Der allgemeine 3D-Druck-Thread

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    • Der allgemeine 3D-Druck-Thread

      Da hier die Resonanz zum Thema 3D-Druck immer mehr zunimmt ist es wohl an der Zeit einen passenden Thread zum Thema zu eröffnen.
      Alles zum Thema 3D Druck (Kaufberatung, Erfahrungsaustausch, Neuigkeiten, eure Projekte) gehört hier rein.


      Was ist 3D Druck ?
      3D Druck ist eine additive Fertigung bei der Bauteile schichtweise produziert werden. Hierbei gibt es zwei etablierte Fertigungsverfahren im Hobbybereich: FDM und SLA.
      Das FDM Verfahren ist das bekannteste und für den Anwender einfachste Verfahren. Hierbei wird ein Filament mit Hilfe eines Druckkopfes verflüssigt und auf einer (beheizten) Trägerplatte aufgetragen.
      Beim SLA Verfahren oder auch Resin-Druck wird ein UV sensitives Harz verwendet was durch ein UV LCD belichtet und so schichtweise ausgehärtet wird.

      Im Bereich unseres Drohnenhobbys wird idR das FDM Verfahren eingesetzt. Hier hat man die Wahl zwischen harten Materialien (PLA, PETG, ABS, ASA, PC, PA etc) und flexiblem Material (TPU).
      TPU hat den Vorteil dass man es in verschiedenen Härtegraden bekommt und es mechanisch stark belastbar ist (und idR nicht bricht). Das macht es zu dem perfekten Material um Komponenten wie Arme oder Kameras zu schützen.
      Ein mit TPU geschützter Arm oder eine Cam überstehen harte Crashs oftmals ohne Beschädigung.


      Beispiel: TPU-Schoner
    • Der P1S kostet halt 1000 Euro und die Frage ist, wieviel Drucke kann man kaufen oder steht das Teil am Ende nur im Schrank. Ein billiger frustet aber auch gleich. Aktuell ist es so, daß ich den Bambu Lab schon stark favorisiere.
    • Wie viel du ihn benutzt, hängt nur davon ab, wie du dich in CAD Software reinfuchst. Der Wert liegt nicht darin, Geld beim Drucken von vorgefertigten Dateien zu sparen, sondern dir selbst maßgeschneidert genau das herstellen zu können, was du willst. Vor allem für simple Teile, die man in unter 3 Minuten konstruieren kann, ist das einfach spitze. Ein Keil für die Tür, eine Dichtung für die Duschbrause, ein Hacken um ein Bild aufzuhängen ... für sowas nicht extra in den Baumarkt zu müssen, ist unbezahlbar.
    • Ich denke, die meisten User hier im Forum wird mehr der "Ich-will-nur-Teile-Drucken" -Teil interessieren und weniger der "Ich-will-ständig-am-Drucker-rumfummeln" -Teil, der bei günstigen Modellen leider häufig überwiegt.
      Ich versuche mal, das Problem ein wenig ausführlicher und nach eigener Erfahrung zu behandeln:

      Eine Information, die Druck-Anfängern oft nicht bekannt ist oder einfach ignoriert wird: Billigere Drucker (oft unter ca. 300€) haben einen klaren Fokus auf dem "Bastel"-Teil und benötigen sehr häufig mehr Bastelstunden am Drucker, als man an Stunden für das reine Drucken aufwendet. Dazu gehört eine häufige Neukalibierung, fehlschlagende Drucke, Aufwand beim herausfinden der richtigen Druckparameter bei verschiedenen Materialien,Herstellern und manchmal sogar Drucken und so weiter. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen und lässt schnell Frust aufkommen. Das führt dann auch dazu, dass das Gerät nur noch unbenutzt im Schrank steht. Man tauscht hier gespartes Geld gegen Bastelstunden ein.

      Besser wird es tatsächlich ab ca. 400-1000€, diese Drucker können auch einfach nur drucken, ohne dass man ständig irgendwas rumstellen muss. Sehr häufig und bei gutem Umgang mit dem Gerät lässt sich sogar nach einem Jahr der Nichtbenutzung der Drucker einschalten und man kann direkt einen Druck starten, ohne den groß überwachen zu müssen.

