"Extra Large" Bambu Lab A2L

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    • "Extra Large" Bambu Lab A2L

      Bambu Lab kündigt einen neuen Drucker für den 1. Juni an.
      Soll wohl A2L heißen und auf ihrer Website schreiben sie von "It's a Big one" und Extra Large.

      Was meint ihr, wie wird der Druckraum? 15 Zoll im Kubik (der A1 hat 10 Zoll)?
      Spekuliert wird auch, ob der vielleicht 2 Düsen hat.

      Gibt es eigentlich Grenzen bei der Größe für "Bettschubser"? Mit steigender Masse vom Bett und Druckteil wird es doch immer schwieriger, das Bett zu Beschleunigen und zu Verzögern ohne dass sich Teile lösen.
    • Gibt es eigentlich Grenzen bei der Größe für "Bettschubser"? Mit steigender Masse vom Bett und Druckteil wird es doch immer schwieriger, das Bett zu Beschleunigen und zu Verzögern ohne dass sich Teile lösen.
      Das Problem beginnt ja nicht erst wenn sich das Teil löst. Lange vorher geht ja schon durch das schwingende Druckteil die Druckqualität den Bach hinunter. Bettschubser machen eigentlich generell keinen Sinn mehr, weil bei ihnen keine vollständige aktive Vibrationsdämpfung möglich ist. Die macht ja die heutigen Druckgeschwindigkeiten bei anderen Druckern überhaupt erst möglich. Der einzige Vorteil der Bettschubser ist, dass sie extrem günstig zu bauen sind. Aber mit immer größer werdendem Geschwindigkeits-Rückstand gegenüber Nicht-Bettschubsern muss man sich inzwischen auch fragen, ob sich das im Betrieb überhaupt noch lohnt, wenn man die Stromkosten und ggf. erhöhten Ausschuss mitrechnet.

      Für Drucker mit starrem Bett ist die Bewegungsgeschwindigkeit ja schon längst nicht mehr der limitierende Faktor, die ließe sich bei aktiver Dämpfung ohne Probleme auch noch verzehnfachen. Sie sind momentan eigentlich nur dadurch limitiert wie schnell sie den Kunststoff schmelzen und vor allem nach dem Extrudieren wieder abkühlen können.


      Mit größeren Druckteilen sinkt aber ja in der Regel auch die geforderte Toleranz und Rauheit, wodurch mit größeren Düsen, und somit niedrigere Bewegungsgeschwindigkeit gedruckt werden kann. Die eigentliche Druckgeschwindigkeit misst sich ja letztlich in Kunstoffvolumen pro Sekunde. Somit haben Bettschubser schon noch ihre Nische, wenn sie zur Auftragslage einer Druckfarm passen. Aber sie geben halt keine guten Allrounder mehr ab.
    • BambuLab verspricht eine aktive Schwingungskompensation und dazu noch physikalische Dämpfung. Nun ja. Druckkopf/Extruder scheint kein anderer als der vom A1/A1-mini schon bekannte zu sein.
      80 °C maximale Betttemperatur finde ich nicht toll. Die soll mein A1-Mini auch schaffen, wenn ich mit dem IR-Thermometer nachmesse sind es aber weniger und schon auf dem kleinen Druckbett sind Temperaturunterschiede von mehreren K messbar.
    • Dass er eine aktive Dämpfung haben wird war ja klar. Aber die Wirksamkeit ist auf der Bett-Achse stark eingeschränkt, weil deren Schwingung ja vom Druckteil anhängt.

      Die Betttemperatur reicht für PLA, und mehr muss ein Bettschubser ja heute nicht mehr können. Das ist die Nische in der er noch Sinn macht. Für alle anderen Filamente sollte man unbedingt zu einem Drucker mit starrem Bett, bzw. geschlossener Kammer greifen. Selbst wenn der Drucker dann das doppelte kostet.

      Der hat zwei Zielgruppen:
      1. Druckfarmen, die ihn ausschließlich mit PLA beschicken wollen.
      2. Leute die schon wissen dass sie ganz wenig anderes als PLA drucken, und ihn vielleicht auch als Plotter benutzen wollen.
    • Es würde aber sehr helfen, wenn er wenigstens irgendetwas könnte was nicht auch jeder andere schon kann. ;)
      Sein einziges Alleinstellungsmerkmal ist der Bauraum, und der ist auch nicht herausragend groß. In der selben Preisklasse bekommt man auch den nochmal wesentlich größeren Anycubic Kobra 3 Max.

      Für die Plotterfunktion sollte man ihn auch nicht kaufen, wenn man schon andere Drucker besitzt. Dann steckt man das Geld lieber in einen richtigen Plotter.

      Die Zeiten in denen man entweder keinen oder mehrere 3D Drucker hatte sind aber doch längst vorbei. Der größte (private) Markt sind Haushalte die sich genau einen Drucker hin stellen wollen, um ihn selten mal zu benutzen. Die sind mit einem geschlossenen Allrounder, der auch mal was Spülmaschinen-, oder Witterungsbeständiges zuverlässig drucken kann besser beraten, auch wenn der etwas mehr kostet.

