Das passiert auch immer wieder schlagartig von einer auf die andere Sekunde.
      Mit den Drohnen waren wir oft am Limit. Die FPV Flüge waren oft so strak in der Schräglage, dass ein Teil der Aufnahmen nicht mehr zu gebrauchen waren. Wir haben dort auch eine Drohne verloren.
      Man sieht es dem Video nicht an, größtenteils sind es nur kurze Gelegenheiten die man zum filmen nutzen konnte. Oft kann man windbedingt, oder durch Regen und/oder Nebel gar nicht fliegen. Die Wolken über dem Atlantik rauschen einfach ungebremst durch die Inseln, reichen oft bis zur Meeresoberfläche hinunter. Muss immer spontan planen und reagieren. Man erlebt im Gegenzug viele atemberaubende Lichtspiele, die man aber mit Drohne, wegen dem Wind leider oft nicht filmen kann. Über die Wochen kommt aber trotzdem Material zusammen.
      Je nach Wetter kann man auch auf den Inseln mehrere Tage feststecken, kommt nicht mehr zur Hauptinsel zurück. Daher sollte man die äußeren Inseln am Anfang seiner Reise (mit Fähren) tätigen und zum ende hin mehr die Hauptinsel erkunden.
      Die Landschaft und die noch oft unberührte Natur empfand ich als gigantisch.

      Jetzt zu den Schattenseiten der Färöer-Inseln.
      Ein größte Teil ist im Privatbesitz und ein Teil der Landbesitzer lässt sich das fürstlich bezahlen um ihr Land oder die Insel betreten zu dürfen.
      Die Kosten liegen so zwischen 40 bis 450€. 100 bis 150€ sind ein üblicher Mittelwert.
      Ein paar Landflecken darf man nur zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten zur Wanderung brettern, andere gehen wiederum nur mit einen Guide zusammen.
      Das nervt dort ungemein... aber noch sind nicht alle Landbesitzer so... es gibt auch viele die (noch) nicht abzocken und frei zugänglich sind... Jahr für Jahr nimmt diese Eigenart leider immer mehr zu.

      Die Färöer haben drei Tunnel die unterhalb des Atlantik langführen und die Hauptinseln verbinden, sind jeweils ca. 8 bis 10 km lang.
      Diese fährt man oft, nicht immer alle drei, aber doch schon jeden Tag. Etliche Reiseblogger behaupten, es würde eine Flatrate für ca. 50€ rum geben (ich glaube die waren nie dort, ist mir ein Rätzel)
      Eine Flatrate hat es dort nie gegeben, man muss alle Fahrten drain bezahlen, hin und auch zurück. Wenn man vormittags alle durchfährt und abends wieder zurück, ist man ca. 70€ los.
      Tag für Tag, Woche für Woche, schmerzt schon etwas...
      Um so mehr man sich auf den Inseln bewegt, umso leerer wird der Geldbeutel.

      Aber die Natur ist mega, sofern man auf so etwas steht.
      Mir selbst hat es sogar etwas besser als schon das tolle Island im Vorjahr gefallen.
      Das Rauhe und vor allem sehr windige Wetter sollte man mögen. Island war im Vergleich lange nicht so windig, obwohl es dort auch nicht gerade wenig ist.
      Im Winter geht die Windgeschwindigkeit an freundlicheren Momenten selten unter unter 50km/h. Mit Drohen braucht man in dieser Jahreszeit fast nicht anreisen.


      Wer jetzt Interesse bekommen hat, kann ja mal in mein Video hineinschauen.
      Viel Spaß dabei



      Zugehöriger Ort

      42X7+5X Hósvík, FäröerAlle Orte anzeigen

    • Brutal schön :thumbup: aber leben möchte ich da nicht. Kein einziger baum zu sehen. Wovon leben die Menschen dort? Vom ersten Korn bis zur letzten Schraube muss ja alles importiert werden.
    • U.a. vom Tourismus. Im Kassieren sind uns die Färöer weit voraus. Man kann sich z.B. am letzten Zipfel im Cafe eine Postkarte kaufen und mit dem Smartphone bezahlen (auch schon vor der Pandemie).
      Importiert wird mit DER Fähre. Die Norröna fährt alle paar Tage vorbei zwischen Dänemark und Island und bringt alles mit. Autos, Hubschrauber, Container, Bau- und Landmaschinen, Touristen usw..