      Alles über ca. 1200€ ist für Normalanwender meist schon wieder zu viel und meiner Meinung nach unnötig. Geräte dieser Preisklasse haben Features, die nur für Poweruser und Profis interessant sind, die wissen, was sie haben wollen. Insbesondere kommen hier Mehrfarbdruck, exotische Materialien, besonders große Druckvolumen und weitere Features hinzu, die für uns nicht relevant sind.


      Welches Gerät wäre also für einen typischen Hobby-Drohnen-Piloten interessant?
      Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, da man erst einmal klären muss, warum überhaupt ein solches Gerät relevant wäre. Und da muss ich ganz ehrlich sagen: wenn man generell kein Interesse daran hat, Dinge zu drucken und auch generell keine Teile für seine Drohnen oder anderen Hobbies braucht, dann wird die Antwort wohl sein, dass wohl kein Gerät das richtige Gerät ist.
      Falls man dann doch mal ein Druckteil brauchen sollte, kann man es auch einfach im Netz bei Druckservices (oder auch bei anderen Forenusern hier ;) ) bestellen oder anfragen. Druckservices gehen aber sehr schnell ins Geld und wenn man mehr als 2-3x im Jahr ein Teil benötigen sollte, kann sich ein eigenes Gerät schon lohnen.

      An dieser Stelle möchte ich übrigens mal einen Vergleich aufstellen: Meiner Meinung nach ist ein 3D-Drucker, wenn man nur drucken möchte, einfach ein Werkzeug und lässt sich auch sehr gut mit anderen Werkzeugen vergleichen. Man besitzt einen solchen Drucker schlicht dafür, um die Möglichkeit zu haben, jederzeit drucken zu können - ganz ähnlich zum Beispiel zu einem Akkuschrauber oder einer Kettensäge. Einen Akkuschrauber hat man ja auch das ganze Jahr über in einem Schrank stehen, ohne dass man ihn benötigt. Aber wenn, dann muss er für den kurzen Moment funktionieren und vorhanden sein. Und genauso rechnet ja auch keiner nach, ob sich ein Akkuschrauber finanziell lohnt, sondern man hat ihn einfach.
      Genauso sollte man das auch mit einem 3D-Drucker machen. Nicht darüber nachdenken, ob es sich jemals finanziell lohnt und ein Modell nehmen, das sofort und ohne Aufwand funktioniert. Nur dann wird man damit glücklich werden.
      Ich persönlich benötige jedenfalls einen solchen Drucker als Werkzeug on-demand. Die Freiheit, einfach kurz am PC etwas zu entwerfen und das Teil in den nächsten 1-6 Stunden in der Hand halten zu können, bei Toleranzen von <0.01mm, ist einfach unbezahlbar.

      Also, was kann man damit nun machen?
      Naja, Copterteile wäre offensichtlich. Flexibler Kantenschutz für den FPV-Racer, Kamera-Halterungen, Befestigungsteile, manch einer druck sich sogar komplette Copter-Rahmen.
      Aber es geht halt noch viel mehr, weshalb sich ein Drucker auch allgemein als Werkzeug lohnt. Ersatzteile für Haushaltsgeräte, man denke hier mal an eine Batteriefach-Abdeckung für eine Fernbedienung, die man mal eben schnell drucken kann. Wandhaken, Werkzeughalter, Sortimentskästen und Organizer, ganz viel Zeug für Werkstatt und Haushalt. Ersatz für kleinere KFZ-Teile, an die man sonst nie herankommt.
      Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig, weil man im besten Fall eben alles selber entwerfen kann und so an Ersatzteile herankommt, die anders nicht beschaffbar sind.
      Bastelt man gerne, wie z.B. Flug- Fahr- Schiffsmodelle, Modelleisenbahnen und ähnlich, dann kann man enorm Zeit und Geld sparen, indem man Teile selber entwirft und/oder druckt.
      Auch bei Tabletop/Brettspielen und Pen&Paper sind solche Drucker unglaublich nützlich (aber für Miniaturdrucke sollte man über einen Resin-3D-Drucker (Flüssig-Harz) nachdenken).
      Man kann heutzutage wirklich fast alles drucken, was in den typischen Bauraum eines 3D-Druckers passt. Computermäuse (Nur das Gehäuse natürlich), Spielzeuge, ganze RC-Autos, Vasen, Schmuck, die Ideen sind Grenzenlos.
      Besonders ein Punkt sticht aber hervor: Schnelles Fertigen von Prototypen. Selbst wenn man irgendwelche Dinge gar nicht als 3D-Druck braucht, sondern vielleicht als Frästeil (Ein Carbon-Copterframe zum Beispiel), dann kann man das trotzdem "mal schnell" drucken und schauen, ob alles soweit passt und funktioniert, um das Teil danach aus den eigentlich benötigten Materialien herzustellen.