      Ich bleibe dabei, die Hauptzielgruppe für den A2L sind Druckfarmen.

      The post was edited 3 times, last by gsezz ().

    • gsezz wrote:

      Die Zeiten in denen man entweder keinen oder mehrere 3D Drucker hatte sind aber doch längst vorbei.
      ...........Ich bleibe dabei, die Hauptzielgruppe für den A2L sind Druckfarmen.
      Ich kann nicht (und will es auch gar nicht) nachvollziehen, wie sich Deine Meinung bildet.
      Aber solange es keine EU Richtlinie wird, soll es mir recht sein. ;) :P
      Nur um Dir zu widersprechen mache ich in unserem 3D Druck-Forum keine Umfrage.
      Gruß Fritz
    • Fritz11 wrote:

      Die meisten Druckfreunde, die ich kenne, haben mehrere Drucker. Da muss einer nicht alles können.
      Sorry, ich hätte nicht gedacht, dass meine Anmerkung eine Grundsatzdiskussion über den 3D Druckermarkt auslöst.
      Für Fakten und Analysen habe ich mich nicht vorbereitet. Für mich ist das hier ein Kopterforum und ich habe in meinem biblischen Alter nicht die Kraft 2-gleisig 3-Dimensionale Angelegenheiten abzuarbeiten.
      Gruß Fritz
    • Nimm die Diskussion nicht so ernst. ;) Unterschiedliche Meinungen machen es doch erst interessant.
      Ich kann nicht (und will es auch gar nicht) nachvollziehen, wie sich Deine Meinung bildet.
      Mein Punkt ist, dass wir Enthusiasten, die wir uns mehrere Drucker kaufen und in Foren austauschen längst nicht mehr den durchschnittlichen Nutzer repräsentieren, sondern inzwischen eher die Ausnahme sind. 3D-Drucker sind ubiquitär geworden. Sie stehen in vielen Haushalten und Firmen, wo sie reine Werkzeuge sind und nicht das Zentrum eines Hobbys. Da werden vor allem Alleskönner gefragt, und keine Drucker die nur für ein einziges Material gut geeignet sind.

      Ich kann wiederum nicht nachvollziehen, wieso sich ein Enthusiast der schon mehrere Drucker besitzt den A2L kaufen würde? Wir kaufen unseren n-ten Drucker doch weil er uns noch irgendetwas interessantes neues bringt. Für eine beheizte Kammer, für ein IDEX Setup, für einen Werkzeugwechsler, für ein 500°C Hotend, für eine kinetische Bettlagerung, für eine Druckluftkühlung, weil er besonders schnell ist, oder einfach nur weil er cool aussieht (Deltas oder Flying Gantry). Der A2L ist halt in keiner Hinsicht besonders. Das ist der millionste Prusa-Klon, der bauartbedingt immer noch die selben Beschränkungen hat wie jeder andere Prusa-Klon der letzten 15 Jahre. So einen Drucker kennt jeder schon, die sind doch nicht mehr spannend.
    • gsezz wrote:

      3D-Drucker sind ubiquitär geworden. Sie stehen in vielen Haushalten und Firmen, wo sie reine Werkzeuge sind und nicht das Zentrum eines Hobbys. Da werden vor allem Alleskönner gefragt, und keine Drucker die nur für ein einziges Material gut geeignet sind.
      Ich sehe bei Bambu A1 und A2 als Einstiegsdroge. Manchem reicht das vielleicht schon. Andere merken dann, was damit alles nicht geht und kaufen ihren nächsten Drucker gezielt.

      Für mich war das Argument für den A1-Mini, dass ich ihn leicht wegstellen kann wenn ich ihn länger nicht brauche. Die geschlossenen Drucker ähneln eher einen schweren Schrank, den man nicht so gerne alleine in den Keller oder Schuppen trägt. Oder ich überschätze Größe und Gewicht.
    • Naja, der X2D lässt sich immer noch besser herum tragen als die Kitchen Aid, die meine Freundin ständig zwischen Küche und Speisekammer hin und her geschleppt haben möchte. ;)

      Auf einen geschlossenen Drucker kann man eventuell auch noch etwas oben drauf stellen. Außerdem brauchen Nicht-Bettschubser im Betrieb wesentlich weniger Stellfläche für die gleiche Bettgröße.

      Der A2L kostet so viel wie der P1S, und muss sich dann auch mit dem vergleichen lassen. Aus dem P1S lässt sich doch viel mehr Nutzen ziehen. Der wird schon mit PETG besser klar kommen, weil es sich in der Kammer weniger verziehen wird. Er ist bei TPU nicht vom Wobbeln des Druckteils abhängig. Er kann ASA drucken, was auch Teile für den Garten etc. ermöglicht. Er staubt weniger ein, braucht im Verhältnis zur Druckfläche viel weniger Platz, sollte theoretisch weniger Strom brauchen und druckt laut Datenblatt schneller (Real wahrscheinlich auch, wenn man davon ausgehen kann dass beide Datenblätter gleichermaßen übertreiben).
      Um statt all dem lieber den A2L zu wählen muss man den etwas größeren Bauraum oder die Plotterfunktion schon wirklich brauchen.