      Die Aufnahmen sind echt klasse aber vom Leben auf der Insel (Menschen und Tiere) zeigen sie wenig. Aber das kann man ja hier per Text ggfs. nacherklären.

      The post was edited 2 times, last by RC-Role ().

    • Hallo Stefan und besten Dank fürs Teilen,

      ich schaue u.a. hier gerne morgens beim Kaffee das ein oder andere schöne Video und heute war es dann wieder soweit...

      Hat mir sehr gut gefallen, das Video strahlt eine gewisse Ruhe, kühle Atmosphäre und mit den FPV Einschnitten auch einen guten Cut zur Ruhe aus. Tolle Aufnahmen, Locations und die Musik passt auch gut. Mir persönlich war es etwas zu lang aber ich denke wir wissen alle, dass man sich bei so vielen tollen Aufnahmen nur schwer von einigen Clips trennen kann ;).

      Danke auch für den Faktencheck. Wetter mäßig hätte ich es auch mit Island verglichen. Das Thema Privatbesitz und hohe Kosten ist so eine Sache. Wenn man die Natur dort unbedingt genießen will stellt man sich drauf ein und "spart" einfach ein wenig länger. Muss man vielleicht auch selber erleben um sich eine Meinung zu bilden...schade das die Welt in allen Belangen immer teurer wird...aber das ist ein anderes Thema.

      Wann wart ihr dort, welche Drohne habt ihr verloren und wie, ein wenig OT, kommt man eigentlich mit 17 Videos bei YouTube zu 77.300 Abonnenten?

      Grüße
    • @ Stefan, Ich bin schwer begeistert von Deinem Mega-Video und der atemberaubenden Landschaft :thumbup: .

      Anhand Deiner Beschreibung kann ich mir vorstellen, wie aufwändig und zeitraubend dieses alleine die Aufnahmen zu diesem Video waren.
      Wie lange wart Ihr in der Luft um diese wirklich tollen 8:31min zusammenzubringen?
      Die Musik passt auch super zu den jeweiligen Szenen. Magst Du mir verraten, welche Musiken/Titel Du genommen hast?

      Vielen Dank und schöne Grüße
    • @S t e f a n
      Ich habe ja länger kein Video mehr von Dir gesehen und dann gleich so ein hammergeiles Ding - fantastische Bilder! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
      Allerdings lädt die Geschichte drumherum ja nicht unbedingt zum Nachahmen ein, da man ja anscheinend doch eher länger dafür sparen müsste. ^^
    • Schicke Bilder dabei, der Overcolorlook den du hast, meine Empfindung, finde ich harmonischer als sonst.

      …und ja, sowas darf man echt nicht unterstützen… Walmassaker? What the hell… Abzocke der Landlords??? Heftig…

      Abgesehen vom Rest sowieso nur was für reiche Leute, definitiv…
    • Moin Moin zusammen,


      wir hatten gestern zum Raclette eingeladen und daher kommt ich erst heute zum Schreiben.


      Ich schreibe noch ein paar allgemein Dinge und probiere eure Fragen darin gleich mit zu beantworten, um über die Färöer keinen falschen Eindruck zu erwecken, dass könnte vielleicht sonst zu schnell passieren.


      Alle nördlichen Länder, Norwegen, Schottland, Färörer Inseln, Grönland, Island, …, sind recht teuer aus deutscher Sicht gesehen. Der Bruttolohn dort liegt zwischen Faktor 1.5 bis 2x höher als bei uns.