      Ist das Interesse nun da? Ja? Gut, dann kommen wir endlich mal zu den eigentlichen Druckern:
      Grundsätzlich würde ich hier alle Geräte unter ca. 300€ (Neupreis) komplett vermeiden. Ich kann natürlich auch nicht alle Geräte auf dem Markt hier erwähnen, deshalb begrenze ich meine Auswahl auf die Geräte, mit denen ich längere Erfahrung habe.

      - Prusa Mk3s gebraucht kaufen, ca 400€. Der Drucker ist quasi unkaputtbar, komplett open-source (inklusive der Software, die mittlerweile Marktführer ist) und damit kommt man äußerst günstig und schnell an Ersatzteile ran, falls man doch mal etwas tauschen muss. Extrem anfängerfreundlich und bestens als Werkzeug geeignet. Das Ding druckt ohne Probleme, der Hersteller bringt immer noch regelmäßig Updates raus und veröffentlicht auch die Daten für neue Materialien. Lässt sich sogar auf Multi-Farb-Druck aufrüsten. Sehr leises Gerät.
      Ich habe so einen jetzt seit 2017 ununterbrochen im Einsatz und möchte ihn auf keinen Fall mehr missen. Der Drucker wird auch auf Jahre hinaus noch relevant bleiben und mit neueren Geräten mithalten können.

      - Prusa Mini gebraucht kaufen, ca 300€. Analog zum MK3s, nur in kleiner (und damit günstiger). Kann sich lohnen, wenn zu druckende Teile in keiner Achse über 18cm Länge hinaus gehen sollen. Äußerst leises Gerät

      - Prusa MK4, ca. 900€ neu. Einer der besten Drucker seiner Klasse am Markt und das modernste Gerät in diesem Vergleich. Die Druckqualität ist nicht wesentlich besser als beim MK3s, hat aber mehr Luxus-Features und ist deutlich schneller.

      - Bambu Lab P1P, ca. 700€ neu. Alternativ der etwas neuere P1s für 100€ Aufpreis. Ähnliche Features wie beim Prusa Mk3/4, nur aus chinesischer Produktion und nicht open-source. Der Drucker kommt direkt mit einem Gehäuse, hat ein etwas anderes (schnelleres) Mechanik-Design als es die Prusa-Drucker nutzen, ist etwas günstiger als ein neuer Prusa, ist aber auch deutlich! lauter. Im Gegensatz zur Lautstärke eines Prusas schreit dieser Drucker schon fast.
      Die Software von Bambulabs läuft ausschließlich in der Cloud und der Drucker kommuniziert regelmäßig nach China. (Es gab vor kurzem erst ein Cloud-Problem, welches weltweit dafür gesorgt hat, dass etliche Drucker einfach selbstständig angefangen hatten, zu drucken)
      Die Druckqualität ist identisch mit dem Prusa Mk4, auch für dieses Gerät gibt es ein Upgrade auf Multi-Farb-Druck. Ersatzteile gibt es nur teuer vom Hersteller.

      Es gibt noch dutzende andere Geräte in diesem Preisbereich, allerdings haben Prusa und Bambulab die meiner Meinung nach einzigen Geräte, die wirklich als Werkzeug zu betrachten sind und einfach funktionieren, während der Preis auch der Leistung entspricht. Welches Gerät man da nun nimmt, ist (für die Belange eines Normal-Users) völlig egal.

      Für Sparfüchse und Bastler möchte ich hier auch noch extra erwähnen, dass es aufgrund der Open-Source-Bauweise von Prusa-Druckern auch legal kopierte MK3s aus China gibt, die funktional identisch mit den originalen Druckern sind, wenn man kleinere Bauteile (die in Kopie einfach nicht gut hergestellt werden) bis ca 100€ mit Originalteilen austauscht (Insbesondere das sogenannte Hotend).
      Man bekommt die teils schon modifizierten Klone gebraucht für ca. 150-300€. In meinem Bekanntenkreis haben viele Leute mittlerweile einen solchen Klon-Mk3s im Einsatz, ohne Probleme.
      (Wer Interesse hat, was man alles tauschen sollte - Liste per PM)

      Meine aktuelle und persönliche Empfehlung: originaler MK3s gebraucht von Kleinanzeigen. Wer das Kleingeld übrig hat, Bambu P1s oder Prusa Mk4 neu, die beiden sind gleichwertig.

