Avata 2 torkelt bei senkrecht runter

    ACHTUNG: Mit der neuen EU Drohnenverordnung muß sich jeder Drohnen-Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren und seine Drohne mit der e-ID kennzeichnen! Ein passendes Kennzeichen bekommst Du hier im Shop. Außerdem benötigst Du eine Drohnen-Versicherung. Hier geht es zu unserem Drohnen-Versicherungsvergleich. Informationen zum neuen EU Drohnenführerschein gibt es hier.

    • Avata 2 torkelt bei senkrecht runter

      Egal welcher modus, beim sekrechten Abstieg beginnt dasFluggerät ab 3m/s zu torkeln, nehme ich Fahrt auf, verschwindet es.
      Habe Props gegen ovp getauscht, kaum Verbesserung.
      Ist das normal oder Service Fall? (Habe noch Garantie)
      Was könnte Ursache sein?
      Set: ava2 mit goggles3 und FC3.
    • Das Phänomen nennt sich "Vortex Ring State" und kommt bei allen Luftfahrzeugen mit Rotoren vor.
      Du fliegst beim Abstieg in deine eigene, von den Rotoren verwirbelte Luft hinein. Im schlimmsten Fall bildet sich ein Wirbel, der den Auftrieb der Rotoren nahezu ineffektiv macht, weil die Luft, die nach unten gepustet wird, durch den Wirbel wieder oben eingesaugt wird, was den Auftrieb stoppt.
      Ein Helikopter kann, wenn dieser Zustand auftritt, sehr schnell aus dem Himmel fallen und abstürzen, ein Multirotor wie unsere Drohnen wird meist "nur" sehr instabil und kippt über ein- oder mehrere Rotoren ab.

      Wie du schon selber festgestellt hast, ist die Lösung ganz einfach: Sofort bei Auftreten des Zustandes seitlich (Vorwärts, Rückwärts, egal, solange Horizontal) Geschwindigkeit aufnehmen, um aus dem eigenen Abwind herauszukommen. So wird das auch in der Ausbildung von Helikopterpiloten gelehrt.
      Whoops sind besonders anfällig für diesen Zustand, da diese sehr schwer und mit ineffizienten Rotoren ausgestattet sind.

      Hier mal ein anschauliches Video, welches den Vortex Ring State in der Praxis zeigt:
    • Danke Euch, hat mir sehr geholfen.
      Interessanterweise ist die avata1 da weniger anfällig.
      Also, um schnell Höhe abzubauen, auf den Kopfdrehen und Gas geben und dann versuchen, sie wieder abzufangen.

      Geht es bei der Avata eigentlich, die Motoren zu stoppen und dann auf Wunschhöhe zu anzulassen oder kommt sie
      unkontrolliert ins Trudeln?

      Bei der dji FPV scheint das ja funzen, wie yt Videos zeigen.

      The post was edited 1 time, last by Birdie ().

    • Birdie wrote:

      Danke Euch, hat mir sehr geholfen.
      Interessanterweise ist die avata1 da weniger anfällig.
      Also, um schnell Höhe abzubauen, auf den Kopfdrehen und Gas geben und dann versuchen, sie wieder abzufangen.

      Geht es bei der Avata eigentlich, die Motoren zu stoppen und dann auf Wunschhöhe zu anzulassen oder kommt sie
      unkontrolliert ins Trudeln?

      Bei der dji FPV scheint das ja funzen, wie yt Videos zeigen.
      Meinst du zufällig ein Not-Stop der Motoren? Wenn ja, lässt sich das im Menü einstellen bei Sicherheitseinstellungen.
      Dann drückt man 4 x den Start/Stop Button hintereinander und die Propeller hören sich sofort auf zu drehen und die Drohne fällt hinunter.

      Sonst habe ich noch gehört es gibt einen Trick den Modus schnell umzuschalten... Ich weiß aber nicht mehr genau, was das war und ging, glaube ich nur mit der FPV3 und nicht dem MC.

      Oder ob es was bringt, je nachdem ob sie noch genug ist, wenn sie runter fliegt, im Fall dann wieder die Motoren einzuschalten damit sie sich fängt oder funktioniert das nicht? Wüsste ich echt mal gerne...

      Quasi wie eine Art "Durchstarten" bei unkorrekten Flugzeuglandeanflug.
      https://certificates.airdata.com/badge?i=lBuPPP&r=5WSO&t=4&m=3&size=9&c=0
    • Es ist auf jeden Fall völlig sinnfrei, weil der freie Fall um ein Vielfaches langsamer ist, als man sie aktiv nach unten fliegen kann. Selbst wenn man sie nicht komplett auf den Kopf drehen möchte, was es zugegebenermaßen immer etwas schwierig macht, die Höhe richtig einzuschätzen, ist man durch simples dort-hin-schauen-wo-man-hin-will (Boden) und Gas geben schon deutlich schneller als freier Fall.
      Grundsätzlich ist es eine schlechte Angewohnheit, die Flughöhe einer FPV Drohne über den Gashebel zu steuern, egal ob hoch oder runter. Man steuert sie durch die Blickrichtung, bzw. Ausrichtung der Propeller, und gleicht am Gashebel nur die sich ändernde horizontale Komponente des Schubvektors aus. (Hovern mal ausgeklammert, aber das ist für eine FPV Drohne auch kein normaler Flug)
    • gsezz wrote:

      Es ist auf jeden Fall völlig sinnfrei, weil der freie Fall um ein Vielfaches langsamer ist, als man sie aktiv nach unten fliegen kann. Selbst wenn man sie nicht komplett auf den Kopf drehen möchte, was es zugegebenermaßen immer etwas schwierig macht, die Höhe richtig einzuschätzen, ist man durch simples dort-hin-schauen-wo-man-hin-will (Boden) und Gas geben schon deutlich schneller als freier Fall.
      Grundsätzlich ist es eine schlechte Angewohnheit, die Flughöhe einer FPV Drohne über den Gashebel zu steuern, egal ob hoch oder runter. Man steuert sie durch die Blickrichtung, bzw. Ausrichtung der Propeller, und gleicht am Gashebel nur die sich ändernde horizontale Komponente des Schubvektors aus. (Hovern mal ausgeklammert, aber das ist für eine FPV Drohne auch kein normaler Flug)
      Danke für den Beitrag! Das wusste ich bisher selbst noch nicht.
      https://certificates.airdata.com/badge?i=lBuPPP&r=5WSO&t=4&m=3&size=9&c=0