      Wer mal in Island war, bzw. dort hinmöchte, kennt die absurden Preise für einen Leihwagen aus deutscher Sicht. Ein Jeep oder Wohnmobil liegt zwischen 400 und 550€ pro Tag. Einige denken jetzt vielleicht, gut, komme ich mit der Fähre und eigenem Auto an. Aber auch die Fähre kostet ein Vermögen und man rechnet und rechnet, aber am ende des Tages ist es fast egal über welchen Weg man anreist oder mietet, man kommt immer auf eine sehr ähnliche Summe.


      Auf den Färöer-Inseln gibt es schon noch viele Bereiche die man frei betreten kann.
      Wenn man die kostenpflichten weglässt wird es schon einiges billiger im Urlaub.
      Man hat auch so sehr viel Spaß und kann viel erleben, wird aber auf das ein oder andere Highlight verzichten müssen.

      Auch ändern sich die Preise und was kostenpflichtig leider immer wieder. Manchmal kann man auch monatelang eine kleine Insel gar nicht betreten, weil es der Besitzer so möchte.
      Es gibt keinen festen Plan der über Jahre Gültigkeit hat.
      Letztes Jahr hatte man an der Filmlocation (siehe Titelbild des Videos) von James Bond (dort in 007 in seinem letzten Film gestorben) einen Grabstein aufgestellt.
      Daraufhin wurde plötzlich nur noch erlaubt mit einem Guide die Tour zu wandern. Dieses Jahr (2022) war es zum Glück wieder frei und man konnte selbst wählen.
      Diese Vorhaben hatte glücklicherweise keinen großen Erfolg gehabt.
      Es gibt zwar immer noch Touristen, die jetzt freiwillig diese Tour buchen und auf der Wanderung viel zu James Bond erzählt bekommen, aber es ist kein Zwang mehr.
      Das wiederum finde ich völlig in Ordnung. Aber der Zwang wie letztes Jahr ging gar nicht.
      Aber warum diese Tour für ca. 300€ pro Person mit Guide immer noch bucht wird? Keine Ahnung.
      Manchmal gibt es auch Toren, sie so gefährlich sind (waren wir nicht), die nur mit einem Guide funktionieren. Hier wiederum ist es völlig in Ordnung, alles andere wäre fahrlässig.


      Wenn man in die Färöer Foren schaut wird dort gelegentlich immer mal gestritten, weil sich die Informationen dort oft widersprechen.
      Ein User sagt z.B., Wanderung XY ist nur mit einem Guide zusammen erlaubt. Der nächste sagt er würde quatsch erzählen :)
      Das ändert sich aber über die Jahre immer wieder und auch die Preise ändern sich manchmal um fast 100%.
      Daher widersprechen sich viele Informationen in den Foren zu den Färöer-Inseln.
      Bis man tagesaktuelle Informationen über die Foren erhält, dauert es viele Monate und ist meist schon selbst dort, falls man gebucht hat. S

      Solche Informationen zu erhalten ist leider nicht so einfach, wie man es sich wünschen würde.



      Eine private kleine Insel wird z.B. durch eine öffentliche Fähre täglich angefahren und muss man mindestens eine Woche in voraus buchen um Platz zu erhalten.

      Was aber viele nicht wissen, man kann die Insel nur betreten, wenn man bei Ankunft 120€ bezahlt, ansonsten kann man gleich wieder mit der Fähre zurück fahren.
      Ich denke, es wird immer wieder ausgelotet das Maximum zu erwirtschaften.
      Ich habe nichts dagegen, hier und da als fairen Preis zu bezahlen, wenn es dem Erhalt der Natur dient.
      Die dort arbeiten Menschen müssen auch leben können von ihrem Job.
      Aber so fühlt sich immer wieder mal nach Abzocke an.
      Aber das liegt an jedem einzelne Landbesitzer, kann die Allgemeinheit leider nichts dran ändern.