      [Falls hier auch noch Interesse daran besteht, wie man denn solche Drucker bedient und/oder Teile selber am PC entwirft und erstellt, dann lasst es mich bitte wissen. Eventuell schreibe ich dann auch mal was dazu. Ich nutze Drucker seit ca. 2012, auch teils im Beruf, aktuell stehen hier 7 Stück verschiedener Preisklassen und Hersteller herum]

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    • Schwurbelmeister wrote:

      allerdings haben Prusa und Bambulab die meiner Meinung nach einzigen Geräte, die wirklich als Werkzeug zu betrachten sind und einfach funktionieren, während der Preis auch der Leistung entspricht.
      ... Naja und eben der K1 Max von Creality, der ja vergleichbar mit dem Bambulab sein soll und der mit 30x30x30 cm, für den Privatgebrauch, m.E. ein wirlich großes Druckvolumen bietet.
      Der liegt aber aktuell aber wieder bei knapp 1k €. Ich hatte den am Blackfriday für ca. 700,-€ bekommen.
      Bin aktuell echt zufrieden damit. :)
    • Ich habe den K1 absichtlich nicht erwähnt, weil die Druckqualität im Vergleich zum P1s und dem MK4 etwas schlechter ist, das Gerät mehr kostet und niemand von den Normalusern einen solch großen Bauraum benötigt.
      Auch die Zuverlässigkeir hat mich nicht umgehauen, als dass ich den vor den anderen erwähnten Modellen empfehlen würde. Der fällt eher in die Kategorie "man weiß, warum man den will".
      Und es gibt noch dutzende andere Modelle, die ich, wie erwähnt, nicht erwähnt habe.
      Ich persönlich würde mir den jedenfalls nicht kaufen, es gibt aber genug Leute, für die es der perfekte Printer ist.

      Aber ich denke nicht, dass wir uns in Pro/Contra-Diskussionen zu Modellen und Herstellern verlaufen sollten, dafür gibt es eindeutig andere Platformen. Ich wollte mit dem Post nur eine schnelle Übersicht für Anfänger bieten, mit der man nicht viel falsch machen kann.
    • Schwurbelmeister wrote:

      ch habe den K1 absichtlich nicht erwähnt, weil die Druckqualität im Vergleich zum P1s und dem MK4 etwas schlechter ist
      Da habe ich hier etwas anderes gelesen, aber gut, das ist vermutlich auch ein klein wenig eine Glaubensfrage ähnlich wie bei Handys. ;) :D
      Und wie ich es verstanden habe, ist der K1 Max ein Nachfolger vom K1, mit neueren Eigenschaften und hat nicht nur größeres Volumen. :)
      Aber natürlich - letzlich muss jeder für sich, seinen Bedarf, Vorlieben und Geldbeutel entscheiden, welches Modell ggf. das richtige ist. :)
    • Michael67 wrote:

      Der P1S kostet halt 1000 Euro und die Frage ist, wieviel Drucke kann man kaufen oder steht das Teil am Ende nur im Schrank. Ein billiger frustet aber auch gleich. Aktuell ist es so, daß ich den Bambu Lab schon stark favorisiere.
      Dann schau dir auch mal den A1 Mini an. 18x18 reichen als Bauraum idR völlig aus und der Preis des A1 Mini ist echt eine Ansage.
      Der A1 Mini ist deutlich leiser als ein P1S und im Prinzip genauso schnell. Der Vorteil des A1 Mini im Vergleich zum P1S ist die automatische Materialkalibrierung und ein vernünftiges Display. Die Kalibrierung arbeitet zwar nicht wie beim X1C über einen Lidar sondern über einen Drucksensor im Druckkopf. Für den Preis gibt es im Moment nichts vergleichbares.
      Da würde ich nur noch zum P1S greifen wenn ich die benötigte Bauraumgröße unbedingt brauche und/oder auch technische Materialien wie ABS/ASA drucken wollte.
    • Moin,
      kurz meine Erfahrung:
      Ich besitze seit er erschien (damals noch mit langer Wartezeit) den Prusa Mini. Den hab ich mir, wie weiter oben schon erwähnt, als Werkzeug angeschafft. 3D-Druck ist nicht mein Hobby, sondern ich brauche ihn für mein Hobby. Ziemlich am Anfang gab es ab un zu ein Problem mit verstopften Hotend. Hab ich umgerüstet auf BondTech, seitdem nie wieder Probleme.
      PLA habe ich schon ewig nicht mehr gedruckt, da ich eben fast ausschließlich Funktionsteile drucke. Ich drucke ASA und TPU. Ich nutze die Filamente von Prusa und die dazugehörigen Profile. Einschalten, Drucken, fertig. Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte mal irgendetwas kalibrieren mußte. Fehldrucke sind selten und sind dann eher Bauteil-konstruktionsbedingt und ich muß das Bauteil optimieren.
      CAD-Software ist bei mir Fusion360, gibt es für den Heimbedarf kostenlos mit Einschränkungen, die ich eh nicht benötige.
      Wie andere oben schon sagten, jedes Wunschteil kann man schnell selbst machen, vorausgesetzt man arbeitet sich mit nem entsprechenden CAD-Programm ein.

      BZ
    • Schwurbelmeister wrote:

      Prusa MK4, ca. 900€ neu.
      nur der Vollständigkeit halber: die ~900 werden für die Bausatz-Version aufgerufen, d.h. ein klein wenig Eigeninitiative ist dann noch erforderlich aber so lernt man seinen 3D-Drucker auch gleich gut kennen ^^

      PS: nutzt jemand der MK4-Besitzer hier auch die MMU3-5-Farben-Erweiterung und kann Erfahrungswerte dazu weitergeben?
      "we brake for nobody" ... me? sarcastic? never!
    • Schwurbelmeister wrote:

      Ich wollte mit dem Post nur eine schnelle Übersicht für Anfänger bieten, mit der man nicht viel falsch machen kann.
      Meiner Meinung und Erfahrung nach fällt der "Dreamer" von Flashforge genau in diese Kategorie: Dreamer

      Auspacken und loslegen, so war meine Erfahrung. Bin nach wie vor äußerst zufrieden mit dem "Dreamer".
      Natürlich erfordert die Software wie üblich immer etwas Einarbeitungszeit, wobei ich das Hersteller-eigene Druckprogramm von Flashforge eher simpel finde. FreeCad (das Programm mit dem ich meine Teile konstruiere) finde ich da schon erheblich komplizierter, aber auch nur, was das Einarbeiten betrifft.
      Wenn man erst mal drin ist, sind damit recht schnell auch komplexere Konstruktionen erstellt.
    • Ich arbeite seit einem Jahr mit einem Ender 3 S1 pro und bin voll zufrieden. Klar gibt es auch Fehldrucke, aber die Ursache liegt halt dann oft zwischen den Ohren, Fehler beim Design, schlechte Justierung des Druckbettes etc.
      Mein Zielgebiet ist die Anfertigung von Teilen, die man so nicht (oder nicht mehr) kaufen kann, ich habe noch nie irgendein Ding aus dem Netz gedruckt.
      Als Software nehme ich Tinkercad, einfach und für meine Bedürfnisse ausreichend, und den Prusa Slicer.
    • Mein 3D Drucker ist ein 3DWOX1 von Sindoh. Auswahlentscheidend war ein geschlossenes Gehäuse (mit Geruchsfilter) und leise zum Drucken (über Nacht) in der Wohnung.
      Ich kontruiere selbst mit Fusion 360 oder nehme Teile aus dem Netz und modifiziere sie. Der Drucker geht mit Materialkassetten kann aber auch normale Spulen und damit nutze ich ihn auch.
      Hatte jetzt nach 3 Jahren einen Wackelkontakt in einem der Motorkabel. Das rauszufinden war ne ziemliche Odyssee, bei der ich auch über einen neuen Drucker nachgedacht hatte. Die aktuellen von Bambulab und Co. sind aber wesentlich lauter als mein Sindoh und haben die Spule seitlich oder hinten. D.h. man muss den ganzen Drucker immer auf dem Tisch umdrehen um an die Spule zu kommen. Die extra Magazine für oben drauf brauchen auch wieder extra Platz. Beides, Tisch zum drehen oder Platz fürs Spulenmagazin on top habe ich nicht. So bin ich beim 3DWOX1 geblieben und habe solange gesucht, bis ich den Wackelkontakt gefunden und repariert hatte.
      Mein Standardmaterial ist PETG, da es hitzebeständiger ist als PLA und ich so Teile für meinen Camper drucken kann. Als Fernpilot werden natürlich auch Flugzeuge gedruckt.
      Mein Langzeitprojekt ist die Milka-Ju52 mit 1,5m Spannweite aus ~150 Teilen. Die wird inzwischen aus LW-ASA gedruckt, also hitzebeständig (zum Transport im Auto) und leicht.
      Bei Interesse könnt ihr ja hier mal reinschauen.

