Welche Patch Antenne für DJI FPV

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    • Welche Patch Antenne für DJI FPV

      Hallo zusammen, ich habe mir zu Weihnachten das DJI FPV Combo gegönnt
      und da das Wetter nicht sehr flugfreundlich ist,rüste ich den Quad
      schonmal etwas auf in Vorbereitung auf den Frühling. Nun dachte ich an
      eine bessere Antenne, da gibt es ja zahlreiche Patch Antennen, besonders
      die i-flight gefallen mir sehr gut. Leider konnte ich nicht
      herausfinden, welche denn kompatibel zum DJI Quad sind.
      Es gibt ja LHCP und RHCP. Dann spielt noch 5,8 Ghz oder 2,4 Ghz eine
      Rolle. Kann mir jemand sagen, welche mit der DHI PPV Quad fuktionieren,
      bzw. eine Verbesserung wären?


      Danke im Voraus
    • Du brauchst LHCP, und musst dich entscheiden ob du 2.4 oder 5.8GHz benutzen willst. Dualbandantennen sind immer ein schlechter Kompromiss. 2.4 kannst du ausschließlich mit der DJI Drohne benutzen, 5.8 auch mit dem V1 System. 5.8 bietet in Theorie mehr Bandbreite, und 2.4 mehr Reichweite. Wie sich das bei der DJI Drohne in der Praxis tatsächlich verhält weiß ich allerdings nicht.

      Keine Patch Antenne ist eine blanke Verbesserung. Eine Patch- ist eine Richtantenne, mit der du die Reichweite in einem schmalen Kegel in einer Richtung erhöhst, aber in anderen Richtungen verringerst. Ob du mit Richtantennen besser dran bist als mit Omnidirektionalen hängt davon ab wie du fliegst, und im näheren Umfeld auch wie gut du darin bist die Drohne mit dem Kopf zu tracken.
      Bei einem MIMO System (mehrere Antennen werden gleichzeitig genutzt) ist es IMO Quatsch verschiedene Antennentypen zu mischen. Das ist ein völlig unsinniger Kompromiss, der in erster Line die Nachteile, und nicht die Vorteile beider Typen kombiniert. Das erhöht kaum die Reichweite auf der man guten Empfang hat, sondern eher die auf der er noch gerade so mäßig ist. Dafür verliert man Rundumabdeckung. Also entweder alles Richtantennen, oder alles Omnis. Das entscheidet man am besten von Fall zu Fall. Zum acro lernen, innerhalb der Sichtweite, auf einer grünen Wiese, bist du mit Omnis wesentlich besser dran als mit Patch. Patches können für ultra long range interessant sein, oder eventuell zur Durchdringung von Hindernissen.

      Eine rundum Verbesserung (pun intended) wäre ein Satz besserer Omnis.
      "If I go home with a single Drone still working, I have not done my Job."
      - Botgrinder 2021
    • OK
      dann doch lieber 5G8 Ommni mit Gewinn ( eine QFH schafft 5dBi wenn gut abgeglichen ) an passendem Feederkabel damit es über die Pilotenrübe reicht :)
      Images
      • Brille und QFH.jpg

        35.76 kB, 520×338, viewed 16 times
      PeteR
      PräzisionsAntennen: Aufzucht+Pflege von BiL BiQ CL SPW Helical IVee Dipol 1G2-2G4-5G8- QFH QuadraFilarHelical
      mit HP SpectrumAnalyzer 18GHz/HP SweeperOSC 6,5GHz/HP PowerMeter 18GHz/HP Counter 18GHz/3 x Richtkoppler bis 24GHz/HP A-SO/HP NetworkAnalyzer 18Ghz mit 3 Sensoren
      HP Meßplatz-eingemessene Antennen +Empfängnis
    • Vielen Dank für die kompetenten Antworten. Ich schliesse daraus, dass ich zunächst mit einer omni, bzw der Standard Antenne der Goggles v2 gut bedient bin am Anfang. Wenn ich später eine Patch nutzen möchte dann lhcp und mit 5.8 oder 2.4, sollte dann aber beim Fliegen in Richtung des Quad schauen damit er nicht aus dem Bereich der Antenne fliegt.
      Im Prinzip wäre das Beste die Jetzige aber mit mehr Power, oder?
      Wo bekäme ich den die von chipsundgrips erwähnte her?

