PTEG und TPU drucken

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    • Es geht nicht um die Eigenschaft von ISO als Lösemittel, es löst weder PLA noch PEI, sondern um die Kriecheigenschaft von Flüssigkeiten. Wenn man nun mal das Problem hat, dass etwas extrem fest auf der Platte klebt, warum auch immer, dann hilft Iso ungemein. Vermutlich auch Wasser, aber da bleiben evtl Rückstände zurück. Meine Drucke haften super, und lösen sich in kalten Zustand wunderbar von der Platte.
      Aber halt nicht wenn man den Druck abbrechen musste und nur eine dünner Schicht zurückbleibt. Oder halt manchmal die Füße von Baumstützen.
      Nochmal: Wer eine Spachtel benutzt macht m.E. einen Fehler, nimmt er statt dem Ding Iso, besteht nicht die Gefahr daß er seine Platte beschädigt. Einfach mal ausprobieren.
    • aemkai wrote:

      Zementsack wrote:

      Die Haftung von PETG scheint auch stark von den Teilen selbst abzuhängen. Habe kürzlich ein paar Aufbewahrungsboxen gedruckt und dafür auch PETG genommen. Die lagen flächig auf und ich bekam sie kaum von der Smooth Plate ab.
      Ja, im Vergleich zu PLA etc. haftet PETG wirklich besser.
      Mit Magnetplatte zum Abnehmen/Biegen hatte ich aber nie Probleme etwas zu lösen, auch große, flächige Teile selbst im warmen Zustand warem kein Problem.

      Wenn es bei dir zu heftig ist, kannst du noch versuchen, die Plattentemperatur etwas zu verringern.
      Die Plattentemperatur ist so hoch, weil sich bei den ersten Druckversuchen mit PETG immer Teile ablösten, insbesondere Benchis. Aber auch kürzlich hatte ich das wieder, mit 608er Kugellagern. Die ließen sich mit meinen Einstellungen gar nicht drucken, auch weil die Rollen viel zu sehr an den Ringen klebten. Selbst mit Bambu-PLA und den dafür ausgefeilten Filamentenprofilen gedruckt musste ich die Rollen "lösen" damit die Lager funktionierten.

      Problem bei den meinen klebenden "Boxen" war auch die geringe Wandstärke. Weil es nur eine Geschenkverpackung sein sollte, hatte ich diese auf 0,5 mm gesetzt. Da merkt man halt auch, dass PETG recht elastisch ist
    • Cato wrote:

      Nochmal: Wer eine Spachtel benutzt macht m.E. einen Fehler, nimmt er statt dem Ding Iso, besteht nicht die Gefahr daß er seine Platte beschädigt. Einfach mal ausprobieren.
      Oh, ein "Nochmal:", ok, dann auch nochmal: wer keine Probleme mit klebenden Drucken hat, weil eine kalte Platte, die gelegentlich (i.S.v. sehr selten) 3D-Lack oder -Stift bekommt, die Drucke stressfrei löst, braucht weder Spachtel noch Iso. Gerne probieren ;)

      Ich für meinen Teil habe keine gesteigerten Ambitionen Dir Iso auszureden, wenn es bei Dir hilft, alles schick. Den Schaber hast Du in die Diskussion geworfen; das der, insb. wenn aus Metall, bei falscher Handhabe Schaden anrichten kann, ist bekannt.
      "we brake for nobody" ... me? sarcastic? never!

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    • Neues Problem bei Druckversuchen mit TPU: Irgendwann kommt nichts mehr aus der Düse. Anscheinend ist die Düse aber nicht verstopft sondern der Extruder kann das Filament nicht mehr fördern. Denn es reicht, das Filament zu entladen,ein Stück abzuschneiden und wieder zu laden.
      Zum Trocknen habe ich die Filament-Spule mehrere Tage auf die Heizung gestellt, nachts wegen der Nachtabsenkung/Abschaltung jeweils in einen Vakuumbeutel gepackt. Die Luft vom Heizkörper kommt laut einem billigen Hygrometer mit über 30 °C und 10 - 30 % Feuchtigkeit. Das Filament sieht nicht so schön ordentlich gewickelt wie bei PLA oder PTEG aus. Ist von Geetech in Grau
      de.aliexpress.com/item/1005007651560154.html
      Inzwischen habe ich gelernt, dass das besser nicht mit dem Generic-TPU-Profil von Bambu-Lab zu drucken, weil da eine sehr hohe Düsentemperatur eingestellt ist. Reduziert auf 230 °C (maximale Empfehlung von Geetech) hatte ein Benchie wenig Fäden, bei 225 °C fast gar keine mehr.
      Aber halt jetzt die "Förderprobleme". Steckt da auch zu feuchtes Filament dahinter? Oder eher zu stark schwankender Durchmesser bei relativ weichem Material (wohl 95A).
    • Das Förderproblem liegt daran dass sich TPU aufgrund seiner Elastizität einfach sehr schlecht schieben lässt, und durch die niedrigere Temperatur der Widerstand in der Düse nun noch höher ist. Wahrscheinlich wirst du die Druckgeschwindigkeit etwas senken müssen. Das ist der Weg der auf jedem Drucker funktionieren sollte.
      Auf schnellen Drucken kann man gegen Stringing in die entgegengesetzte Richtung gehen: Widerstand senken indem man die Temperatur erhöht, und einfach so schnell drucken dass das TPU keine Zeit hat um Fäden zu ziehen. So im Bereich von 700mm/s Travel klappt das eigentlich sehr gut, zumindest mit dem TPU von Extrudr. Btw. wenn man hohes Volumen extrudiert dann erreicht das Filament die eingestellte Temperatur meist gar nicht. Es kann gut sein, dass man 250°C Düsentemperatur braucht, dass das Filament mit 230°C heraus kommt. Es besteht ja immer ein Temperaturgefälle vom Temperatursensor bis zum Filament an der Düsenspitze.

      TPU ist auch sehr pingelig beim Anpressdruck der Förderräder. Bei zu viel Anspressdruck wird es aus seiner runden Form in eine ovale gedrückt, behält die bei und passt dann nicht mehr in das Hotend. Auf keinem Drucken den ich bisher hatte war es möglich TPU und starre Filamente mit der gleichen Vorspannung der Förderräder zu drucken, die musste für TPU immer reduziert werden, sonst kneult es sich irgendwann zwischen den Rädern und dem hotend zusammen.
      Und das andere große Problem mit TPU ist, dass es sich unter Zug dehnt, und dünner wird. Das bedeutet dass jeder Widerstand zwischen Spule und Extruder einen direkten Einfluss auf die Extrusionsmenge hat. Bei zu hohem Widerstand kann es auch passieren dass das Filament so dünn wird, dass die Räder den Grip verlieren. Wenn es mal kurz auf der Spule klemmt, und einen etwas stärkerenRruck braucht, dann kann das der Moment sein in dem es so dünn wird dass die Förderräder es nicht mehr halten können und beginnen zu slippen.

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