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    • RC-Role wrote:

      Mein Langzeitprojekt ist die Milka-Ju52 mit 1,5m Spannweite aus ~150 Teilen. ....
      Bei Interesse könnt ihr ja hier mal reinschauen.

      Beeindruckend!

      Letztlich steht mit den heutigen Möglichkeiten eigentlich nichts mehr im Wege, sich mit Strömungstheorie zu beschäftigen und sich daran zu machen, sein eigenes Flugzeug zu konstruieren und als Modell zu bauen. Leider kann man nicht auf allen Hochzeiten tanzen, idealerweise müsste der Tag einfach 96 Stunden haben.

      The post was edited 3 times, last by skyscope ().

    • Ich habe seit 5 Jahren einen Anycubic i3 mega, der bis heute ganz ok druckt. Anfangs habe ich stundenlang Thingiverse durchsucht, nach dem, was ich den "gebrauchen" könnte. Das hat dann aber ganz schnell nachgelassen und ich habe mit Tinkercad meine ersten eigenen Teile gefertigt. Aber da kam ich auch schnell an Grenzen. Erst mit dem Erlernen von Fusion 360 hat die Sache richtig Sinn gemacht. Heute zeichne und drucke ich zig Teile für meine vielfältigen Hobbys und noch anderes. Sogar Ersatzteile für unseren Geschirrspüler habe ich schon gefertigt.

      Aktuell bin ich auch auf der Suche nach einem neuen Drucker. Der Bambulab P1S ist momentan mein Favorit, nur diese Cloudgeschichte stört mich etwas. Wenn ich gewerblich agieren würde, wäre das ein Nogo, aber privat habe ich wegen Datenschutz da eher wenig Bedenken. Nur die Vorstellung, dass man ggf. das Gerät aus China in welcher Art auch immer beeinflussen kann, bereitet doch ein wenig Unbehagen.
      Gruß
      Peter
    • RC-Role wrote:

      Als Fernpilot werden natürlich auch Flugzeuge gedruckt.
      Mein Langzeitprojekt ist die Milka-Ju52 mit 1,5m Spannweite aus ~150 Teilen. Die wird inzwischen aus LW-ASA gedruckt, also hitzebeständig (zum Transport im Auto) und leicht.
      Bei Interesse könnt ihr ja hier mal reinschauen.

      Sehr interessant!
      Ich habe mir mal die P-38 von 3DLabPrint ausgedruckt. Sie fliegt, aber ich fliege sie nicht gerne. Es ist aufgrund des Gewichts immer ein Eiertanz, nahe am Strömungsabriss. Und jede Landung muss 1A sein, sonst krachts im Gebälk. Holz fliegt einfach besser ^^
      Gruß
      Peter
    • @B69, ich hatte die MMU am MK3s, und habe sie nach einer Weile wieder abgebaut. Sie war mega unzuverlässig, hatte in mindestens 10 % der Fälle Schwierigkeiten beim Laden des Filaments. Wobei das eigentliche Problem nie in der Hardware lag, sondern immer nur darin, wie die Firmware mit Fehlversuchen umgegangen ist. Das Schlimmste daran fand ich immer, dass die Bedienung in Fehlerfällen völlig unintuitiv und unklar ist. Im Handbuch steht z.b. drücken sie DIE Taste, aber nicht welche von den Dreien. Einfacher Tastendruck bewirkt gar nichts, gedrückt halten irgendwas, aber nicht das was man will. Ich hatte ganz oft die Situation, dass ich einfach nur neu hätte laden müssen, aber die MMU nichts anderes tun wollte als auswerfen, weshalb ich dann den Druck abbrechen musste. Ganz oft hat einfach eine "Versuchs einfach nochmal"-Taste gefehlt.
      Und das war im Grunde alles nur bei single Material Drucken. Ich habe kaum versucht Multimaterial zu drucken, weil ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass ein Druck mit vielen Filamentwechseln jemals gelingen würden. Im Endeffekt hat die MMU meinen ansonsten sehr zuverlässigen Drucker nahezu unbrauchbar gemacht.