      Danke
    • Für die DJI FPV Drone brauchst du anfürsich keine extra Antenne meiner Meinung nach. Meines Erachtens Perlen vor die Säue.

      Mit 25mW ist so oder so nicht gut Kirschen essen angesagt, außer du fliegst auf freiem Feld ohne irgendwas dazwischen. Das macht aber alles kein Spaß, oder nicht lange. „Ansonsten“ ist die Range erhaben.
    • Ich habe die AXII HD und die iFlight in Kombo mit AXII HD (Lumenier Stubbies).

      Bei meinen Tests war die Standard-Antenne schon nicht schlecht. Aber mit den Stubbies und einer Patch-Antenne konnte ich ein "etwas" weiter fliegen ;) würde es so auch wieder kaufen.
      Die besten Ergebnisse habe ich im FCC Modus erzielen können. Aber das liegt vermutlich einfach an der stärkeren Sendeleistung.
      Was mich aber etwas verwundert hat, dass der Empfang, wenn die Drohne hinter einem fliegt nicht so gut ist wie erhofft. Also wenn möglich immer in Richtung der Drohne schauen - sofern die Koordination das zulässt :)

      Ich habe noch ein paar andere Stubbies da, die speziell für Wälder und Objekte zwischen der Drohne und dem Steuerer gut sein soll. Dieser Test steht noch aus...
    • commy wrote:

      Aber mit den Stubbies und einer Patch-Antenne konnte ich ein "etwas" weiter fliegen
      DIY oder DJI Drone und falls Drone und mehr Reichweite, wie sieht dein Akkumod aus? :D

      Also bei Sendeleistungen über 1W sehe die ganze Antennerei übertrieben, es sei denn für die Optik der Brille oder man will halt das letzte Quäntchen rauskitzeln. Bei 25mW ein anderes Thema…
    • Was mich aber etwas verwundert hat, dass der Empfang, wenn die Drohne hinter einem fliegt nicht so gut ist wie erhofft.
      Dein Kopf und die Brille schirmen die Antennen nach hinten ab. Wenn man ernsthaft auf Reichweite aus ist, müssen die Antennen an Stengel die bis über den Kopf reichen. Das gilt auch für Richtantennen, und wenn man in Blickrichtung fliegt.



      Mir scheint dass Einsteiger auch oft unterschätzen wie viel der eigene Standort ausmacht. Sich auf freies Feld zu stellen, und nicht neben Hindernisse wie Bäume und Büsche, und die höchste Position zu wählen die die Umgebung her gibt, macht mehr aus als die beste Antenne. Und mit den Antennen am Kopf natürlich immer stehen, nicht sitzen.
      Nicht nur Hindernisse auf der direkten Sichtlinie zwischen Sender und Empfänger beeinflussen den Empfang, sondern alles was sich in der Fresnel Zone befindet.
      en.wikipedia.org/wiki/Fresnel_zone
      Da sich unsere Brillen-Antennen immer relativ dicht über dem Boden befinden, haben wir immer eine ganze Menge Boden in der Fresnel Zone. Ein höherer Standpunkt kann deshalb sehr viel bringen. Selbst wenn es nur ein Meter ist.
      Wenn man bspw. knapp über Bäume fliegt, sollte man auch bei Sichtkontakt zur Drohne bedenken, dass diese Bäume wahrscheinlich in die Fresnel Zone ragen und man in größerer Flughöhe wahrscheinlich besseren Empfang hätte. Bei schwach werdendem Signal ist der beste Ausweg dann erstmal nach oben, bevor man umdreht, und durch eine andere Antennenausrichtung das Signal vielleicht ganz verliert.
      "If I go home with a single Drone still working, I have not done my Job."
      - Botgrinder 2021

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