      Viele Einheimische unterstützen das nicht und sind ebenfalls sehr genervt hiervon. Sie geben Tipps um das teilweise zu umgehen :) (habe mich aber trotzdem nicht getraut)

      Wie gesagt, es gibt viele Bereiche die immer noch frei zugänglich sind. Aber auf dass ein oder andere Highlight muss man so aber verzichten.

      Aber wir wussten im Vorfeld auf was wir uns einlassen. Es gehört einfach mit zum Reisepreis dazu, wie es z.B. @Lorch83 geschrieben hatte.



      Mit dem Massaker der Wale dort…
      In dieser Region des Atlantiks der Färöer-Inseln gibt es geschätzt 100.000 Wale. 500 Wale sind pro Jahr von den Behörden für den Fang und ausschließlich der Eigenversorgung zugelassen und dient ihrer Tradition und Kultur.
      Die Behörde muss immer dabei sein, alleine ist es verboten. Kurioserweise gibt es seit ca. 7 Jahren ein Gesetz das verpflichtet Sichtungen zu Walen zu melden. Die Strafe liegt sonst bei 3000€. Touristen sind hiervon glücklicherweise ausgenommen. Gibt es eine Sichtung und kommt es zu vielleicht auch zu einem Ereignis, wird dies per App an die Bevölkerung alarmiert (früher waren es Glocken). Man kann jetzt sofort seine Arbeit niederlegen und dieser Tradition folgen. Es gibt auch viele Einheimische die es nicht mehr in Ordnung finden und Änderungen wollen. Auch sind die Wale heutzutage stark mit Schwermetallen und z.B. Quecksilber belastet. So oder so ist es keine gute Idee heutzutage dieses Fleisch zu essen. Ich denke in 2 bis 3 Generationen wird sich das Problem dort von alleine lösen. Die jüngere Generation tickt mittlerweile völlig anderster und das Quecksilber schreckt immer mehr Leute ab das Fleisch weiterhin zu essen.


      Zur Tradition, die Wikinger waren die ersten Siedler dort und mehr als Walfleisch und Seevögel gab es nicht um dort zu überleben. In der damaligen Zeit muss es sehr hart dort gewesen sein und dementsprechend ist es auch noch sehr stark in der Kultur (noch) verankert. Auch in der Musik und vielen weiteren Bereichen spiegelt sich das wider, wenn es um die Wale geht. Es hatte schlicht dem überleben gedient.

      Wenn man auf unsere Geschichte schaut, wird man auch vieles finden das nicht in Ordnung war und hier und da auch jetzt immer noch nicht in Ordnung ist.
      Ich probiere immer alle Aspekte zu betrachten… es muss unbedingt aufhören mit den Walen, aber man muss den Menschen dort etwas Zeit hierfür geben. Wie gesagt, die junge Generation tickt schon sehr anderster und wird später mal das Steuer des Landes übernehmen.

      Zurück wieder zum allgemeinen...


      Öffentliche Verkehrsmittel sind recht günstig, dazu gehören auch Helikopterflüge (ca. 18€) und Fähren (20 bis 40€ rum) als Verbindungen.

      Die Fähren muss man manchmal vorab buchen, oder ist freiwillig oder es geht gar nicht als Reservierung, ist von der Stecke abhängig (hier im Vorfeld sich gut informieren, sonst endet es in Frust).

      Wenn man die Fähre 1 Woche im Voraus buchen muss, wird es mit dem unbeständigen Wetter zusammen immer etwas heikel, kann nicht mehr spontan drauf reagieren, gerade wenn man auch filmen möchte und Drohnen dabei hat. (eine wirklich wasserdichte Drohne von DJI ist immer noch eine Marktlücke)