      Ich wollte die MMU hauptsächlich, um mit löslichem Support drucken zu können, aber zum einen habe ich nie eine Haftung zwischen Support und Part hinbekommen, egal ob PLA/TPU/PVA oder ASA/HIPS, und zum anderen hat mir das die Druckzeit auch viel zu sehr erhöht. Inzwischen drucke ich fast nur noch Teile, die ich selbst entworfen habe, und achte bei der Konstruktion einfach darauf, dass sie keinen Support brauchen.
    • Daru wrote:

      Der A1 Mini ist deutlich leiser als ein P1S und im Prinzip genauso schnell.
      Das hat mich jetzt angefixt.

      Ich habe auch nochmal nachgedacht. Außer Copter Teilen fiel mir wenig ein.

      TPU sollte er gut können, da ist der P1S wohl eher schwierig.

      Egal wie ich nachdenke, dass einzige was mir einfällt, war, dass ich mal Gummifüße von meinen Gartenstühlen nachkaufen wollte, die gab es nicht mehr. Stattdessen wurden es neue Möbel UND

      Den Verschluss meines Tefal Sandwichtoasters, der durch die Hitze gebrochen ist. Aber das wird man wohl nicht per Druck lösen können, weil bei einigen 100 Grad wird das gleich wieder brechen.

      Daher werde ich mir den A1 Mini genauer anschauen, basteln möchte ich nicht, auch kein Flugzeug drucken, von daher, einfach und preiswert.

      Allerdings ist ein Enclosure sicherer. Die Partikel sind toxisch und ein offener Drucker ist sicher weniger gesund, als ein geschlossener. Der P1S hat eine Absaugung mit Aktivkohlefilter.

      The post was edited 2 times, last by Michael67 ().

    • @skyscope @Chipmunk

      Danke Euch!

      Da ich meine Drohne fast nur noch im Urlaub fliege und der Videoschnitt des Materials mit FCP jetzt locker von der Hand geht hab ich Zeit für sowas.
      Ja 3D Druck von kompletten RC-Flugmodellen ist immer ein Gewichts- und Stabilitätsthema. Mit Leichtmaterialien ists besser. Die Teile sind stabil genug im Flug aber weniger robust in der Handhabung im Gegensatz zu den "konventionellen" Bauweisen mit Holz und Kohlefaser. Letzere machen aber eine gut ausgerüstete/große Werkstatt erforderlich und viel Staub. Beides is nicht in unserer Stadtwohnung. Und da ist er wieder der große Vorteil des 3D Drucken.
    • Chipmunk wrote:

      Ich habe seit 5 Jahren einen Anycubic i3 mega, der bis heute ganz ok druckt. ........Der Bambulab P1S ist momentan mein Favorit, nur diese Cloudgeschichte stört mich etwas.
      Ich hatte ebenfalls bis vor kurzem noch einen Anycubic i3 mega, aufgemotzt zum mega S und war so weit auch zufrieden. Allerdings ärgerte mich die Wellenbildung in Z-Richtung und das Ghosting, sowie die Begrenzung auf ca. 260° Drucktemperatur und das fehlende Gehäuse für ABS etc.
      Seit einigen Wochen steht nun ein P1S bei mir und das Drucken damit ist wie der Vergleich Tag und Nacht.
      Schneller, viel sauberer und viel weniger Nacharbeit bei den Teilen. Mit dem AMS-System mache ich mir auch keine Sorgen mehr, dass mal das Filament während des Drucks ausgehen und dadurch den Druck ruiniert werden könnte. Bequemer beim Filamentwechsel ist es allemal.
      Wegen der Cloud brauchst Du dir keine Sorgen zu machen, Du kannst den Drucker auch so einstellen, dass er nur im LAN ansprechbar ist. Auf die Smartphone-App zur Überwachung musst Du dann halt verzichten.

      Gruß Gerd