      Fähren die man gar nicht buchen kann sind die kleineren für maximal 12 Autos. Hier passiert es auch mal, wie bei uns, man kommt extra 2 Stunden früher um sich der Schlange einzureihen, ist aber das 12 Auto in der Schlange, weil die anderen schon 4 Stunden dort warten und nachts um 4 Uhr los sind.
      Einheimische haben auf den Fähren immer Priorität und dies kommen auch meist erst ein paar Minuten bevor es losgeht.
      Man kann sich denken was mit den Autos auf Position 8 bis 12 passiert :)
      Meist fahren diese Fähren nur 3x am Tag, morgens, mittags und abends.
      Auf den Teil sehr kleinen Inseln gibt es oft keine Möglichkeit der Übernachtung.
      Ihr könnt euch jetzt wieder denken was passiert, man die Leute vom Vormittag und Mittag alle gemeinsam am Abend wieder zurück möchten.
      Ehrlich gesagt ist es hier besser das Auto erst gar nicht mitzunehmen und so immer einen garantieren Platz am Abend zu erhalten
      Aber wenn das Wetter nicht mitspielt passiert das natürlich ebenfalls, mit oder ohne Auto, es fährt keine Fähre mehr.



      Wir waren drei Wochen dort, gerade wegen dem unbeständigen Wetter und weil manchmal tagelang rein gar nichts mehr geht. Das waren immer die Dauer Netflix, Apple+ und Co. Tage/Nächte.
      Viele Übernachtungen stellen die komplette Palette an Streaming Anbietern kostenfrei zur Verfügung und wissen warum :)


      Wir hatten hierzu ein gemütliches Ferienhaus gemietet.
      Zusätzlich hatten wir auf den ver. Inseln, ver. Übernachtungen an ver. Tagen reserviert mit kostenlosen Stornierungsmöglichkeit um je nach Wetter flexibel reagieren zu können.
      Einige erlauben bis 1 Minute vor der Ankunft kostenfrei zu stornieren.


      Das Ferienhaus auf der Hauptinsel hatten wir dauerhaft gebucht, auch wenn man dort mal tagelang nicht waren und andere Inseln erkundet hatten. Je nach Wetter, Reservierungen der Fähren oder Touren und sonstigen Gegebenheiten war es so am besten für uns. Ansonsten wäre man dort viel zu unflexibel… habe mir lange Gedanken hierzu gemacht.

      Wenn jemand nur wandert, kein Drohen im Gepäck, hat es generell hier etwas einfacher.

      Der größte Teil der Touristen dort ist meist auf der Durchreise nach Island. Sie kommen mit der Fähre, bleiben ca. 3 Tage und anschießend geht es nach Island mit der nächsten Fähre weiter. Der restliche Teil der Touristen ist in der Regel 7 bis 10 Tage dort. 3 Wochen wie bei uns ist eher die Ausnahme. Aber durch das Wetter waren 3 Wochen das mindeste, sonst hätte Faktor Glück zu sehr übernommen. Eine weitere 4 Woche wäre nicht schlecht gesehen, es gibt noch ein paar tolle, aber sehr anstrenge Touren (sehr unbekannt und nur wenige machen), die wir nicht mehr geschafft hatten.

      Wer nur wandert, nicht filmt, hat auch mal mit Nebel, Wind und Regen nicht immer gleich ein Totalschaden.


      Man kann bei nur 7 Tagen viel Glück haben, aber auch ohne eine einzige Aufnahme nach Hause fahren. Falls jemand hier aus dem Forum Interesse hat, unbedingt genügend Tage einplanen, man kann das nicht oft genug sagen, sonst wird die Reise zu sehr zur Glücksache und am Ende der Reise ist nur noch der Frust vorhanden.
      Ein paar Tage und Nächte im Schlafanzug mal mit Netflix und Co. als Gegenkontrast hat auch seinen Scharm :) Gehört einfach mit dazu!


      Wer gut vorbereitet ist, sich auf die Natur einlässt und nicht dagegen ankämpft, die extrem schlechten Tage gelassen nimmt, kann eine super Tolle Zeit dort haben. Wer z.B. aus Zeitgründen, mit aller Gewalt seinen Willen erzwingen möchte, keinen Plan B und C in der Tasche hat, wird die Färörer sehr enttäuscht verlassen. Ehrlich gesagt, sollte man sich lieber ein anderes Zeil suchen, wenn man das alles nicht möchte. Derjenige wird dort nicht glücklich werden.


      Hotels gibt es glaube 2 oder 3 Stück in der Hauptstadt. Würde ich nicht empfehlen, zu teuer, zu klein im Vergleich zu den privat vermittelten Unterkünften. Wir hatten immer erst bei Ankunft bezahlt, auch keine Vorauszahlungen, damit hatte man null Risiko. Größtenteils werden Ferienhäuser, wie gesagt, privat vermietet (Oma und Opa verstoben, anschießend renoviert und im Sommer vermietet). Im Winter nehmen sich die Besitzer oft eine Auszeit und verbringen selbst einige Monate darin. Es verirrt sich im Winter selten jemand auf die Insel um ein Ferienhaus zu buchen :-)


      Wer gleich im Januar für den Sommer bucht, kann einiges an Geld sparen. Monat für Monat wird es immer weniger und teurer. Die Preise gehen zwischen Januar bis zur Hauptsession um Faktor 2.5, wegen der mangelnden Verfügbarkeit hoch.


      Die freundliche Phase ist nur im Sommer und mit 3 Monaten recht kurz. Es regnet hier etwas weniger als im restlichen Jahr mit insgesamt ca. 280 Regentagen.
      Wir waren die letzte Woche im August und die ersten 2 Wochen im September dort. Ab September beginnt die Winterzeit, die Session ist vorbei und es gibt immer weniger Touristen (30x weniger Tourismus als in Island, von viel zu sprechen ist generell übertreiben auf den Färöer, wie auch eigentlich in Island).
      Die Fähren fahren jetzt weniger, es ist wieder Schule, es wird gearbeitet und so mancher Guide bietet nichts mehr an.
      Gewisse Vorhaben sollte man noch im August erledigen, weil sie im September vielleicht nicht mehr möglich sind oder nur noch 1x in der Woche.


      Im August ist das dauerhaft nasse Gras/Moss kräftig grün, leuchtet bei Bewölkung oft noch viel mehr als bei Sonnenschein.
      Ab September kann man Tag für Tag beobachten wie es Richtung braun dreht und es als Variation im Film nutzen.
      Wenn man mein Video nochmal anschaut, kann man mit dieser Information jetzt erraten, welcher Clip an fast welchem Tag entstanden ist.



      Ich hoffe, ich habe keine Frage vergessen. Ansonsten schreibt mich einfach nochmals an.


      Ach ja, dass Scharf am Ende :) Das ist eine Anspielung zum Namen der Färöer-Inseln und bedeutet übersetzt Schafsinsel :) Man sagt, es gibt etwas doppelt so viele Schafe als Menschen auf der Insel.


      Viele jüngere Menschen verlassen die Färöer-Inseln, wegen Studium oder generell mal etwas anderes zu sehen. 2/3 kommen später wieder zurück, vermissen diese ursprüngliche raue Landschaft im etwas höheren Alter sehr.

      Der größte Teil der Bevölkerung lebt vom Fisch und der Lachszucht (gehört zu den Beste weltweit).

      Manchmal wenn das Wetter so verdammt schlecht war, wir uns im Haus eingegraben hatten, könnten wir mit dem Fernglas beobachten wie die Arbeit und fahrt raus auf Meer einfach weiter ging. Im Vergleich zu den Färörern waren wir wahrscheinlich Warmduscher, lach.


      Anbei ein paar Fotos der Unterkunft... war schon echt super gemütlich dort, mit Gitarre, Fernglas, Kanus im Keller, usw.







      Tipp: Im Flieger immer am Notausgang sitzen, das ist besser als erste Klasse, kostenlos und bietet noch mehr Platz :D





      PS: Danke für eure Zeit!